Samsung verabschiedet sich aus Festplattengeschäft

Der Rückzug Samsungs aus dem Festplattengeschäft kündigt sich bereits seit einer ganzen Weile an; immerhin wurde die eigentliche Festplattensparte bereits 2011 an Seagate verkauft.

Nun wird die Produktion von Festplattenmotoren, die seit 2007 unter dem Namen Samsung Electromechanics geführt wird und mit dem japanischen Hersteller Alphana Technology erweitert wurde, aufgegeben.

Der Grund liegt auf der Hand: Die Attraktivität von Festplatten für Endkunden geht mit den immer niedrigeren Preisen für SSDs deutlich zurück - und auf die SSDs hat sich Samsung recht erfolgreich konzentriert.

Samsungs HDD-Division vermeldet zuletzt einen Umsatz von 370 Mrd. Won (ca. 309 Mio Euro) und einen operativen Verlust von 170 Mrd. Won (ca. 142 Mio. Euro). Wie die Abwicklung im Detail aussehen wird - ob beispielsweise ein potenzieller Käufer vorhanden ist - wurde nicht bekannt.

Die Koreaner, die im letzten Jahr deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen mussten, hatten als Gegenmaßnahme eine Umstrukturierung der bisherigen Aktivitäten angekündigt und in der Folge bereits den Bereich der Glasfasertechnik abgegeben und den LED-Geschäftsbereich reduziert. Gleichermaßen wurden die Sparten für Verteidungstechnik und Chemie abgegeben.

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