[Kurztest] Shuttle DS47: Sparsamer Slim-PC für spezielle Aufgaben

Shuttle DS47: Ein Slim-PC für besondere Aufgaben.Shuttle DS47: Ein Slim-PC für besondere Aufgaben.

Wir haben uns inzwischen ja schon einige Nettops angeschaut, und wer den großen Überblick will, der findet ihn in unserem Plattformvergleich. Auch neuere Modelle mit Trinity- oder Ivy-Bridge-Innenleben hatten wir inzwischen im Programm. Alle hatten eines gemeinsam: Sie waren durchweg für den ganz normalen Anwender gedacht. Shuttle, mit der XS35-Familie ebenfalls bereits in unserem Testlabor vertreten, bringt mit dem Slim-PC DS47 nun aber ein Gerät, das von der Technik her zwar hundertprozentig in die Kategorie Nettop passt, sich aber eher an Unternehmen richtet. Der Einsatzbereich des Barebones ist dabei recht breit und reicht laut Shuttles Vorstellungen vom Micro-Server oder Media-Center über Digital Signage bis zur Steuerung von Industriemaschinen.


Diesen letzten Punkt verdankt der kleine schwarze Quader mit den Lüftungslöchern an den Schmalseiten nicht zuletzt den inzwischen selten gewordenen COM-Ports (alias RS232), die an der Front senes komplett aus Metall bestehenden Gehäuses sitzen. Viele ältere Geräte setzen diese noch als Anschluss voraus. Doch auch bei den moderneren Anschlüssen muss man keine Abstriche machen, denn an der Front finden neben dem Ein/Aus-Taster noch ein Kartenleser und vier USB-2.0-Ports. Das rückseitige Anschlussfeld bietet zwei USB-3.0-Ports, zwei Teaming-fähige Gigabit-Ethernet-Anschlüsse, die Audiobuchsen sowie je einen HDMI-1.3- und einen Dual-Link DVI-I-Ausgang. VGA Monitore lassen sich per entsprechendem Adapter anschließen. In Funknetzen bewegt sich der Mini-PC dank Mini-PCIe-Karte in halber Bauhöhe per 802.11n-WLAN. Kleines Schmankerl: Mit einer VESA-Halterung lässt sich der DS47 hinter einen Monitor hängen.

Angetrieben wird der DS47 übrigens nicht etwa von einem Atom-Prozessor sondern von Intels Celeron 847, also einem kleinen, abgespeckten Sandy-Bridge-Ableger. Seine zwei Kerne takten mit 1,1 GHz und teilen sich 2 MB L3-Cache, doch Hyper-Threading und Turbo Boost gibt es hier nicht. Die integrierte HD Graphics reicht für die alltägliche Desktop-Arbeit und das angepeilte Einsatzgebiet sicher aus. Große Sprünge in Sachen 3D kann man damit aber garantiert nicht machen. Die GPU rangiert immerhin noch unterhalb der HD Graphics 2500 und muss beispielsweise ohne einige der Videofähigkeiten in Hardware auskommen. HD-Videos lassen sich zwar bis 720p noch wiedergeben, aber das Abspielen geht dann schon mächtig über die CPU-Kerne. Genau diese CPU haben wir übrigens schon einmal im Gigabyte-Tablet S1082 angetroffen, während in Zotacs ZBOX ID80 der etwas schnellere Celeron 857 steckte. Da es sich wie erwähnt um einen Barebone handelt, muss man RAM (SO-DIMMs!) und Datenspeicher noch selbst beisteuern. Wir spendierten dem Slim-PC 4 GB RAM und eine SandForce-1-SSD.

Klappe auf, RAM und SSD rein, Klappe zu!Klappe auf, RAM und SSD rein, Klappe zu!

Kleine Anmerkung am Rande: Weil das kleine Kistchen nur passiv gekühlt wird, muss man es hochkant mit dem DVI-Port oben aufstellen, damit es keinen Hitzestau gibt sondern die warme Luft nach oben durch die gelochten Seiten abziehen kann. Zwei Teaming-fähige Gigabit-Ethernet-Ports findet man nicht überall.Zwei Teaming-fähige Gigabit-Ethernet-Ports findet man nicht überall.

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2 Kommentare
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  • Interessant - Hätte es gut gefunden, wenn der tatsächliche Stromverbrauch im Artikel mit drin gestanden hätte. So bin ichs sonst von tomshardware gewohnt. Greets
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  • Das Gerät macht qualitativ einen sensationellen Eindruck - nur schade, dass der eingesetzte Netzwerkadapter (Realtek 8111G) kaum supportet wird von den Betriebsystemen. Gerade PFSense bzw FreeBSD 8 und 9 laufen noch nicht auf diesem Gerät.
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