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Wortmann: Design, Verarbeitung, Eingabegeräte

Zwei Semi-Ruggedized Notebooks, zwei Ansätze: Wortmann Terra Mobile Industry 1280 und Panasonic Toughbook CF-53
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Design:

Entsprechend seinem designiertem Einsatzgebiet kommt das Wortmann im Kofferlook, den man als Markenzeichen von ruggedized Notebooks ansehen darf. Außen ist der Notebookdeckel silber, der Notebookboden schwarz. Auf der Innenseite findet sich ein 12" Touch-Display, eingesetzt in einen breiten schwarzen Rahmen. In diesem Rahmen eingelassen sind neben einem Fingerabdruck-Scanner und einer Webcam noch diverse andere Shortcut Buttons. Von links nach rechts befinden sich am unteren Bildschirmrand Knöpfe um: das Notebook An/Aus zu schalten, die Suche zu betätigen, den Bildschirm abzudimmen und den Bildschirm aufzuhellen. Auf der rechten Bildschirmseite am unteren Rand finden sich dann noch Knöpfe um: in die Einstellungen (WLAN an/aus, GPS an/aus u.a.m) zu gelangen, den Bildschirminhalt im Tablet-Modus zu drehen, ein Button, der individuell einstellbar ist und ein Reset-Knopf.

Die Tastatur-Handballenauflagefläche ist schlicht und funktional gehalten. Die Tastatur im klassischem Stil ist schwarz und besitzt eine schwarze Umrandung. Unterhalb dieser befindet sich mittig das recht kleine Mousepad mit den zwei Maustasten, ebenfalls in schwarz. Die Handballenablageflächen sind matt silbern. Gehäuse, Deckel, Innenseiten und Boden sind aus Kunststoff, darunter liegt ein Chassis aus einer Magnesiumlegierung. Das Wortmann besitzt wie bei ruggedized Laptops üblich einen Tragegriff, der sich zum besseren transportieren ausziehen lässt.

Verarbeitung:

Bei einem ruggedized Laptop erwartet man weder Knacken, Knarzen noch sonst irgendwelche Verarbeitungsmängel, schließlich zeichnet sich diese Geräteklasse ja durch besondere Robustheit aus, um auch im Gelände und unter widrigeren Umständen Einsatz finden zu können. Das Wortmann entspricht diesen Anforderungen auch. Das Kunststoffgehäuse fühlt sich mit seinen knapp 2,6 Kilo (inkl. Akku) zwar leichter an als das voluminösere Panasonic (3,4 Kilo), zeigt aber deutlich, dass es hart im Nehmen ist und nicht mit Samthandschuhen angefasst werden muss. Staub und Schmutz einer Baustelle kann das Gehäuse gut standhalten. Die Anschlüsse sind allesamt  durch kleine Gummilaschen vor Wasser und Staub geschützt. Auf Wassereinwirkungen sollte man beim Wortmann allerdings dennoch verzichten, zumindest von unten - dort finden sich viele kleine Öffnungen oder Lüftungslöcher, hinter denen das eine oder andere Bauteil liegt. Das ist leider nicht konsequent zu Ende gedacht.

Tastatur:

Bei der Tastatur handelt es sich um eine klassische Tastatur die laut Hersteller spritzwassergeschützt ist. Das bedeutet aber nicht etwa, dass man zwischen den einzelnen Tasten Dichtungsgummis oder “Schwimmhäute” findet. Bei Geräten der Semi-Ruggedized-Sparte geht es mehr um das mittelschwere Versehen zwischendurch, also beispielsweise das umgekippte Wasserglas. Dem soll die Klaviatur standhalten, und auch Regenschauer sollen den Nutzer nicht schrecken. Wie schon angedeutet darf das Wasser aber nicht von unten drohen, denn dort gibt sich das Wortmann im wörtlichen Sinne die eine oder andere Blöße. Gerade der feine Staub oder Sand einer Baustelle könnte dem Gerät so früher oder später zusetzen und die Funktionalität  beeinträchtigen.

Aber zurück zu den Kerntugenden: Die Tastatur hat einen schon fast festen Widerstand, der Anschlag ist ebenfalls eher fest, der Druckpunkt ist über die gesamte Taste immer eindeutig. Es entsteht ein gutes Tippgefühl. Die Tastatur hat zudem ein sehr leises Tippgeräusch, was ebenfalls einen guten Eindruck hinterlässt.

Trackpad:

Das Mauspad ist auch für die 12-Zoll-Klasse recht klein geraten, zum Navigieren reichen die 6,8 mal 3,7 Zentimeter allemal. Da der Bildschirm außerdem noch berührungsempfindlich ist, muss das Trackpad keine übermäßig große Fläche der Handballenauflage einnehmen. Das Mousepad reagiert gut und flüssig, die zwei Maustasten unterhalb des Trackpads haben einen guten Druckpunkt und lassen sich über die jeweils gesamte Fläche bedienen mit einem immer eindeutigen Druckpunkt.

Bildschirmtastatur und Stifteingabe:

Das Touchdisplay des Wortmann Terra Industry Mobile Industry 1280 funktioniert mit dem beigelegtem Stift, bzw. einem ähnlich spitzen Gegenstand oder einem Fingernagel. Letzteres ist aber die Variante, die am meisten Übung erfordert oder für die man dann schon Krallen benötigte. Das Display reagiert auf den Stift gut, schnell und eindeutig. Bei der Textverarbeitung kann man zwischen der Eingabe über die klassische Notebooktastatur, eine virtuellen Tastatur auf dem Touchdisplay, die dann über das Drücken der Buchstaben mit dem Stift funktioniert, oder einem Programm zur Handschriftenerkennung als Eingabevariante wählen.
Die beiden letzteren Eingabetechniken funktionieren eigentlich gut, aber je nach Haltewinkel braucht man viel Druck. Auf dem Tisch liegend, beispielsweise, muss man stark aufdrücken, weil es sonst zu Aussetzern in der Erkennung kommt. So hat man schon bald eine verkrampfte Hand. Hält man das Wortmann-Gerät aber wie ein Pad in der Hand, funktioniert es besser und entspannter. Es klappt also an sich, doch längere Texte, die über einfache Wortgruppen hinausgehen, wird  man dann wohl am liebsten über die klassische Tastatur eingeben. Das ist schneller, weniger Abhängig von der Ausrichtung und letztlich wohl entspannter.
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