Microsoft: CEO Nadella will das ultimative Mobilgerät

Microsoft hat es zwar mittlerweile geschafft, bei Tablets Fuß zu fassen - gerade 2in1-Geräte mit Tastatur werden heutzutage nur selten mit Android ausgeliefert.

Bei Smartphones scheint der Hersteller dagegen die Segel fast gestrichen zu haben: Seit dem Lumia 650, das im Februar präsentiert wurde, ist kein weiteres Microsoft-Smartphone mehr auf den Markt gekommen.

Und abgesehen von HP mit seinem Elite X3 und einem exklusiv für die Telekom mit Windows Phone bestückten Alcatel Idol 4S sind in diesem Jahr auch keine weiteren Smartphones anderer Hersteller mit dem Betriebssystem aus Redmond vorgestellt worden.

Alles Weitere blieben Andeutungen: Microsoft-CEO Satya Nadella ließ bei vielen Gelegenheiten durchblicken, dass ein neues Windows-Smartphone entwickelt werde, dass der Surface-Serie zugeordnet werden soll - manch einer wird diese Ankündigungen bereits als heiße Luft empfinden.

Nun hat Nadella gegenüber Australian Financial Review erneut unterstrichen, dass Microsoft an einem neuen Smartphone arbeitet. Allerdings geht es ihm dabei nicht darum, einfach nur einen weiteren Nachfolger der aktuellen Lumias zu entwickeln. Vielmehr wünscht sich der Microsoft-CEO das ultimative Smartphone, bei dessen Entwicklung keine Denkverbote existieren sollen - selbst Funktionen mit künstlicher Intelligenz würden angedacht.

Als Vorlage soll die Surface-Reihe gelten. Die Microsoft-Tablets wurden auf den Markt gebracht, als der große Boom bei Tablets eigentlich schon seinen Zenit erreicht hatte. Dennoch sind sie - nicht nur - aus Nadellas Sicht wesentlich innovativer als die iPads von Apple und feiern dementsprechende Erfolge.

Vermutlich werden die Redmonder dem Beispiel des Elite X3 folgen. Der große Vorteil des Windows-Ökosystems soll im Auflösen von Gerätegrenzen liegen, sodass ein (leistungsstarkes) Smartphone noch mehr als eigenständiger Desktop-Rechner genutzt werden kann als bisher. Ein Ansatz, der sich in dem wohl für den Herbst 2017 geplanten Windows-10-Update wiederfindet: Dann will die Softwareschmiede eine x86-Emulation für ARM-Prozessoren einführen.

Details blieb der Microsoft-Chef allerdings einmal mehr schuldig. Weder zu technischen Einzelheiten noch zu einem Zeitrahmen, wann mit einem entsprechenden Smartphone gerechnet werden kann, wurden weitere Aussagen getroffen.

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