Snakebyte Vyper im Test: Schwache Hardware trifft auf Gaming-Peripherie

Das 7-zöllige Snakebyte Vyper ist als Gaming-Tablet konzipiert und wird mit reichhaltiger Peripherie ausgeliefert. Das Problem dabei: Die Idee ist zwar gut, aber an der Umsetzung hapert es dank preisbedingt schwächlicher, technisch veralteter Hardware.

Schon beim klassischen Computer erkannten Hersteller schnell, dass Gaming einer der großen Märkte ist und man nicht nur durch schnelle Hardware, sondern auch durch entsprechende Zusätze und Peripherie wie etwa entsprechende Game-Controller gutes Geld verdienen kann.

Mittlerweile haben Smartphones und Tablets einen Leistungsstand erreicht, bei dem selbst komplexeren Games genügend Performance geboten wird. Damit wird auch in dieser Kategorie der Bedarf an entsprechenden Erweiterungen größer, die nicht zuletzt zur Abgrenzung gegenüber der zahlreichen Konkurrenz genutzt werden können.

Snakebyte Vyper: Kompaktes Tablet mit vielen Zusätzen

Diese Überlegung schien auch bei der Konzeption des Vyper-Tablets von zentraler Bedeutung gewesen zu sein. Denn eigentlich ist der Flachrechner nichts Besonderes: Hinter einem sieben Zoll großen Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel steckt ein Quad-Core-SoC von Rockchip, das auf ein GByte Arbeitsspeicher zugreifen kann. Der Datenspeicher ist mit einer Größe von acht GByte nicht gerade üppig dimensioniert.

Dafür soll das Ausstattungspaket überzeugen: Je nach Variante wird das Tablet mit einem Gaming-Controller, einer Fernbedienung und einer Docking-Station ausgeliefert, wobei die komplexe Version dieser Docking-Station sogar einen LAN-Port mitbringt.

Eigene Oberfläche soll Bedienung erleichtern

Wie viele andere Hersteller auch scheinen die Snakebyte-Entwickler nicht gänzlich glücklich mit der Oberfläche von Googles Android zu sein und stülpen dem Betriebssystem, das hier in der nicht mehr wirklich aktuellen Variante 4.2.2 zum Einsatz kommt, ein eigenes UI über.

Eine echte Schönheit ist diese Oberfläche jedoch nicht: Die Startoberfläche mutet eher wie ein Hintergrundmenü an, das aus sechs nebeneinder angeordneten Feldern besteht. Auf der linken Seite kann zwischen verschiedenen Kategorien ausgewählt werden, rechts werden die dazugehörigen Apps angezeigt.

Mit einem Wisch nach rechts bekommt man sämtliche installierten Anwendungen angezeigt. Wer weiter wischt, kommt zu Videos, dann Musik und schließlich Bildern.

Das alles sieht jedoch vergleichsweise spartanisch aus und lässt keine übermäßige Freude entstehen. Außerdem nimmt der Hersteller seinen Nutzern einen großen Vorteil der Android-Plattform: Die eigene Oberfläche reduziert die Möglichkeiten, das System an die eigenen Wünsche anzupassen, auf ein Minimum.

Technische Daten
Modell:Snakebyte Vyper
Betriebssystem:
Android 4.2.2
Display:
7 Zoll, IPS-Display, 1280 x 800 Pixel
CPU:
Rockchip RK3188, 4x 1,6 GHz
GPU:
ARM Mali 400
Arbeitsspeicher:
1024 MByte
Interner Speicher:
8 GByte
Externer Speicher:
bis zu 32 GByte per microSD-Karte (SDHC)
WLAN:
802.11 b/g/n
Bluetooth:
4.0
Kamera:
Front: 2-MP-Kamera
Rear: 5-MP-Kamera, HD-Videoaufzeichnung
Akku:
3000 mAh
Abmessungen:
19,9 x 12,7 x 1,1 cm
Gewicht:
310 g
Marktpreis:ab 190 Euro
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