SAS-Expander LSI SAS6110 im Test
Inhaltsverzeichnis
- 1. SAS flexibel einsetzen
- 2. SAS löst SCSI ab
- 3. LSI SAS6160
- 4. Testkonfiguration
Der LSI SAS6110 ist der erste SAS-Switch, der pro Port eine Bandbreite von 6 Gb/s zur Verfügung stellt. Durch sein SAS-Zoning ist der Testkandidat ein Speicher-Organisationsprofi für professionelle Storage-Umgebungen.
Ein SAS-Switch dürfte Heimanwendern eher selten im Einkaufskorb landen, steht aber sicher bei Systemfachleuten auf der Shoppingliste, die eine SAS-Speicherlösung samt der darauf gefahrenen Anwendungen effektiv verwalten wollen. Hier kann unser Testkandidat mit einem Superlativ aufwarten, denn der von LSI angebotene SAS6160 ist der erste SAS-Switch, der pro Port eine Bandbreite von 6 Gb/s zur Verfügung stellt. Laut Hersteller wurde der SAS6160 entwickelt, um den Funktionsumfang von Serial Attached SCSI (SAS) in Direct-Attached Storage (DAS) Umgebungen signifikant zu erweitern. Doch bevor wir uns mit den technischen Details des Gerätes beschäftigen, gilt es zuerst die Frage zu beantworten, was ein SAS-Switch eigentlich genau für eine Aufgabe übernimmt.
Ein SAS-Switch macht sich die Expanderfunktionalität der SAS-Schnittstelle zu Nutze, die zwischen zwei Expandertypen unterscheidet. Der erste ist der Edge Expander, der zwischen Controller und Endgeräten eingehängt wird und ähnlich wie ein USB-Hub funktioniert: Über einen Edge Expander lassen sich an jedem SAS-Port bis zu 128 Endgeräte anschließen. Fanout Expander erweitern die Anschlüsse nochmal deutlich, denn sie werden zwischen Controller und Edge Expander geschaltet und stellen dann pro Controller-Port bis zu 128 Ports zur Verfügung. Die Kombination aus Edge Expander und Fanout Expander erhöht die Anzahl der maximal möglichen Endgeräte pro SAS-Controller auf 16.384.
Effziente Ressourcen-Zuteilung per SAS-Zoning
Der LSI SAS6160 fungiert als Expander-Abstraktion und bildet die zentrale Schnittstelle zwischen mehreren SAS-Controllern auf der einen Seite und mehreren, voneinander getrennten Speicherressourcen auf der anderen Seite. Der eigentliche Clou ist allerdings das vom Testkandidaten unterstützte SAS-Zoning, das seit Version 2.0 in den SAS-Standard aufgenommen wurde. Dieses bei SAS-Expandern mögliche Verfahren erlaubt es, die vorhandenen Speicherressourcen je nach Bedarf auf die vorhandenen Server zu verteilen. Das funktioniert sowohl für einen Verbund aus mehreren Festplatten (JBOD) als auch für einzelne Laufwerke. Je nach Zuteilung können die Ressourcen nur für einen bestimmten Server zur Verfügung stehen oder sich gemeinsam von mehreren Servern nutzen lassen. Praktisch: Administratoren können die Zuteilung per SAS-Zoning jederzeit und von zentraler Stelle aus per Software ändern und müssen daher die einzelnen Rechner nicht mehr separat konfigurieren.
Durch seine Punkt-zu-Punkt-Topologie erlaubt es der SAS-Switch zum einen, den verfügbaren Speicher jederzeit über neue Laufwerke zu erweitern. Zum anderen bietet sich ein solches Gerät damit für alle Server und Storageinstallationen an, in der Speicher schnell und flexibel zur Verfügung gestellt werden muss.
LSI sieht den Haupteinsatzzweck des SAS6160 daher auch bei Anwendungen rund um Cloud Computing-, Datenzentrums- und Managed Hosting-Umgebungen.

Bei einem Preis von 1700€ wohl eher im Serverbereich zu finden, für Privatanwender wohl zu teuer.
Interessanter Beitrag!
Najs 1700 Euro ist jetzt für eine größere Firma nicht wirklich das Problem,
gut das hier auch mal Storage Themen zum Einsatz kommen
"Für das optional erhältliche JBOD-Gehäuse LSI 620J (1U, 24 Einschübe für 3,5-Zoll-SAS/SATA-Laufwerke) sind nocheinmal rund x Euro fällig" ?