Samsung: NVMe-SSD mit 512 GB auf einem Chip

Unter der Bezeichnung PM971 hatte Samsung bereits im März eine NVMe-SSD im BGA-Format angekündigt , bei der der DRAM und der Speichercontroller in einem Chip untergebracht werden. Nun beginnt der Hersteller mit der Serienfertigung des Speicherlaufwerks, das vor allem in kompakten Rechnern zu finden sein wird. Denn die Koreaner stellen eine für die Größe enorme Leistung in Aussicht: Der Speicher soll Daten mit einem Volumen von bis zu 512 Gigabyte aufnehmen und - bei eingeschalteter TurboWrite-Technologie - im sequentiellen Modus wird eine Lesegeschwindigkeit von 1,5 Gbyte/s und beim Schreiben bis zu 900 Mbyte/s erreicht. Beim Lesen und Schreiben von zufälligen 4k-Blöcken werden 190.000 bzw. 150.000 IOPS erreicht.

Allerdings soll nicht der Eindruck entstehen, dass Samsung lediglich einen einzelnen Speicherchip verwendet. Vielmehr werden 16 V-Nand-Speicherchips (48 Schichten), die jeweils eine Größe von 256 Gigabit mitbringen zusammen mit einem vier Gigabit großen und in einer Strukturbreite von 20 nm gefertigten LPDDR4-Speichermodul sowie dem Samsung-Controller übereinander geschichtet. Das Ensemble misst schließlich 20 mm x 16 mm x 1,5 mm und wiegt ein Gramm.

Die PM971-NVMe-SSD wird nicht nur mit einer Größe von 512 Gigabyte angeboten, sondern ist auch mit 128 und 256 Gigabyte zu haben.

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8 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • derGhostrider
    Da kann man mal sehen, dass ein ein leichtes wäre SSDs mit irrwitzigen Speichergrößen zu fertigen, wenn man es nur wollte.
    Man stelle sich auch mal 4 Stück davon als M.2 NVMe bzw U.2 NVMe vor. Leistung und Platzangebot wären schon ganz nett!
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  • ShieTar
    Nachdem die 950Pro auf dem M.2-Format aber schon überhitzen kann, wird der kleine Chip in der Leistung wohl doch einige Kompromisse machen müssen. Und der Preis dürfte auch höher sein. Wenn 5% aller Speicherchips, Controller und DRAM-Chips bei der Fertigung aussortiert werden müssen, dann sind es bei der All-in-One-Fertigung schon 15% aller Chips. Und Ausschuss ist schlecht für den Preis.

    Ich denke der Chip ist eher für Hochleistungs-Tablets / Ultrabooks interessant, also als Ablösung fürs eMMC.
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  • derGhostrider
    Nunja, bevor die Dies gestapelt werden, werden die sicherlich getestet. Wäre ja irre defekte Dies zu stapeln und erst danach festzustellen: "Oh, Die 3 defekt. Nächster: Oh, Die 14 defekt..." Ausnahme: Es wären Spare-Dies gestapelt und man hätte eine Ausfallquote, bei der man mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit immer lauffähige Chips bekäme, ansonsten problemlos auf kleine Varianten der SSD gehen könnte: So als binning-Prozess.
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