Einigung für Urheberabgaben für Smartphones und Tablets erzielt

Rückwirkend ab 2008 müssen Hersteller und Importeure somit für Smartphones und Tablets die umstrittene Pauschalabgabe entrichten, die als Abgeltung für legale Privatkopien und legale Zugänglichmachungen gilt.

Bitkom-Angaben zufolge forderten die Verwertungsgesellschaften zum Anfang der Verhandlungen bis zu 36 Euro pro Mobiltelefon und 15 Euro für Tablets; final liegt die Höhe der Abgaben nun bei 6,25 Euro je Handy und 8,75 Euro je Tablet. Bitkom-Mitglieder profitieren von einem reduzierten Satz in Höhe von 5 respektive 7 Euro. Für die vergangenen Jahre sowie gewerbliche genutzte Geräte gelten niedrige Sätze.

"Mit der Einigung haben wir nicht nur die Unternehmen, sondern vor allem die Verbraucher vor weitaus höheren Abgaben bewahrt", kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Trotz der in den Augen des Branchenverbandes gelungene Einigung kritisiert dieser die Pauschalabgabe als ungeeignet für die digitale Welt ; sie soll "den heutigen Anforderungen und Möglichkeiten nicht mehr gerecht" werden. So gebe es etwa beim Streaming gar keine Privatkopien mehr. Der Bitkom-Verband positioniert sich eindeutig für ein Ende der Pauschalabgaben. Durch die aktuelle Einigung erhalten die Verwertungsgesellschaften Bitkom-Angaben zufolge Mehreinnahmen in Höhe von rund 170 Millionen Euro.

Offenlegung: Der Autor ist mit einer der begünstigten Verwertungsgesellschaften durch einen Wahrnehmungsvertrag verbunden.

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3 Kommentare
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  • nonexistent
    Mag mir kurz jemand erklären, warum diese raffgierigen Vögel wieder Geld bekommen? Ich rall da irgendwie nicht ganz durch.
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  • Tesetilaro
    weil du ein handy theoretisch benutzen kannst, um einen screenshot von einem urheberrechtlich geschützten werk zu machen, oder du kannst radio aufnehmen *abbrech*

    auf jedem fall bist Du ein potentieller "raubkopiermörder"... und weil das so ist, muß jeder importeur von handy bzw. der inverkehrbringer in deutschland diese abgaben leisten - das bedeutet aber immer noch nicht, daß du damit dann kopien machen darfst - selbstverständlich nicht - du zahlst einfach nur eine "strafgebühr" weil die möglichkeit dazu besteht...

    das ist wie mit gema abgaben, du zahlst dafür, daß du theoretisch ARD und ZF schauen könntest, oder DLF im radio hörst...

    das beste ist aber immernoch, früher hat ein USb-Stick oder ne SD Karte 0,08 € gekostet, aktuell will die ZPÜ entspannte 1,56 € für sticks und 1,95 € für SD karten, jeweils ab 8 GB aufwärts... Da wurde sich aber noch nicht geeignigt - d.h. die Importeure müssen melden / zahlen obwohl Bitkom und konsorten dagegen geklagt haben und man sich nun einigen muß...

    Das ist nämlich der Witz an der ZPÜ, das ist keine staatliche organisation per se und laut gesetz müssen sich die Kasper mit der Industrie einigen - dummerweise hat die ZPÜ die Gebühren vor ein paar jahren im Bundesanzeiger veröffentlicht, und damit quasi amtlich gemacht, ohne daß eine einigung vorlag...

    das zumindest mal ganz grob die faktenlage, lies es spaßenshalber mal auf bitkom und ZPÜ seite nach - die leben in verschiedenen universen, wenn man die jeweilie darstellung liest *g*
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  • teppichknuepfer
    Die Abgabe ist für legale Privatkopien. Backups, Kopien auf Mediengeräten, Musik vom Radio mitzuschneiden. Also ich schneide bei Spotify mit no23 mit, immerhin habe ich ja dafür gezahlt ;) .
    Man darf auch auch Musik-CDs wieder verkaufen und die Backups weiterhin behalten, wenn man die CD nicht mit der Absicht gekauft hat, sie direkt zu vervielverfältigen und weiterzuverkaufen.
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