Heißer Flachmann: KFA2 / Galax GTX 1070 Katana im Test

Lüfter und Lautstärke

Drehzahlen vor und nach der Änderung

Betrachten wir uns nun die Lüfterdrehzahlen vor und nach unserem kleinen, operativen Eingriff. Auch wenn sie eigentlich mit dem Original-BIOS niedriger hätten ausfallen müssen, sind die Lüfterdrehzahlen im 90°C-Bereich jenseits von Gut und Böse. Nur wenn die Karte ins 83°C-Limit läuft, blieben die Drehzahlen moderat. Nur liegen dann auch nur 1519 MHz an und die Karte hungert sich bei 112 Watt Leistungsaufnahme einen Ast.

Die neuen Einstellungen (blaue Kurve) bewirken eine etwas feinere Regelung der Drehzahlen, denn die Drehzahlen nach Erreichen der 90°C-Endstufe mit den originalen Einstellungen (gelbe Kurve) liegen sogar deutlich und vor allem auch konstant höher.

Geräuschemission ("Lautstärke") und Klangcharakteristik

Diesmal müssen wir mit dem Idle und den im BIOS definierten Leerlaufdrehzahlen beginnen. 43% sind einfach zu viel, zumal der Lüfter einen relativ tieffrequenten Grundteppich auslegt. Die knurrigen Motorgeräusche sind deutlich hörbar, zumal sie sich auch über die festverschraubte Karte ans Gehäuse übertragen können. Eine externe Lüfterregelung sieht den Aufbau dann mit etwas unter 34 dB(A) im Vorteil, würde man im Leerlauf 30% als Mindestuntergrenze setzen.

betrachten wir nun zunächst einmal den Worst Case! Mit dem Original-BIOS erreicht die Karte, egal ob nun mit Witcher 3 oder Furmark, locker die 90°C-Marke, was man dann auch überdeutlich hört. Knapp 53 dB(A) sind eine akustische Pein und nichts für zartbesaitete Schreibtischhocker.

Grund genug also, auch bei der Lüfterkurve etwas nachzubessern. Mit etwas niedrigeren Drehzahlen und geringerem Power Target lässt sich unter Volllast auch die 50-dB(A)-Marke locker erreichen bzw. knapp unterschreiten. Dann aber mit immerhin 10°C weniger und endlich auch deutlich unterhalb der thermischen Belastungsobergrenze.

Sogar der Stresstest über einen längeren Zeitraum wird mit Bravour bewältigt und es wird dabei kaum lauter. Wer einen Flachmann benötigt, wird mit dieser Bombe leben müssen und können, denn man muss die Naturgesetzte nun einmal respektieren.

So gesehen ist die Katana eine saubere Lösung, denn einen akustischen Leisetreter wird man in dieser Abwärmekategorie wohl nie erwarten dürfen. Nennen wir es einfach mal Einsicht in die physikalischen Gegebenheiten.

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8 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Gammablitz
    Kann es sein, dass im "tabellarischen Vergleich zu den anderen, relevanten Grafikkartenmodellen" ein paar Werte verrutscht oder nicht korrekt sind?
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  • DragoCubX
    Ist mir auch aufgefallen. Da ist wohl was durcheinandergeraten.
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  • FormatC
    Ja, danke für den Hinweis. Ich habe einfach mittendrin aufgehört, als was dazwischenkam und dann vergessen weiterzumachen :)
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  • Epsylon
    Spontan fällt mir noch der Scyte Katan CPU Kühler ein. Bei Unboxing, Abmessungen und Anschlüsse sind Höhe und Einbautiefe vertauscht.
    Der DVI Anschluss ist wirklich Sinnlos. Schöner Test sehr gute Einleitung! :D
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  • FormatC
    Die Höhe steht für den Wert von OK Mainboardslot bis OK Gehäuse, die Tiefe ist die Kartendicke.
    Das wird überall so angegeben und steht auch noch beschrieben im Artikel. Das passt schon. :)
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  • Epsylon
    Okay das verdreh ich gerne mal :(
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  • geist4711
    kleiner komentar was AMD hätte machen können: ja, sie hätten solch eine schaltung machen können ABER, wenn man bedenkt das ein mainboard mehrere PCIE-slot's hat und man somit davon ausgehen muss das die versorgung also auf die ströme mehrerer eingesteckter karten ausgelegt sein dürfte, sollte es wenn ein anschluss mehr als in den spec's angegeben ist belastet wird, zu keinerlei problemen kommen und, nicht nur die AMD-karten hatten schon solche 'fehler' in der auslegung.
    verstehe den wind der darum bis heute gemacht wurde absolut nicht und erstrecht nicht das man immerwieder so darauf rumreitet. hat man das beim speicher der nv-karten auch gemacht, jedesmal bei jeder sich bietenden gelegenheit da wieder drauf rum zu reiten? kam mir nicht so vor, das wurde ehr so übernommen wie nv sich dazu geäussert hat und kaum mehr erwähnt, ausser wenn es nichtmehr zu verstecken war, nämlich dann wenn der treiber es auch mit allen mitteln nichtmehr verhindern konnte wenn ein programm den vollen angegebenen speicher der karte dann auch erzingen wollte zu nutzen...
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  • FormatC
    Der Unterschied ist, dass es für den PCIe knallharte Normen gibt, die nicht ohne Grund existieren, während es beiim RAM um eine nicht entschuldbare, aber ungefährliche Kundenverarsche ging.. Es geht bei der PCI SIG Geschichte auch weniger ums Mainboard an sich und die Anzahl der Slots, sondern um die Kontakte der Steckverbindungen. AMD muss sich vorwerfen lassen, aus einer Karte mit urspünglich geplanten 125 bis 130 Watt Boardpower eine 170-Watt-Karte gemacht zu haben. Nur um der 1060 nachzujagen. Das gesamte Layout sieht aus, als hätte man 1000 bis 1100 MHz geplant gehabt und erst im allerletzten Moment die Brechstange rausgeholt.

    Viel schlimmer, dass es heute noch Firmen wie XFX oder HIS (eine Konzernschwester) gibt, die sogar über 7 Ampere durch den PEG jagen. Das ist verantwortungs- und gedankenlos. Normen sind dazu da, um sie einzuhalten. Punkt. Wegen alberner drei USD auf einen Balancer zu verzichten, sind Geiz und Gottvertrauen. Und ja, es gibt mittlerweile so einige üblere RMA-Fälle wegen dieser Karten.
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