Erste Seagate-SSD heißt Pulsar
Mit Seagate stellt der erste Festplatten-Hersteller nun eine Solid State Disk vor. Die Pulsar fasst 200 GB und ist auf hohe I/O-Leistung optimiert.
Noch stehen die Festplattenhersteller relativ fest hinter der mechanischen Festplatte. Um den Trend zu Solid State Drives (SSDs) kommt aber keiner herum, denn die Speicherlaufwerke ohne bewegliche Teile sind heute schon erheblich schneller als Festplatten und helfen zudem dabei, Energie einzusparen.
Seagate hatte den Schritt in diesem Jahr bereits angekündigt; nun folgte gestern eine Pressemitteilung. Die neue SSD-Familie nennt sich Pulsar und ist für den Enterprise-Markt gedacht. Zum Einsatz kommt sie somit bevorzugt in Blades oder High-Performance-Servern.
Durch die Ausstattung mit SLC Flash-Chips (Single Level Cell) ist in der Pressemitteilung von vergleichsweise hoher Performance die Rede: bis zu 25.000 I/O-Operationen pro Sekunden beim Schreiben und 30.000 beim Lesen sind eine Kampfansage; Seagate spricht allerdings vom Peak-Wert, so dass Werte in der Praxis geringer ausfallen dürften. Das 2,5"-Laufwerk wird vorerst bis zu 200 GB speichern und beim Lesen bis zu 240 MB/s erreichen. Schreibend sind 200 MB/s erreichbar. Auch die Ausfallwahrscheinlichkeit gibt Seagate bereits an: 0,44% im Durchschnitt sollen es sein. Die fünf Jahre Garantie für die Pulsar sind im Enterprise-Segment übrigens keine Besonderheit.
Vertrieben wird die Pulsar bisher über OEM-Kanäle. Aufgrund der hochwertigen Komponenten und des angepeilten Marktsegments ist die Pulsar bis auf weiteres für den Endanwender preislich kaum interessant - geneue Angaben liegen uns allerdings noch nicht vor.
Eine Besonderheit gibt es jedoch: Üblicherweise kommen bei Servern SAS-Schnittstellen zum Einsatz (Serial Attached SCSI), mit welcher die Pulsar bisher nicht verfügbar ist. Statt dessen verbindet sich das Laufwerk per SATA/300 zum System.
Nähere Infos zum Produkt gibt es bei Seagate: http://www.seagate.com/www/en-us/products/servers/pulsar/pulsar/
Nachtrag: WD korrigierte unsere Darstellung per Email, denn schon vor ein paar Wochen sandte WD eine ähnliche Pressemitteilung aus. Beide Laufwerke sind bis auf weiteres aber nicht im Einzelhandel zu haben.
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Na dann, her mit dem Test.
Eine 200GB SLC kannst du dir sowieso nicht leisten. Also was nützt dir ein Test? Hier bei THG wurden schon SSDs getestet, aber leider immer riesig große. Die Leistung einer 80GB X25-M hätte mich mal interessiert. Ich bin mir nicht sicher ob die Ergebnisse der 160BG Variante auf die 80GB übertragbar sind.
Kommt sobald wir so ein Ding bekommen.
Ein Artikel über Adaptecs MaxIQ kommt dafür vermutlich nächste Woche erst einmal. Dabei wird eine Intel X25-E SSD als Lese-Cache für vorhandene Arrays verwendet - interessante Sache!
Gruß
Patrick Schmid
@checkmate: die 80-GB-Version unterscheidet sich in der Performance kaum. Wir hatten allerdings auch noch keine aktuelle G2-Version mit 80 GB. Intel hat lediglich die große Variante als Presse-Samples angeboten.
@p0
Ja so war es. Es könnte ja sein, das sich durch nur 1/2 so viel verbaute Speicherbausteine die Performance verringert. Ich für meinen Teil warte auf die 3. Generation, weil die G2 80GB gabs ja ewig nicht zu kaufen.
also ich finde das etwas komisch.
machen eine "enterprise-würdige" SLC SDD und kein SAS interface.
wtf ??
Für was? Für MLC-basierte SSDs? Für alte SLC-basierte SSDs?
Also mir fällt da als erstes die Ankündigung einer anderen SSD hier auf THG ein, bei der von 160.000 IOs die Rede war. Das ist dann doch bedeutend mehr.
Die SSD von Seagate klingt ganz nett, aber nichtmal umwerfend. Das oder mehr erwarte ich sogar von der Micron SSD mit MLC-Chips, die letztens angekündigt wurde.