Heißer Flachmann: KFA2 / Galax GTX 1070 Katana im Test

Taktraten und Temperaturen

Temperaturen und Taktraten

Jetzt schließen wir den Kreis wieder zu dem, was wir auf Seite 3 zu den Optimierungen geschrieben hatten. Da Leistungsaufnahme und GPU-Temperaturen beim Gaming-Loop und dem Stresstest sehr ähnlich ausfielen (mit eben dieser einen bewussten Ausnahme des Gaming-Loops im offenen Aufbau), konzentrieren wir uns an dieser Stelle der besseren Übersichtlichkeit halber ausnahmsweise nur auf den Gaming-Loop im Vorher-Nachher-Vergleich. Zur Veranschaulichung reicht das nämlich.

Sind es vorher noch 83°C und das erwähnte Temperatur-Target, sowie ganze 1519 MHz oder 90°C und die gefährlichen Hitzewallungen der GPU, dafür aber mit etwas über 1700 MHz, fallen die Temperaturen dann nach dem Eingriff bei den Einstellungen planmäßig auf angenehmere 80°C. Weniger ist technisch kaum möglich, will man sich nicht in ein offenes Schlafwagenabteil begeben, in dem einem der Fahrtwind alle Illusionen aus dem Gehirn bläst.

Aber es reicht aus, um zumindest an der 1700-MHz-Marke dauerhaft zu kratzen. Die fehlenden 20-30 MHz wird man gönnerhaft wegstecken können, denn in der Praxis merkt man diesen Taktunterschied gar nicht. Allerdings ist die Karte im offenen Aufbau so immer noch signifikant schneller, als das Original im thermischen Limit.

Temperaturanalyse der Platine im Gaming-Loop

Da sich die Vorher-Nachher-Vergleiche auch optisch geradezu aufdrängen, haben wir auch für die Platine unsere IR-Kamera bemüht und beide Einstellungsvarianten sowohl im offenen, als auch im geschlossenen Aufbau durchgeführt. Die knapp 82° repräsentieren die Karte im Throttling bei 83°C CPU-Temperatur, während man auf der rechten Abbildung die volle thermische Aura der Katana bewundern darf. Zum Vergrößern bitte einfach auf die Grafiken klicken.

Nach unserer Schaumbremse sehen beide Temperaturerfassungen fast schon human aus und man sieht zudem zwischen offenen und geschlossenem Aufbau kaum noch einen Unterschied. Auch akustisch hält sich hier das Ergebnis die Waage, aber wir wollen nicht vorgreifen

Temperaturanalyse der Platine im Torture-Loop

Die Kurven der GPU-Diode haben wir uns gespart, denn sie waren sehr ähnlich, fast schon deckungsgleich zu denen des Gaming-Loops. Was aber auffällt, ist die doch sehr unterschiedliche thermische Belastung im Bereich der Spannungswandler und einiger Speichermodule.

Mit den neuen Einstellungen ist auch jetzt Ruhe, denn die bis zu knapp 107°C im Bereich der VRM sind nun endlich Vergangenheit. Es ist wirklich erstaunlich, dass ein nur moderat verringertes Power Target solche Veränderungen bewirken kann.

Als Zwischenfazit kann man festhalten, dass man performancemäßig und auch temperaturbezogen locker auf, bzw. sondern über dem Level einer GeForce GTX 1070 Founders Edition agieren kann. Zumindest dann, wenn man genügen Luft zuführt und nicht gar zu verschwenderisch an der Steckdose ist.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
8 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Gammablitz
    Kann es sein, dass im "tabellarischen Vergleich zu den anderen, relevanten Grafikkartenmodellen" ein paar Werte verrutscht oder nicht korrekt sind?
    0
  • DragoCubX
    Ist mir auch aufgefallen. Da ist wohl was durcheinandergeraten.
    0
  • FormatC
    Ja, danke für den Hinweis. Ich habe einfach mittendrin aufgehört, als was dazwischenkam und dann vergessen weiterzumachen :)
    0
  • Epsylon
    Spontan fällt mir noch der Scyte Katan CPU Kühler ein. Bei Unboxing, Abmessungen und Anschlüsse sind Höhe und Einbautiefe vertauscht.
    Der DVI Anschluss ist wirklich Sinnlos. Schöner Test sehr gute Einleitung! :D
    0
  • FormatC
    Die Höhe steht für den Wert von OK Mainboardslot bis OK Gehäuse, die Tiefe ist die Kartendicke.
    Das wird überall so angegeben und steht auch noch beschrieben im Artikel. Das passt schon. :)
    0
  • Epsylon
    Okay das verdreh ich gerne mal :(
    0
  • geist4711
    kleiner komentar was AMD hätte machen können: ja, sie hätten solch eine schaltung machen können ABER, wenn man bedenkt das ein mainboard mehrere PCIE-slot's hat und man somit davon ausgehen muss das die versorgung also auf die ströme mehrerer eingesteckter karten ausgelegt sein dürfte, sollte es wenn ein anschluss mehr als in den spec's angegeben ist belastet wird, zu keinerlei problemen kommen und, nicht nur die AMD-karten hatten schon solche 'fehler' in der auslegung.
    verstehe den wind der darum bis heute gemacht wurde absolut nicht und erstrecht nicht das man immerwieder so darauf rumreitet. hat man das beim speicher der nv-karten auch gemacht, jedesmal bei jeder sich bietenden gelegenheit da wieder drauf rum zu reiten? kam mir nicht so vor, das wurde ehr so übernommen wie nv sich dazu geäussert hat und kaum mehr erwähnt, ausser wenn es nichtmehr zu verstecken war, nämlich dann wenn der treiber es auch mit allen mitteln nichtmehr verhindern konnte wenn ein programm den vollen angegebenen speicher der karte dann auch erzingen wollte zu nutzen...
    0
  • FormatC
    Der Unterschied ist, dass es für den PCIe knallharte Normen gibt, die nicht ohne Grund existieren, während es beiim RAM um eine nicht entschuldbare, aber ungefährliche Kundenverarsche ging.. Es geht bei der PCI SIG Geschichte auch weniger ums Mainboard an sich und die Anzahl der Slots, sondern um die Kontakte der Steckverbindungen. AMD muss sich vorwerfen lassen, aus einer Karte mit urspünglich geplanten 125 bis 130 Watt Boardpower eine 170-Watt-Karte gemacht zu haben. Nur um der 1060 nachzujagen. Das gesamte Layout sieht aus, als hätte man 1000 bis 1100 MHz geplant gehabt und erst im allerletzten Moment die Brechstange rausgeholt.

    Viel schlimmer, dass es heute noch Firmen wie XFX oder HIS (eine Konzernschwester) gibt, die sogar über 7 Ampere durch den PEG jagen. Das ist verantwortungs- und gedankenlos. Normen sind dazu da, um sie einzuhalten. Punkt. Wegen alberner drei USD auf einen Balancer zu verzichten, sind Geiz und Gottvertrauen. Und ja, es gibt mittlerweile so einige üblere RMA-Fälle wegen dieser Karten.
    0