Russische Provider gehen auf Abstand zu Samsung

Samsung kämpft nicht nur mit einem immer schwieriger werdenden Wettbebewerb im Bereich der Mobilgeräte. Galaxy S6 & Co. können nicht mehr die gleiche Begeisterung entfachen wie noch ihre Vorgänger in früheren Zeiten; von Quartal zu Quartal sinken Umsatz und Gewinn.

Nun hat der Hersteller offenbar eine neue Hiobsbotschaft erhalten: Gegenüber Bloomberg ließen zwei russische Provider durchblicken, dass sie die Bestellung von Samsung-Smartphones und -Tablets bereits seit Juni eingestellt haben.

Als Grund wird die hohe Anzahl von Defekten der Samsung-Geräte angeführt. So gibt VimpelCom an, dass mehr als sieben Prozent der erhaltenen Geräte defekt waren. Zudem scheint es zu Unstimmigkeiten mit den Koreanern hinsichtlich der Reparaturen im Garantiefall gekommen zu sein. Die Kosten mussten die Provider offenbar selbst tragen, sodass diese nun die Konsequenzen ziehen. Sie wollen künftig verstärkt Apple- sowie Lenovo-Smartphones und -Tablets anbieten.

Diese Turbulenzen  am russischen Markt dürfte die aktuell schwächelnden Umsatzzahlen weiter unter Druck setzen. Der Marktanteil Samsungs in Russland betrug zuletzt immerhin 23 Prozent, im vergangenen Jahr wurden Geräte im Wert von 1,46 Milliarden Dollar verkauft. Im Juni soll der Anteil allerdings bereits um 25 Prozent gesunken sein - und er dürfte weiter sinken, denn anscheinend werden ausschließlich die noch vorhandenen Lagerbestände abverkauft.

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1 Kommentar
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  • big_k
    Ich werde Samsungs nicht vermissen wenn das Schule macht.
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