Microsoft: Ein Skype-Client für alle Plattformen

Zuletzt sorgte Microsoft in Europa für Entrüstung. Die Softwareschmiede ließ durchblicken, dass Skype deutlich stärker in den Konzern integriert werde als bisher. Dazu soll die Entwicklung schwerpunktmäßig in die USA verlagert werden, ein bisheriger Standort in London wird geschlossen. Damit verschwindet eines der einstigen IT-Vorzeige-Unternehmen Europas, das 2011 für rund 8,5 Milliarden Dollar übernommen wurde, mehr und mehr von der Bildfläche.

Nun zeigt sich einer der Gründe für die Änderungen: Microsoft entwickelt einen universellen Skype-Client, der unter Windows genauso wie unter Mac OS und Linux aber auch unter Android und iOS genutzt werden kann. Bisher wurden zwar bereits Skype-Clients für die unterschiedlichen Plattformen angeboten, allerdings handelte es sich dabei um jeweils eigenständige Entwicklungen, die sich hinsichtlich des Funktionsumfangs und der Performance voneinander unterschieden.

Dies führte nicht nur zu einer Reihe von Entwicklergruppen, die letztlich mit der gleichen Arbeit betraut waren und damit doppelten Strukturen. Die Redmonder dürften sich auch eine größere der Verbreitung des Messaging-Dienst wünschen, der kaum mit dem populären Pendant Whatsapp mithalten kann. Faktisch hat es Skype nicht über den PC hinausgeschafft hat, was auch an der nur mäßigen Performance auf anderen Betriebssystemen liegen dürfte - dies unterstreicht nicht zuletzt die Leistung des aktuellen Clients für Googles Android-Betriebssystem.Außerdem dürfte eine tiefergreifende Integration des Dienstes in andere Microsoft-Produkte anstehen.

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1 Kommentar
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  • samserious
    Alleine unter Windows gibt es mit Skype for Business und dem "normalen" Skype doch schon mehr als eine Version..
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