SAN-Speicherbox statt Fileserver: Open-E iSCSI

iSCSI-Lösung von Open-E: Vergleichbar mit "iSCSI-on-a-Chip", denn sie bietet eine auf Linux basierende Software, die auf einem Flash-Speicher untergebracht ist und die per UltraATA angebunden wird.

"Direct Attached Storage (DAS) ist unflexibel, schafft Flaschenhälse und birgt hohen Administrationsaufwand. Die Zukunft liegt daher in netzwerkbasierten iSCSI-Speicherlösungen, um Speichereinheiten ortsunabhängig zu platzieren." So klingen die Botschaften der Speicherhersteller, die seit etwa drei Jahren die Runde machen. Trotzdem ist iSCSI der Durchbruch noch nicht gelungen. Woran liegt's?

Technisch gesehen ist iSCSI ein hervorragender Ansatz. Es gibt jedoch einige Barrieren, die nach wie vor überwunden werden müssen. Eine davon ist der hohe Investitionsgrad für eine Fibre-Channel-Infrastruktur, die für Hochleistungsumgebungen zwingend erforderlich sind. iSCSI ist die Abkürzung für Internet SCSI, wobei SCSI für das S mall C omputer S ystem I nterface steht, das Ihnen aus der Ecke der Festplatten-Schnittstellen im professionellen Umfeld bekannt sein sollte.

Das iSCSI-Protokoll wird verwendet, um Rohdaten des SCSI-Protokolls in IP-Paketen unterzubringen. Dadurch können diese Daten über Netzwerkinfrastruktur transportiert werden, als ob es sich dabei um eine lokale Schnittstelle wie etwa UltraSCSI handelte. Dank der Vielfalt bei IP-Netzwerken (man denke an PAN, WLAN, LAN über Ethernet oder Fibre Channel, WAN, MAN und das Internet) können Storage Area Networks (SANs) auf Basis von iSCSI beliebig große Distanzen überbrücken. Der limitierende Faktor ist letztlich nur die Leistungsfähigkeit der verwendeten Netzwerkinfrastruktur(en).

Somit leuchtet ein, dass sich ein SAN typischerweise innerhalb der Grenzen eines ausreichend schnellen lokalen Netzwerks bewegt. Damit wären wir wieder bei den technischen Barrieren angelangt: Storage-Applikationen, die eine Vielzahl von Client-Anfragen beantworten müssen, verlangen nach einer schnellen Netzwerkverbindung. So ist ein 100-Mbit-Ethernet zwar gut genug für iSCSI; in Produktivumgebungen aber fast immer zu langsam. Am gegenüberliegenden Ende des Spektrums steht Fibre Channel, welches zwar immer ausreichend schnell, aber für kleine und mittlere Unternehmen oft schlicht zu teuer ist.

Die schnelle Verbreitung von Gigabit-Ethernet bereitet derweil fruchtbaren Boden für iSCSI-Applikationen. Gigabit-Ethernet über Glasfaserkabel ist sicherlich die Ideallösung; jedoch halten wir GbE über Kupferkabel für die Lösung mit dem größten Potenzial, Storage-Anwendungen weg von direktem Anschluss und hin zu Netzwerkszenarien zu entwickeln. Attraktive Preise und die Abwärtskompatibilität zu 100-Mbit-Ethernet machen dies möglich.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
1 Kommentar
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Anonymous
    Auf Seite 16 scheinen wohl die Texte zu den Bildern durcheinander geraten zu sein...
    0