Bundestrojaner soll auf Smartphones und Tablets kommen

Wie der Rechercheverbund von NDR, WDR und SZ berichtet, plant das BKA die Entwicklung einer eigenen Software zur sogenannten Quellen-Telekommunikationsüberwachung von "mobilen, internetbasierten Endgeräten".

Quellen-TKÜ bedeutet, dass gesendete Daten vor einer eventuellen und inzwischen etwa bei Instant-Messengern üblichen Verschlüsselung abgegriffen werden.

Der Bundestrojaner für PCs und Laptops wurde nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2008 schließlich vom BKA selbst entwickelt, da kommerziell erhältliche Produkte die hohen rechtlichen Hürden nicht erfüllen konnten - die auch für die mobile Version der Schnüffelsoftware gelten dürften.

Das Gericht formulierte damals die Notwendigkeit zu tatsächlichen Anhaltspunkten zu einer konkreten Gefahr und verbot zudem das Abgreifen von lediglich auf dem System gespeicherten Daten. Für die Strafverfolgungsbehörden ergäbe sich immerhin die Möglichkeit, verschlüsselte Kommunikation durch die Hintertür zu belauschen. Mit dem Smartphone gemachte Fotos wären aber Tabu - zumindest auf dem Papier.

Der Smartphone-Trojaner und weitere, sogenannte "operative IT-Systeme" sollen 50 Millionen Euro kosten. Wie viel davon auf den Trojaner entfällt, ist nicht bekannt. 

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1 Kommentar
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  • nonexistent
    Das ist doch gar nicht mit dem Grundgesetz verein ... aaaach deswegen wurde das neulich weggeschlossen. Klar, macht Sinn.
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