Samsung übernimmt Joyent und geht in die Cloud

Sowohl für mobile Endgeräte als auch für alles, was rund um das Smart Home und das Internet der Dinge geschieht, sind Dienstleistungen im und aus dem Web essenziell wichtig. Mit dem Cloud-Service-Anbieter Joyent, einem der Pioniere und Hauptsponsor der Javascript-Umgebung Node.js, fügen die Koreaner einen weiteren Baustein auf ihrem Weg zum Full-Service-Anbieter hinzu.

Beispielsweise hatte Samsung unter seiner Marke SmartThings unterbunden, dass zentrale Berechnungen und Dienstleistungen an fremde Server abgegeben werden, und vorgesehen, das alles im eigenen Gerät zu verarbeiten – das Thema Datenschutz und die Befürchtungen vieler Nutzer sind auch in Korea vorhanden.

Smartphones können von einem geschlossenen Ökosystem mit eigener Cloud profitierenSmartphones können von einem geschlossenen Ökosystem mit eigener Cloud profitieren

Nun könnte Samsung günstigere Geräte anbieten, die all die Aufgaben auf eigener Infrastruktur durchführt - bzw. auf der von Joyent, die seit Jahren Erfahrung damit haben. Das Vertrauen der Kunden ist dabei natürlich Voraussetzung.

Eigene Server für das Internet of Things sind attraktiv.Eigene Server für das Internet of Things sind attraktiv.

Das braucht Samsung aber auch für Samsung Pay, ein weiterer Dienst, der auf den Servern von Joyent laufen kann – und damit aus Sicht der Koreaner in eigener Hand. Als geschlossenes Ökosystem sowohl für Samsung als auch möglicherweise für Kunden ein lockender Gedanke.

Joyent begrüßt die Übernahme dem Vernehmen nach ebenfalls. Das Unternehmen sieht sich durch die Marktmacht, die Finanzpower und die Verbreitung Samsungs eher in der Lage, sich weiter in seinem Bereich zu vergrößern, als wenn es das in Eigenregie hätte durchführen müsen.

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