Wechselstrategie: Tipps zur Umstellung von 3,5-Zoll auf 2,5-Zoll

Einige Festplattenhersteller bieten Übergangsprodukte an, mit deren Hilfe die Umstellung auf den kompakteren 2,5-Zoll Festplatten-Formfaktor erleichtert wird. Hier ein Überblick.

Wir haben uns bereits mit den neuesten 2,5-Zoll-Enterprise-Festplatten befasst, unterschiedliche Kapazitäten innerhalb einer Festplatten-Familie analysiert sowie 2,5-Zoll- und 3,5-Zoll-Festplatten verglichen. Am wichtigsten dürfte zu diesem Thema jedoch der Artikel „Paradigmenwechsel: 2,5-Zoll-Festplatten im Unternehmensbereich“ sein. Bleibt noch, die Frage zu beantworten, wie kleine und mittelständische Unternehmen die Umstellung am besten angehen können.

Unter regulären Bedinungen macht es meist keinen Sinn, die vorhandene Hardware sofort durch neue zu ersetzen. Bei klassischen Servern, die bestimmte Anforderungen an die I/O-Performance erfüllen, kann es allerdings bestimmten Situationen angebracht sein, die Umstellung von 3,5 Zoll auf 2,5 Zoll anzugehen. Reine Storage-Server für eine Near-Line- und Offline-Speicherung wie sie z.B. für die  Datensicherung und Archivierung verwendet werden, dürften auch in den kommenden Jahren noch beim 3,5-Zoll-Formfaktor bleiben, da Festplattenhersteller für diese Verwendungsarten hervorragende Lösungen mit hoher Speicherkapazität im Angebot haben.

Durch den Kauf neuer Server oder den Austausch alter Maschinen durch neue Systeme lässt sich die Umstellung auf den 2,5-Zoll-Formfaktor natürlich leichter durchführen. Neue Rackmount-Lösungen, die auf 2,5-Zoll-Laufwerken basieren, nehmen weniger Leistung auf als vergleichbare Geräte und ermöglichen eine höhere I/O-Dichte pro Rack-Space-Unit.

Wie sieht es aber bei der individuellen Erneuerung von Hardwarekomponenten aus? Der Austausch einzelner Komponenten ist normalerweise dann sinnvoll, wenn dadurch höherer Kapazitäten oder eine besserer Performance erreicht werden können. Bei Servern ist es allerdings nicht unbedingt einfach, einzelne Komoponenten zu ersetzen, da diese im Vorfeld validiert werden müssen. Viele der neuesten Produkte sind für die produktive Verwendung in Business-Umgebungen womöglich noch gar nicht getestet und freigegeben worden.

Ein paar Übergangsprodukte, die schon fast Hybrid-Eigenschaften aufweisen, sollten die Übergangsphase erleichtern, denn schon heute wird klar: Der 2,5-Zoll-Formfaktor wird Mainstream-Server und Performance-Storage-Server dominieren.

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9 Kommentare
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  • Anonymous
    Man kann doch diese Verbreiterungsschienen beide auf eine Seite montieren, dann müsste doch der Anschluss genau in der Position einer 3,5" Platte sein ;)
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  • jo-82
    aredmannMan kann doch diese Verbreiterungsschienen beide auf eine Seite montieren, dann müsste doch der Anschluss genau in der Position einer 3,5" Platte sein

    Das hat Western Digital mit ihren Velociraptoren ja auch erst beim 2. Anlauf geschafft. ;)
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  • stevez
    Zitat:
    Man benötigt sehr viel Speicherplatz? Dann hat man keine andere Wahl, als auch weiterhin 3,5-Zoll-Laufwerke einzusetzen. Eine Kapazität von 3 GB pro Laufwerk ist seit ein paar Monaten im Verbrauchersegment erhältlich


    Ich denke mal es sind 3TB gemeint ;)
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  • Anonymous
    wollt mir letzten eine seagate momentus zulegen bis ich geh merkte das das ding och 2,5 zoll hatt entweder hab ich das immer überlesen oder ausgebendet
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  • Shini
    Wir haben bei uns auf 2,5" umgestellt, größenteils. Unsere neuen Blades haben nur noch 2,5". Natürlich geht sowieso alles in richtung Virtualisierung. Wir haben bereits mithilfe von ESX einige alte Srever erfolgreich virtualisieren können und sparen somit einerseits Platz und andererseits auch sehr viel Strom. Die 2,5" Laufwerke tragen in der Hinsicht dazu bei, den Nötigen Einbauplatz einzusparen. Weniger Bauhöhe = Mehr Rechenleistung auf gleichem Raum.
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  • zimmi
    @Shini

    Nunja, was den Platz betrifft:
    In einen HP DL180 G6 Server kriegt man etweder max. 12 3.5" Laufwerke à 2 TB oder 25 2.5" Laufwerke à 500GB
    Bei RAID5 mit Hotsspare ergeben dies 20TB vs. 11.5TB. Sollte HP dann ma die 1TB 2.5"ner brigen, dann wärends doch immerhin 23TB
    Aber da stellt sich noch die Frage ob 2 oder gar 4 2.5" Laufwerke wirklich weniger Energie verbrauchen als 1 3.5" Laufwerk. Und der Preis einer 2.5" Bestückung ist auch wesentlich höher.

    Was den 2.5" mit Virtualisierung zu tun hat, ist mir auch ein Rätsel.
    Der grösste Vorteil der 2.5"ner ist in Meinen Augen, dass man sie einfacher mit 10k oder 15k betreiben kann, was sie schneller macht.

    Wir haben z Bsp. für einen Virtualisierten Web- und SaaS-Server die Systempartitionen auf einem RAID1 über zwei 2.5"er und die Datenpartitionen auf einem 3.5er RAID5
    Damit fahren wir recht gut.

    In Netzwerk-Arbeitsplätzen, wo die Daten sowieso auf dem Server liegen, sind natürlich kleine und schnelle 2.5"ner auch einer Alternative.
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  • zimmi
    Nachtrag: Bei Blades macht es bezüglich der Baugrösse natürlich auch noch etwas mehr Sinn mit 2.5"ner zu fahren, da bei zwei 2.5er wohl kaum mehr Platz bei der Standardgrösse bleibt.
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  • Krampflacher
    Ich glaube, es geht vor allem um Arbeitsplatz-PCs. In meinem Buchhaltungsbüro liegen zB am Server ca. 5 GB an Programmen + 3 GB Daten, die Workstations dienen nur als Remote Clients. Da reicht sogar eine SSD aus, die leise, stromsparend und schnell ihren Dienst verrichtet.

    Auf allen PCs laufen stromsparende Prozessoren, wobei die CPU-schnellen VIA-Prozessoren den FPU-schnellen AMD Geodes im Business-Bereich davonlaufen. Alles lüfterlos.

    Das läuft bei uns schon seit fast 10 Jahren so, und ich lache immer, wenn ich sehe, was für laute Riesenkisten die Mitbewerber benötigen.

    P.S.: Die 2,5 " Festplatten liegen lose auf den DVD-Laufwerken, auf einem dicken Karton zur Entkoppelung ;-)
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  • marcolb
    Spar ich denn soviel Strom das sich die höheren Anschaffungspreise lohnen?
    Ich entsorge die wichtigsten Server immer nach 3 Jahren, da es sich um hochkritische Produktionssysteme handelt.
    Und die Masse an Daten liegt eh auf einer HDS.
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