A-Trend ATC6240V
Board Revision: 2.0
BIOS Version: 2.1r01 (31. Januar 2000)

Von A-Trend erhielten wir das ATC6240V-01, das mit dem VIA Apollo Pro 133 (693A) und der South Bridge 596B bestückt ist. Zwei ISA sowie 5 PCI-Slots stehen für Aufrüstungen bereit. Nur dieses und drei andere Boards bieten vier DIMM-Steckplätze, was vor allem bei Speichererweiterungen interessant ist. Beim A-Trend-Board lässt sich der Hauptspeicher mit 33 MHz Differenz zum FSB betreiben, wodurch man PC100-Speichermodule in jedem Fall weiterverwenden kann. Damit ist es möglich, einen Prozessor bei 133 MHz FSB zu betreiben, während der Speicher mit 100 MHz betrieben wird - oder umgekehrt. Man hat dabei die Wahl zwischen herkömmlichen SDRAM-Modulen und 72 Bit ECC-Modulen.
Zur Wahl des Multiplikators müssen einige DIP-Schalter gesetzt werden, während der Bustakt des Prozessors automatisch erkannt wird. Von Interesse für Overclocker ist der Jumper JP11: Wenn dieser geöffnet ist, lässt sich der Bustakt unabhängig vom verwendeten Prozessor im BIOS einstellen.
Die sonstigen Features entsprechen dem Stand der Technik: Wake On Modem oder Wake On LAN, Infrarot-Anschluss, drei Konnektoren für Lüfter, zwei USB-Ports sowie 2x seriell und 1x parallel gehören zur Ausstattung. Gut gefallen hat uns auch das Design der Platine, denn selbst nach dem Zusammenbau lassen sich alle Schalter, Jumper oder Anschlüsse noch gut erreichen. Vor den Erweiterungssteckplätzen befinden keine Stecker, so dass keine Kabel über wichtige Bauteile geführt werden müssen. Außerdem hat man darauf verzichtet, Anschlüsse zwischen den Slots unterzubringen (Ausnahme: SB-Link). Der Sockel des Ein/Aus-Anschlusses ist weiß und daher recht schnell zu finden. Die anderen Pins könnten jedoch eindeutiger gekennzeichnet sein. Weiterhin müssen die Halteschienen für den Prozessor vom Anwender selbst montiert werden.
Über die Hälfte des Handbuches befasst sich mit dem BIOS. Sogar auf ein mögliches BIOS-Update geht das Manual noch ein. Zu kurz gekommen ist jedoch die anschauliche Anleitung zum Einbau des Prozessors oder Hauptspeichers. Anfangs wollten beide 3D-Spiele nicht laufen. Nachdem wir jedoch den Punkt "AGP Master 1WS Write" aktiviert hatten, lief alles wie gewünscht. Offensichtlich wird die Grafikkarte vom System schon recht zügig angesprochen, weshalb dieser zusätzliche Wartezyklus notwendig ist.Wenn Sie später einen Blick auf die Benchmarks werfen werden Sie feststellen, dass dieser Kandidat das zweitschnellste 693A-Board ist. Nur eine Kleinigkeit störte das Bild: Das BIOS scheint den Pentium III 800 offensichtlich noch nicht zu kennen und zeigte einen Pentium III 797 MHz an.
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