Foxconn übernimmt Sharp – oder doch nicht?

Wie an dieser Stelle schon mehrfach berichtet soll die Schieflage des Sharp-Konzerns durch einen Verkauf des Unternehmens aufgelöst werden. Nach ersten Meldungen, dass der Aufstragsfertiger Foxconn an Sharp interessiert sei, bekundete auch ein japanisches Konsortium sein Interesse.

Letzten Endes bekam die Hon Hai Precision Industry Co. Ltd, die Muttergesellschaft von Foxconn, den Zuschlag für ihr Angebot, das mit 6,24 Milliarden US-Dollar um einiges höher war als das Angebot von INCJ (Innovation Network Corp. of Japan), die wohl eher auf das Nationalitätsbewusstsein setzte als auf die reinen finanziellen Mittel.

Jetzt liegen Medienberichten zufolge die Verhandlungen wieder auf Eis. Foxconn soll neue Unterlagen bekommen haben, nach denen die Verbindlichkeiten von Sharp um 300 Milliarden Yen (etwa 2,7 Milliarden US-Dollar) höher sein sollen als bisher ausgewiesen. Selbst Sharps eigene Geldgeber sollen über das Ausmaß nicht genau informiert gewesen sein.

Dennoch sollen die beiden Unternehmen weiterhin auf der Suche nach einer gemeinsamen Lösung sein, obwohl Analysten schon jetzt die Gefahr sehen, dass der Deal platzen könnte. Sie sehen dabei auch eine Wiederholung der Geschichte: Schon 2012 soll Foxconn an Sharp interessiert gewesen sein, zog sich aber unverrichteter Dinge aus nicht veröffentlichten Gründen zurück.

Die Sharp-Aktien verloren im Zusammenhang mit den Ereignissen innerhalb von zwei Tagen ein Viertel ihres Wertes, die von Foxconn gaben um 0,6 Prozent nach.

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