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Asus P3V4X

von

Board Revision: 1.02


BIOS Version: 1003

In Deutschland ist der Name Asus einer der bekanntesten. Den guten Ruf verdankt Asus einer hervorragenden Qualitätssicherung im eigenen Hause. Kaum eines der vielen getesteten Asus-Boards bereitete in unserem Labor Probleme. Auch das P3V4X scheint das wieder unterstreichen zu wollen. Es wartet mit guter Ausstattung auf: Angefangen bei den üblichen Wake Up-Features über Temperatur- und Spannungsüberwachung bis zu sechs PCI-Steckplätzen bietet dieses Board fast alles, was das Herz begehrt. Selbstverständlich sind zwei USB-Ports, zwei serielle sowie ein paralleler Anschluss und AGP 4x. Asus hat den AMR-Slot zugunsten eines weiteren PCI-Slots weggelassen. Wie man dem vollständigen Handbuch entnehmen kann, sind alle dieser Slots masterfähig. Außerdem lässt sich jedem im BIOS ein eigener IRQ von Hand zuordnen.

Asus bestückt dieses Board mit vier DIMM-Sockeln, die auch ECC-Speicher (72 statt 64 Bit) aufnehmen können. Zur Einstellung der Prozessorparameter hat der Anwender die Qual der Wahl: Per Jumper wählt man, ob man die gut beschriebenen DIP-Schalter oder das Soft-Menu im BIOS verwenden möchte. Nachteil bei den DIP-Schaltern: Man kann hier die Versorgungsspannung des Prozessors nicht beeinflussen. Für den erfahrenen Anwender empfehlen wir deshalb das SoftBios. Lang ist die Liste der möglichen Busgeschwindigkeiten - unabhängig von der Methode der Konfiguration: 66, 68, 75, 80, 83, 100, 103, 105, 110, 112, 115, 120, 124, 133, 140, 150, 155, 160 und 166 MHz können gewählt werden. Die beiden letzten Taktraten laufen jedoch nicht mehr sehr stabil.

Zwei der zehn DIP-Schalter dienen der Konfiguration des AGP-Busses (diese wiederum kann man im BIOS nicht vornehmen). Der AGP lässt sich mit vollem, zwei Drittel oder der Hälfte des FSB betreiben. Das ist nötig, um sowohl aus 66, 100 als auch aus 133 MHz FSB immer die notwendigen 66 MHz AGP-Takt zu gewinnen. Man kann mit diesen Schaltern den AGP natürlich auch bewusst übertakten. Das BIOS ermöglicht es außerdem, den Hauptspeicher mit vollem FSB-Takt zu betreiben oder im Verhältnis 4:3.

Kennen Sie noch die Fast Writes? Dieses AGP-Feature verursacht bei GeForce-Grafikkarten langsamere Bildraten. Um das zu verhindern, lässt sich diese Funktion im BIOS deaktivieren.

"Where do you want to boot (from) today?" - mit dieser hypothetischen Frage lässt sich am besten beschreiben, dass dieses Board keine Wünsche offen lässt: Man kann von Floppy, IDE-Festplatte oder CDROM-Laufwerk, LS120-Laufwerk, ZIP, MO, vom Netzwerk oder von SCSI booten.

Asus legt dem P3V4X einen kompletten Kabelsatz bei, einschließlich zweier IDE-Kabel (40-Pin sowie 80-Pin für UltraDMA/66). Nur die CPU-Halterungsschienen muss man leider noch selbst installieren.

Nicht gelungen ist die Lage des Floppy-Anschlusses. Dieser liegt ziemlich tief, fast zwischen dem AGP und dem ersten PCI-Slot. Das Floppy-Kabel könnte so für die Grafikkarte zur "heißen Sache" werden, denn deren Hitze könnte sich unter ungünstigen Umständen stauen. Also Obacht! Gerade ausreichend ist die Kennzeichnung der Pins im Anschlussblock für Power- oder Reset-Schalter.

Abschließend wollen wir Asus gratulieren, da der Hersteller das derzeit schnellste Pentium III-Motherboard mit VIA-Chipsatz herstellt und dieses mit umfangreichen Erweiterungsmöglichkeiten ausstattet.

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