Samsung: Stromausfall sorgt für weniger NAND-Flash-Speicher im März

Samsung zeigt einmal mehr, welche Probleme entstehen können, wenn wichtige Schlüsselindustrien in den Händen einer nur kleinen Anzahl von Herstellern gehalten werden: Ein 30 Minuten währender Stromausfall in Samsungs Fertigungsstätte Pyeongtaek in Südkorea am 9. März 2018 sorgte dafür, dass 60.000 Wafer beschädigt wurden.

Damit wird die NAND-Flash-Produktion des Herstellers im laufenden Monat um elf Prozent niedriger ausfallen als ursprünglich prognostiziert. Die Wafer-Produktion aller Hersteller zusammengenommen soll um 3,5 Prozent sinken.

Abzuwarten bleibt, welche Konsequenzen sich damit für die Speicherpreise ergeben: Aktuell sind die Lagerbestände bei den Herstellern aufgrund der enormen Nachfrage während der vergangenen Monate sehr niedrig, sodass die fehlende Menge kaum ausgeglichen werden kann. Allerdings haben die Koreaner verkündet, dass sie in Kürze ihre Fertigungskapazitäten deutlich aufstocken wollen. In der in Xi'an angesiedelten Fertigungsstätte werden aktuell 120.000 Wafer im Monat produziert. In Kürze soll der Output auf 200.000 gesteigert werden.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Necoro
    Mittlerweile stellt sich bei so einer Meldung fast die Frage, ob Samsung diese Meldung deshalb verbreitet, dass das Angebot künstlich niedrig und die Preise hoch gehalten werden können. Gibt's eine unabhängige Bestätigung für diesen Stromausfall?
  • bigreval
    Stimme dir zu. Mittlerweile kann man in der Branche paranoid werden und immer von einem Vorsatz ausgehen.
    Allerdings kann ich kaum glauben das so eine Anlage nicht abgesichert ist! Bei dem Schaden kann man ja schon fast sein eigenes Kraftwerk betreiben...
  • drno
    Andererseits: Manche Leute, die sowieso nur die Überschriften lesen, mögen daraus andere Schlüsse ziehen. Keiner will Datenverlust und ne defekte Dummdung SSD, wenn der Strom ausgefallen ist. Insoweit paßt es wieder..;-)