Samsung vermeldet erneut Gewinnrückgang

Nach Jahren des Erfolgs scheint der Motor bei Samsung ins Stottern geraten zu sein. Strotzten die Koreaner einst vor Selbstbewusstsein, müssen sie nun bereits zum vierten Mal in Folge in einem Quartal einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn hinnehmen.

Sorgen bereiten dem Hersteller dabei gleich mehrere Geschäftsbereich: Zwar stiegen die Verkäufe von Mobilgeräten zuletzt an, doch hohe Marketingausgaben egalisierten die Gewinne. Die Sparte der Consumer Electronics, zu der auch das Fernsehgeschäft zählt, schrumpfte genauso wie der Bereich der Displayfertigung.

Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal ist der Umsatz nach Angaben Samsungs um 10,22 Prozent gesunken und betrug nur noch 47 Billionen südkoreansische Won (KRW). Im zweiten Quartal wurden noch 52,35 Billionen erreicht. Noch deutlicher reduzierte sich der Gewinn: In den letzten drei Monaten konnte der Hersteller nur noch 4,1 Billionen KWR verbuchen; von April bis Mai diesen Jahres wurden noch 7,19 Billionen KRW erwirtschaftet - ein Rückgang um 43 Prozent. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres wurden noch ein Erlös von 10,16 Billionen KRW ausgewiesen, so dass die Erträge an dieser Stelle sogar um 60 Prozent geringer ausfallen.

Samsung hat offensichtlich die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Während im Oberhaus der Druck durch Konkurrenten wie HTC und LG steigt, deren Flaggschiffe sich nicht hinter der Galaxy-S-Serie verstecken müssen, sorgen andere Hersteller wie etwa Huawei oder Lenovo, aber auch Motorola im Einsteiger- und Mittelklassebereich für eine Vielzahl günstiger und vergleichsweise leistungsfähiger Alternativen, denen die Koreaner derzeit kaum etwas entgegensetzen können.

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