Smartwatches: Große Hersteller halten sich vorläufig zurück

Spätestens seit dem zweiten Quartal stecken Smartwatches in einer Krise, wie IDC berichtete. Das hat nun Folgen: Mit LG, Huawei und Motorola haben gleich drei große Namen angekündigt, in diesem Jahr keine neuen Produkte in diesem Bereich mehr vorstellen zu wollen.

Das bedeutet auch einen Rückschlag für Android Wear: In diesem Ökosystem ist in diesem Jahr noch nicht viel Neues erschienen. Im Kontrast zu 2015 stellte nur Asus mit der neuen Zenwatch auf der IFA ein neues Produkt vor. Die parallel präsentierte Samsung Gear S3 arbeitet wie die Apple Watch mit einem eigenen Betriebssystem, in diesem Fall Tizen.

Als Gründe nennen die Unternehmen die schwierige Lage auf diesem Markt. "Wir wollen herausfinden, was hängenbleibt", spielt LG darauf an, was von dem Hype um die boomenden einfacheren Wearables nachhaltig Erfolg hat.

Auch wird von allen dreien Firmen erwähnt, dass die integrierte Technologie noch nicht kompakt genug sei: Die Smartwatch müsse auch ohne eine Anbindung zum Smartphone online gehen können und der notwendige Akku sei noch zu groß – was man auch an der nicht eben kleinen Gear S3 sieht.

Allerdings mag noch lange nicht jeder einsehen, warum eine Armbanduhr alle Nase lang auf eine Ladestation müsse – selbst die neuesten Exemplare sind spätestens alle vier Tage fällig.

Nicht zuletzt sind angesichts der Marktlage sicherlich auch Entwicklungskosten im Spiel. Bei Lenovo und Huawei ist derzeit nicht davon auszugehen, dass sie am Hungertuch nagen, und auch LG kann sicherlich einiges verkraften. Doch die Telekommunikationssparte hat in der letzten Zeit zu oft rote Zahlen vorgelegt.

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