Samsung SSD 850 Pro im Test: 3D V-NAND kommt in der Praxis an

Nachdem Samsung letztes Jahr mit der 840 Evo einen Award abstauben konnte, kommt nun der Nachfolger: Die Samsung 850 Pro SSD kombiniert den MEX-Controller der Evo-Familie mit 3D-V-NAND. Ist diese Kombination ein Upgrade wert oder sollte man noch warten?

Wir mochten Samsungs SSD 840 Evo. Auch wenn sie durch die Verwendung von TLC-NAND (Triple Level Cell) etwas gehandicapt war, verhalfen ihr clevere Features und Technologien zu unwahrscheinlichem Erfolg. Während die originale SSD 840 noch mit niedrigen Schreibgeschwindigkeiten zu kämpfen hatte, schaffte die 840 Evo mit einem SLC-artigen Cache den Durchbruch und überbrückte die deutliche Performance-Lücke zwischen Flash-Speicher mit zwei und drei Bits pro Zelle.

Dazu noch die ursprünglich von Nvelo stammende Host-seitige Caching-Software via Samsungs Magician-Software und die Evo war noch schneller unterwegs. Nicht, dass sie viel Hilfe gebraucht hätte: Das TurboWrite-System der Evo katapultierte den 840-Nachfolger leistungsmäßig in einen ziemlich elitären Club – nicht schlecht für eine Mainstream-SSD. Als Samsung unserem US-Kollegen Christopher Ryan versprach, dass der 840 Evo via Firmware-Update auch noch Verschlüsselungsfunktionen auf dem Niveau der Crucial M500 nachgereicht werden sollten, vergab er seinen ersten Kauftipp im SSD-Bereich an die 840 Evo. Diese SSD werkelt in seinem persönlichen Rechner und sie ist auch das Modell, das er in den vergangenen Monaten immer wieder Freunden empfohlen hat.

Das soll nicht heißen, dass wir Riesen-Fans von 3-Bit-pro-Zelle-Flash mit seinem niedrigeren Durchhaltevermögen, der höhere Latenz und der generell höheren Fehlerquote sind. Aber wie es aussieht, konnte Samsung bei der 840 Evo viele bauartbedingten Nachteile dieser Technologie abschwächen. Die Kombination aus eigenem Controller, angepasster Firmware hauseigenem Flash-Speicher erwies sich als ausgesprochen stabil und leistungsfähig. In den meisten  Desktop-Anwendungen bevorzugte Christopher sogar die SSD 840 Evo vor der SSD 840 Pro – besonders dann, wenn auch der Preis eine Rolle spielte. Die alte Pro konnte ihn einfach nicht vom Hocker reißen.

Aber wo sortiert sich dann Samsungs neue SSD 850 Pro in die Storage-Hierarchie ein?

Fangen wir mal beim Controller an: Die 850 Pro verwendet denselben hauseigenen Samsung-MEX-Controller wie schon die 840 Evo. Der mit 400 MHz taktende Controller offeriert ordentlich Rechenleistung. Und wie viele andere Storage-Controller auch setzt er auf multiple, zweckgebundene Ausführungskerne. In modernen SSDs ist intern ziemlich viel los und folgerichtig ist auch die Hardware immer potenter geworden, die diese Vorgänge steuern muss. Zugegeben: Der Controller der 840 Evo taktet 100 MHz niedriger als der der 850 Pro und unterstützt noch nicht Samsungs neueste Features. Dennoch glauben wir, dass die grundlegende Hardware immer noch sehr ähnlich ist.

Zu den signifikantesten Unterschieden zwischen beiden SSDs gehört Samsungs neuer 3D V-NAND (Vertical NAND), der eine radikale Änderung in Design und Herstellung von Flash-Speicher repräsentiert. Letztes Jahr besuchten wir auf dem Flash Memory Summit 2013 eine Ansprache von Dr. E. S. Jung, dem Leiter von Samsungs halbleiter-Forschungszentrum. Vor einer dicht gedrängten Menge an Zuschauern enthüllte er die nächste Generation der Flash-Technologie. Es ist selten, dass eine Ansprache derart viele Resonanz auf dem FMS erzeugt, aber diese Reaktion war verständlich – denn die Vorteile, die man sich von V-NAND verspricht, haben weitreichende Auswirkungen.

Um es kurz zu machen: Wir haben schon lange gehört, dass NAND das Ende der Fahnenstange erreicht hat und sich nicht großartig weiterentwickeln kann (so wie wir auch hörten, dass Moore´sche Gesetz an seine Grenzen stößt). Aber immer hilft eine neue Technik bei der Umgehung von Beschränkungen, die dem Fortschritt im Wege stehen. NAND-Zellen werden mit sinkender Fertigungsgröße also fehleranfälliger. Die Anzahl der Programmierungs- und Lösch-Zyklen, die sie aushalten, nimmt schlagartig ab und Operationen an einem Ort in einem planaren Array können zu ungewollten Änderungen in benachbarten Zellen führen.

Bei V-NAND sind 24 Zellen in vertikalen "Stäben" angeordnet. Während planares NAND Zellen in Reihen nebeneinander setzt und dann mehrere Reihen zu einem Block zusammenpackt, kann man sich V-NAND eher als Stapel von Pringles-Dosen vorstellen. Wo zwei Dosen vertikal aufeinandertreffen, hat man eine Wort-Linie. Wenn man die Säulen von Kartoffel-Chips-Dosen nun wie Telefonmasten miteinander verbindet, hat man die Bit-Linien. So ist es letztlich immer noch das gute, alte NAND, wie wir es kennen. Aber durch das Stapeln der Säulen in die Höhe wird die Zelle-zu-Zelle-Interferenz reduziert, die bei planarem NAND auftritt.

Auf diesem Weg will Samsung die Fertigungsgröße weiter reduzieren, aber V-NAND soll außerdem auch schneller und energieeffizienter sein. Und der Packungsdichte kommt das Ganze auch zugute: Wenn man nicht in die Breite, sondern in die Höhe baut, bekommt man auf derselben Fläche mehr Speicherkapazität unter. Diese Technologie ist nun schon seit Jahren in der Entwicklung und ist nun das Highlight von Samsungs neuer SSD 850 Pro.

Letztlich kann man die neue SSD auf diese zwei Fakten reduzieren: Der gleiche bewährte MEX-Controller (nur ein Drittel höher mit 400 MHz getaktet), an dem V-NAND Flash-Speicher hängt. Dank dieser Upgrades sollte die SSD 850 Pro eine bessere I/O-Performance haben und dabei auch noch weniger Energie aufnehmen. Sie sollte aber nicht radikal schneller sein als die 840 Pro – schließlich wird sie ja durch die gleichen, alten Standards (SATA 6Gb/s und AHCI) limitiert. Daher gibt es eigentlich nicht wirklich viel Raum, um eine enorm bessere Performance abzurufen. Wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel vorausschicken, aber die echten Verbesserungen betreffen Service-Zeiten, Qualität und Latenz. In diesem Fall verrät das Datenblatt nicht alles. Aber andererseits: Wann tut es das schon…

Laut den Spezifikationen bewegt sich die Random-4K-IOPS-Performance bei einer Queue-Tiefe von eins im selben Bereich wie die der 840 Evo. Da diese Zahl fast komplett vom NAND-Interface-Speed abhängt, scheint es so, als würde Samsungs V-NAND auf einem ähnlichen Performance-Niveau operieren wie der 3-Bit-pro-Zelle-Flash der SSD 840 Evo. Dies sollte in einem kleinen Vorteil gegenüber der SSD 840 Pro resultieren.

Samsung gibt sich bezüglich der Details seines NANDs sehr zurückhaltend, so dass man zu architektonischen Features wie der Blockanzahl schwerlich einen Kommentar abgeben kann. Aber Samsung spendiert der SSD 850 Pro zehn Jahre Garantie und zieht damit mit kürzlichen Entwicklungen bei SanDisk gleich.

Außerdem soll die SSD 850 Pro laut Samsung im DevSlp-Modus gerade mal zwei Milliwatt verbrauchen. Wir haben das nötige Equipment, um diese Behauptung zu überprüfen; schauen wir mal. Im aktiven Idle-Betrieb soll sich die SSD laut den Spezifikationen im Bereich von 0,4 Watt bewegen. Angesichts der jüngeren Historie des Unternehmens hinsichtlich hoher Energieeffizienz überraschen uns diese beiden Angaben jedenfalls nicht wirklich.

Der nächste Schritt: Aufmachen und nachschauen, wie dieses Teil von innen aussieht.

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54 Kommentare
    Dein Kommentar
  • alter schwede... wenn toshiba und micron damit gleich ziehen können - gute nacht festplatten :D
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  • das klingt wirklich top und ich denke, bald wird es keine drehenden Festplatten mehr geben
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  • Doch, wird es ganz sicher, aber ich behaupte ganz frech sie werden ziemlich fix (in den nächsten 2 Jahren) komplett aus sämtlichen Mobilgeräten verschwinden und 2 Jahre später aus den Desktops und Wohnzimmerechnern...

    Sie werden auch einen Teil des Marktanteils bei externen abgeben müssen und ihr leben von da an in dunklen kammern mit kleinen NAS und Homerserverlösungen fristen, sowie überall dort wo massiv Daten gehortet werden ;)

    Denk mal zurück, vor 2 Jahren war XP noch weiter verbreitet als alles andere, und somit Trim auch nicht überall vorhanden, SDDs haben noch ~ 2 € / GB gekostet... ich würde sagen jetzt ist der finale durchbruch da... wenn ich sehe, daß wir hier bei den Konfi's praktisch keine mehr ohne SSD aufmachen :D
    schöne neue welt *g*
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  • Hatte euer Exemplar auch eine akustische Einschalt- bzw. Zugriffskontrolle?
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  • Das Zirpen haben viele SSDs. Angeblich bohrt Samsung ja schon an dem Problem. Das Uebrigends zum Thema: SSDs sind geraeuschlos ^^. Meine damalige KLingspec SLC-SSD war lauter als die WD 320Gbyte in meinem alten Notebook ^^
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  • Netzwerkkontroller, zumindest von Intel, zirpen auch sehr gerne.
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  • das ist aber ungefähr so, wie einen dacia der ersten generation mit einem brandaktuellen Golf vergleichen zu wollen :-P
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  • Die HDs werden in Grösse und Rate immer weiter nach oben ziehen.

    1TB SSD wird immer ein Vielfaches der rotierenden Platte kosten.

    Ein Cineast wird zum Beispiel nie eine SSD wollen. Wollen vielleicht schon, aber weder zahlen noch brauchen. Ob der Film jetzt 20ms frühen oder später startet, die Transferleistung reicht für F-HD-3D.
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  • Age of Extincion wurde in dual 4k 3D mit 60 fps gefilmt... wobei ich mir bei den 60 fps nicht ganz sicher bin, anyway,
    die nutzen pro 4 k sensor eine 512 GB SSD fürs speichern *g*
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  • Bei Anand gibts auch noch mehr Details bzgl. V-Nand etc. Samsung plant bis 2017 1 Terabit Chips zu fertigen, die jetzigen der 850 Pro haben 86 Gigabit in 40nm. Da ist noch vieeeeel drinn.

    Hätte ich Aktien von Western Digital oder Seagate würde ich langsam aber sicher ans verkaufen denken...
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  • Quote:
    Höchstwahrscheinlich kommt auf Samsungs kleinerer 850 Pro Flash mit einer geringeren Speicherdichte zum Einsatz:
    Höchstwahrscheinlich ist diese Aussage Blödsinn: Die Anzahl der Chips wird für jede kleinere Größe halbiert - habt ihr selbst geschrieben. Wäre die Datendichte obendrein halbiert (oder sonst wie reduziert), müssten wieder mehr Chips verbaut werden, sonst geht das rechnerisch nicht auf.

    Quote:
    Average Data Rate (Busy Time)

    Grauenhafte Formatierung! Ja, es hätte hier wohl gereicht, wenn das Busy Time in die zweite Zeite gerutscht wäre, oder durch einen Teilsatz ergänzt worden wäre. Oder man hätte es einfach weggelassen. Aber so ist es verwirrend: Was jetzt? Durchschnittliche Datenrate oder Busy-Time? Oder die "Average Data Rate / Busy Time" oder "Average Data Rate during busy time"?
    Gemeint ist wohl das letzte, die durchschnittliche Datenrate in den Abschnitten, in denen das Laufwerk beschäftigt war.
    Es ist eine Kleinigkeit, aber es verwirrt, da man erst wieder genau nachschauen muss, was angegeben wird. Die Busy-Time an sich ist nämlich auch durchaus interessant, da sie angibt, wie schnell ein Laufwerk die Anfragen abarbeitet und für neue Aufgaben bereitsteht.

    Mir gefällt der Test überhaupt nicht. Zudem kann ich die Zugriffszeiten der hier getesteten 840 Pro nicht ganz nachvollziehen, da es das erste mal ist, dass sie in einem Test so "schlecht" abschneidet.
    Aber selbst davon abgesehen geht das 840-pro-Gebashe in dem Artikel für meinen Geschmack zu weit: In vielen Tests ist sie quasi gleich auf. Nicht selten mit dem 256 GB Modell sogar vor der größeren(!) 840 EVO, die zu Anfang wer weiß wie gelobt wurde, obwohl sie in allen anderen Tests, an die ich mich erinnern kann, insgesamt HINTER der 840 pro lag (zumindest bei gleicher Speicherkapazität) - abgesehen vom Preis ist die pro nämlich die bessere SSD.

    Und bei homöopatischen Geschwindigkeitsunterschieden in der Service Zeit gleich in Jubel auszubrechen ist lächerlich!
    Zitat:
    Quote:
    Samsung muss irgendwie auf magische Rituale aus dem Mittelalter zurückgegriffen haben, denn die Service-Time der 850-Pro-Reihe beim Lesen befindet sich in einem Bereich, den wir uns vormals nicht einmal hätten erträumen können.
    Dann schaut man fassungslos nochmal in die Tabelle und sieht:
    840 pro: 220µs, 850 pro: 218 µs
    Huiiiiiiii, das ist ja fast ein ganzer Prozentpunkt! Gigantische 2 µs Unterschied!

    Mit verlaub: Das interessiert tatsächlich keine Sau.
    Selbst wenn man nun fair ist und betrachtet, dass die etwas größeren um 15 µs flotter sind: Der Unterschied zu der bisherigen 840 pro liegt bei deutlich unter 10% (7,7% geringere Servicezeit, wenn ich die schnellste 850 pro nehme)
    Man bedenke, dass die ach-so-tolle 840 EVO 12 µs langsamer ist als die 840 pro. Da verliert niemand ein Wort drüber - bei 2 bis 18 µs ist es aber "unvorstellbar"?
    Ach bitte... Das ist eine maßlose Übertreibung, die in Anbetracht der Messwerte lächerlich erscheint.

    Die Schlussfolgerung im Artikel ist aber auch klasse. Wir erinnern uns: Der Controller der SSD ist um stattliche 33% höher getaktet und wurde auch sonst optimiert (was der Schreiber erst später zugegeben hat, nachdem er zu Beginn behauptete, dass der Controller identisch wäre):
    Quote:
    Ohne weiteres Detailwissen über versteckte Optimierungen an der SSD müssen wir also zunächst einmal davon ausgehen, dass dieses Performance-Plus gegenüber der Vorgängergeneration auf den V-NAND zurückzuführen ist.
    VERSTECKTE OPTIMIERUNGEN? Der Controller ist angepasst und um ein Drittel schneller getaktet. Wie wäre es denn, wenn man dies als Hinweis nehmen würde, warum ein Vorgang innerhalb der SSD schneller abgeschlossen werden kann?

    Und damit kommen wir auch automatisch zu meinem Favoriten: Der Quatsch mit dem Controller:
    Quote:
    Die 850 Pro verwendet denselben hauseigenen Samsung-MEX-Controller wie schon die 840 Evo. Der mit 400 MHz taktende Controller offeriert ordentlich Rechenleistung.
    ...wenige Zeilen später...
    Quote:
    Der Controller der 840 Evo taktet 100 MHz niedriger als der der 850 Pro und unterstützt noch nicht Samsungs neueste Features.
    Hä? Es ist aber doch "derselbe ... MEX-Controller" wie in der Evo. Was denn jetzt? derselbe oder doch ein überarbeitetes Modell? Es ist ja nicht einmal (funktionstechnisch) derselbst mit mehr Takt - es ist offensichtlich eine Weiterentwicklung!

    Und dann die dollen Vergleiche mit Pringles-Dosen (Wieso nicht einfach nur "Konserven"? Da hätte man keine Marke nennen müssen und sie sind besser zu stapeln) und Strommasten... Bringt *nichts* von der Anschauung, erklärt nichts und ist wirklich nicht hilfreich.
    Das schöne an den NAND-Zellen ist schnell zusammengefasst: Neue Form (man sieht die schön großen Grenzflächen des zylindrischen Aufbaus) und die sich ergebende Stapelbarkeit.

    ....

    Der Artikel ist Käse, die SSD ist gut. Aber nicht unglaublich mega toll. Wirklich gut, eine schöne Weiterentwicklung. Vor allem dank der 10 Jährigen Garantie! Das ist ein Kaufargument!
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  • oh mann Ghost, bist Du mit dem falschen Fuß aufestanden? solche Artikel werden unter enormem Zeitdruck übersetzt, da kann so ein quatsch wie mit der Geschwindigkeit des MEX schon mal passieren -.-
    Und die SSD ist super, weil die Chips das Preisgefüge auf dem Markt mittelfristig komplett umkrempeln werden, so wie der Schritt von SLC zu MLC oder MLC zu TLC...

    Edit: Korrektur ist bereits in Arbeit!
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  • Wird Zeit für SATA IV.. Immerhin schafft die neueste Generation an M.2 ja nominell 32Gbit/s, SATA hängt noch bei schlappen 6... Und die jetzigen SSDS werden durch die Schnittstelle ausgebremst, nicht durch irgendwelche verbauten Controller. Meistens zumindest.
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  • Sata IV sehe ich aber in absehbarer zukunft nicht, es geht richtung Sata Express, was ja eigentlich schon wieder PCIe ist...

    die frage ist damit dann quo vadis sata? Für Festplatten können wir wohl noch 20 Jahre damit leben, bei SSDs sicher nicht, ich vermute ganz stark,
    ssds werden immer mehr richtung PCI gehen, einfach weil Sie es in sachen Speed auch erreichen...
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  • Sata ist nun tatsächlich schon zur Bremse geworden.
    Und die ZukunfT? PCIe - zumindest vorläufig. Dann werden die Controller minimal angepasst - sofern noch nicht geschehen - und die Umsetzung PCIe->SATA entfällt. :) Für Latenzen kann soetwas eigentlich nur gut sein.

    Ich bin gespannt, wie die Entwicklung weitergeht.
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  • Frage dazu an die Fachleute - kann man inzwischen von PCIe booten oder muß da immernoch der umweg über USB initialisierung gegangen werden?
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  • Stimmt, SSDs haben sich wohl final durchgesetzt. Ich denke aber schon, dass HDDs auch im Consumer-Bereich noch als Massenspeicher und Datengräber ihre Existenmzberechtigung haben - zumindest in der nahen bis mittleren Zukunft. Aber wie Teste schon sagt: Wenn die Pro-Gigabyte-Preise noch weiter sinken, braucht der Durchschnittsanwender keine HDD mehr. SSDs sind in allen Belangen schneller, leiser - nur halt eben noch teurer. Aber schon jetzt ist es doch so, dass man für die Systemplatte eines Notebooks oder PCs gar nicht mehr wirklich überlegen muss, ob es eine HDD oder SSD wird. Gute 240+ GByte große SSDs gibt es schon ab 90 Euro.

    Lediglich Spieler (also die bequeme Art Zocker wie ich, die 100+ Games installiert hat) oder digitale Sammler und Jäger brauchen eigentlich noch HDDs im Rechner. Office- oder Allround-Büchsen für den Mainstream-User kommen mit 256 GByte locker aus - zur Not wird halt irgendwann eine HDD oder zweite SSD nachgerüstet oder eine externe Lösung angeflanscht.

    Zur 850 Pro generell: Man sollte sie insofern nicht überbewerten, da sie letztlich eine Evolution darstellt und keine Revolution. Wie ja schon geschrieben bewegt sie sich am Limit dessen, was nach derzeitigem Stand der Technik möglich ist. Marginale Verbesserungen in der Performance, deutliche in Sachen Langlebigkeit und Qualität - und das bei generell sinkenden Marktpreisen. Große Durchbrüche darf man jetzt erstmal nicht mehr erwarten; es wird keine SSD kommen, die auf einemal dreimal so schnell ist - zumindest nicht bei vergleichbarer Infrastruktur.

    @derGhostrider: Auch wenn ich Deine Kritik im Kern absolut verstehen kann und fundierter Kritik jederzeit aufgeschlossen und korrekturwillig gegenüberstehe - Tese hat insofern recht, dass der Ton die Musik macht.

    Dieser Artikel ist von TH US produziert worden, wir haben die finale Fassung am Sonntag bekommen. Ich habe Sonntag abend dran gesessen, zwei Stunden geschlafen und gestern den ganzen Tag (von den üblichen und unüblichen Unterbrechungen aml abgesehen) damit verbracht - und ich wäre nicht fertiggeworden, wenn Kai nicht mit geholfen hätte. Selbst so sind wir gerade so zum Launch-Termin mit dem Ding fertiggeworden und waren stehend K.O. Jetzt, nach ein paar Stunden Schlaf, habe ich die Zeit und Muße, das Ding Korrektur zu lesen und die Brüche zu glätten (u.a. auch die übversetzten "Übertreibungen"), was sonst IMMER vor der Publikation geschieht.

    Und ganz generell nochmal @über den grünen Klee loben: Du hast Dir da ein Beispiel mit der "mittelalterlichen Magie" rausgesucht, dass höchstwahrscheinlich eine direkte Übersetzung mit müdem Hirn war. Aber das Fazit hast Du doch bestimmt gelesen, oder? Da steht ja eindeutig drin, dass wir sogar von einem Kauf ABraten, da ein Upgrade von einer anderen, guten SSD derzeit einfach überflüssig ist. Die 850 Pro ist eine exzellente SSD, darin stimmen wir überein. Einen wirklich überzeugenden Kaufgrund gibt es selbst angesichts von zehn Jahren Garantie (oder 150 TBW) für einen SSD-Besitzer nicht. Für Neueinsteiger ist sie dagegen derzeit (!) die SSD der Wahl.

    Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn nicht immere gleich die grobe Axt ausgepackt wird. Es gibt manchmal durchaus Gründe dafür, dass etwas nicht perfekt ist. Vor allem bei einer für den Konsumenten vollkommen kostenlosen Publikation, wie man vllt. auch mal anmerken sollte. Wenn Du jetzt fünf Euro für ein Magazin hingelegt hättest, dass dann besagte Fehler aufweist, könnte ich Deinen Ärger und deine Anspruchshaltung besser verstehen.

    Aber wir sind keine Halbgötter und weder die Umstände noch wir sind perfekt; Fehler passieren auch uns leider immer wieder - vor allem unter extremen Zeitdruck. Deswegen freue ich mich zwar jederzeit über fundiertes Feedback, das Fehler aufzeigt, so dass ich/wir sie beheben können. Aber die Polemik sollte doch bitte daheim bleiben und vllt. durch eine etwas positivere, freundlichere Grundhaltung ersetzt werden. Wenn wir wirklich so scheiße sind, dann lies uns einfach nicht. Es ist zwar weiß Gott nicht mein Ziel, dass Du oder ein anderer Leser geht (das Gegenteil ist der Fall), aber wenn Du das eh alles ätzend findest, dann lies es (oder besser: uns) einfach nicht.

    Wie wär´s damit: Wir bemühen uns, noch besser zu werden, und Du versuchst, uns wohlwollender zu betrachten bzw. ein bisschen Fehlertoleranz einzuräumen? Deal? ;)
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  • Ich glaube allerdings, daß damit schon eine kleine Revolution eingeleitet wird, aber weniger auf SSDs im allgemeinen, sondern auf den Markt...
    Ich bin nun mal in dem Sektor tätig und sehe tonnenweise neue Anwendungsgebiete durch die neuen Datendichten pro Chip...

    ich sag nur, Handy / Tablet mit 128 GB Flash? kein Problem, 2,5" SSD mit 2 TB? kein Problem, Flashkarten mit 1 TB? auch in Reichweite, Kleinstkamera mit 24 h Aufnahmeloop, kein ding, usw. usf....
    Das ganze mit verbesserter Haltbarkeit bei geringeren Fertigungskosten als bisher ;)
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  • PCIe hat aber auch recht hohe Latenzen. Auch da wird irgendwann nur noch die Datenrate ansteigen.
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  • Trickst du auch so rum bei der Schreibrate wie die 840 Evo? Also wenn der Cache im SLC-Modus voll ist wirds dann richtig langsam?
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