SD-Speicherkarten im Test: 17 mal SDHC und SDXC im Standardformat

SD-Speicherkarten für Smartphones, Tablets, Digitalkameras und Notebooks können gar nicht schnell genug sein. Kein Problem für unsere 17 SDHC/SDXC-Testkandidaten, die teilweise Schreibgeschwindigkeiten von knapp 90 MByte/s erreichen.

Schnelle Speicherkarten sind nicht nur in Profigeräten wie Spiegelreflex- und Bridgekameras gefragt, sondern gehören mittlerweile auch bei vielen Consumergeräten zum Standardzubehör. So etwa bei Tablets und Smartphones, die meist nur einen recht spartanisch bemessenen Speicherplatz haben, der sich mittels SD-Karten aber ordentlich erweitern lässt, typischerweise um bis zu 32 oder 64 GByte.In diesen Mobilgeräten kommt heutzutage aber typischerweise eher die miniaturisierte Verwandschaft normaler SD-Karten zum Einsatz, von der wir einen Folgeartikel veröffentlichen werden.

Um die SD-Karte beziehungsweise ihre fortgeschritteneren Ausgaben SDHC und SDXC geht es auch im Folgenden. Wir haben alle namhaften Hersteller gebeten, uns eine repräsentative Auswahl ihrer SD-Karten zu schicken und erhielten eine recht bunte Mischung für unseren Vergleichstest. Zum einen hinsichtlich der Kapazität, die von 16 bis 128 GByte reicht und damit das Spektrum der derzeit verfügbaren SDHC/SDXC-Karten gut abbildet. Zum anderen unterscheiden sich die Testkandidaten teilweise deutlich voneinander, was die Geschwindigkeit angeht. Die flottesten SD-Karten im Test kommen auf sequenzielle Schreibraten von knapp 90 MByte/s, die langsamste Karte dagegen nur auf rund 10 MByte/s.

SD, SDHC oder SDXC?

Der Grundtyp der SD-Karten, die SDSC (Secure Digital Standard Capacity) oder einfach nur SD-Card, ist 32 x 23 x 2,1 Millimeter groß und kann bis zu zwei GByte an Daten aufnehmen. Die SDHC- und SDXC-Karten basieren auf einer erweiterten Spezifikation der SD-Karte und bieten bei gleichen Abmessungen deutlich mehr Kapazität. Die primär für Digitalkameras eingesetzte SDHC-Karte kommt auf bis zu 32 GByte Speicherplatz und setzt üblicherweise auf FAT32 als Dateisystem. Beim SDHC-Nachfolger SDXC werden die Schranken noch weiter geöffnet, denn hier sind aufgrund des exFAT-Dateisystems bis zu zwei TByte möglich. Derzeit im Handel erhältliche SDXC-Karten gehen allerdings nicht über 256 GByte Kapazität hinaus.

Im Prinzip ist es egal, ob man eine SD-, SDHC- oder eine SDXC-Karte kauft, sofern sie hinsichtlich Kapazität und Tempo genau zum jeweiligen Einsatzzweck passt. Allerdings kann eine SD-Karte eben nur maximal zwei GByte speichern. Beim Kauf einer SDHC-Karte (bis 32 GByte) oder SDXC-Karte (theoretisch bis zwei TByte, aktuell bis zu 256 GByte) sollte man sicher sein, dass die eingesetzten Geräte wie Kamera oder Kartenleser auch kompatibel dazu sind. SD-Kartenleser kommen beispielsweise erst einmal nicht mit SDHC-Karten zurecht - es sei denn, sie lassen sich mittels Firmware-Update dazu bewegen. SDXC-Karten sind wiederum nur eingeschränkt kompatibel zu SDHC- und SD-Kartenlesern. Im Zweifelsfall hilft ein Blick auf die Webseite des Herstellers, ob sich etwa eine ältere Digitalkamera oder ein Kartenleser durch ein Firmware-Update fit für SDHC- oder SDXC-Karten machen lässt.