[IFA] Intel lässt die Skylake-Generation vom Stapel

Intel liefert mit dem Core i7-6700K und dem Core i5-6600K schon die ersten Prozessoren aus, die auf der Skylake-Architektur basieren, und auch zu den weiteren Plänen wurden bereits eine Vielzahl von Details bekannt.

Nun lässt der Hersteller die Katze endgültig aus dem Sack und veröffentlicht den gesamten Katalog der für die kommenden Monate geplanten Versionen, die allesamt in einer Strukturbreite von 14 nm gefertigt werden und mit TDPs von 4,5 bis 91 Watt aufwarten. Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung der neuen Architektur scheint Intel dabei auf den Energieverbrauch gelegt zu haben, denn die Chips, die im gleichen Fertigungsprozess entstehen wie die vorangegangenen Broadwell-Pendants, verbrauchen bis zu 60 Prozent weniger Energie.

Zudem ziehen Neuerungen wie die Unterstützung von USB Typ-C sowie Thunderbolt 3 (das das gleiche Steckerformat nutzt), die RealSense-Kameratechnologie und Intels WiDi und WiDi Pro ein. Gleiches gilt für einige Funktionen, die im Zusammenhang mit Microsofts Cortana unter Windows 10 genutzt werden können. So kann der PC künftig mit der eigenen Stimme aus dem Stand-by-Modus geweckte werden.

Skylake-Y: Die Chips für die 2in1-Tablets

Wie bereits in der letzten Woche bekannt wurde, wird Intel vier Core M- und einen Pentium-Prozessor der Skylake-Y-Serie auf den Weg bringen, die allesamt über zwei Kerne verfügen und Hyper-Threading untersützen. Sie verfügen über einen vier Megabyte großen L3-Cache sowie eine Intel Graphics 515 und können mit LPDDR3-1866- oder DDR3L-1600-RAM kombiniert werden. Die TDP beträgt im Falle der Core M-Modelle 4,5 Watt, der Pentium arbeitet mit 6 Watt. Letzterer wurde außerdem um den Turbo-Boost gebracht, der dynamische Übertaktungen erlaubt.

Skylake-U ist für Ultrabooks und leistungsstarke Hybridgeräte gedacht

Die mit einem "U" gekennzeichneten iCore-Prozessoren sind auch weiterhin für Ultabooks und leistungsstarke Hybridgeräte gedacht. Die Chips werden dementsprechend ausschließlich im BGA-Gehäuse ausgeliefert und sind somit nur in Verbindung mit einem Motherboard erhältlich. Wie auch die Y-Modelle besitzen sie durch die Bank weg zwei CPU-Kerne und können vier Threads parallel ausführen. Der Speicher-Controller unterstützt RAM der Spezifikationen LPDDR3–1866, DDR3L–1600 und DDR4–2133.



Skylake-H bringt Performance in Notebooks

Die Skylake-H-Prozessoren sind für anspruchsvolle Mobilsysteme gedacht. Dies verdeutlichen schon die Core-i7- und Xeon-E3-Chips, bei denen den vier physischen vier weitere virtuelle Kerne zur Seite gestellt werden. Die darunter angesiedelten Core-i5-Modelle besitzen zwar ebenfalls vier CPU-Kerne, unterstützen jedoch kein HyperThreading. Diese Technologie steht wiederum bei den neuen i3-Chips zur Verfügung, allerdings sitzen auf dem Die dann nur zwei physische CPU-Kerne. Zudem wird die gesamte Serie mit Intels Graphics-530-GPU bestückt.

Als kleine Besonderheiten werden mit der Serie erstmals für Notebooks bestimmte Xeon-Prozessoren angeboten. Darüber hinaus steht ein Modell bereit, dass über einen freien Multiplikator verfügt, also vom Nutzer selbstständig übertaktet werden kann.



Skylake-S: Neue Chips für Desktop-PCs

Mit dem Core i7-6700K und dem Core i5-6600K ist der Hersteller bereits vorgeprescht und hat zwei Chips auf den Markt gebracht, die für leistungsstarke Desktop-Systeme, etwa im Gaming-Bereich, gedacht sind. Wirklich verwundern kann der Schritt nicht, schließlich ist diese Zielgruppe bereit, ihre Rechner deutlich schneller zu aktualisieren: Intel geht davon aus, dass Gamer alle zwei bis drei Jahre den Prozessor wechseln, während die anderen Nutzer dazu schnell fünf Jahre und mehr brauchen.

Mit Skylake-S wird nun das Angebot für Festrechner verbreitert, wobei die grundlegenden Maßgaben hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Kerne äquivalent zu Skylake-H sind: Bei den Core i7-Modellen unterstützen die vier CPU-Kerne Hyper-Threading, bei den i5-Pendants wiederum nicht. Die i3-Version verfügen nur über zwei CPU-Kerne, vergrößern deren Möglichkeiten aber durch zwei weitere virtuelle Kerne. Der Speicher-Controller ist bei allen Modellen gleich. Auf die Graphics 530 wird nur beim Pentium G4400 verzichtet, der nur eine 510 mitbringt.

Im Gegesatz zu den K-Modellen, die eine TDP von 91 Watt besitzen, reichen den restlichen Core i7- und Core i5-Modellen 65 Watt. Die Core i3- und Pentium-Varianten haben eine TDP von 47 Watt während sich die mit einem "T" gekennzeichneten Sparversionen mit 35 Watt begnügen.




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9 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    narf, da soll einer den überblick behalten - hofentlich ist das bald sauber auf ark intel gepflegt fürs nachschlagen -.-

    ach und viel spaß bei den benchmarks @redaktion :-P
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  • matthias wellendorf
    Ich freu mich schon auf die ganzen Skylake-Y. Hoffentlich halten sie auch, was sie versprechen!
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  • Konner
    Lohnt es sich auf die nächste Generation zu warten, oder wird das keinen Unterschied machen? i7-6700k oder i7-7700k
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