Security: Snapdragon 820 soll Malware erkennen

Qualcomm hat verlauten lassen, dass die erste Hauptanwendung für den "neuronalen" Zeroth-Chip in der Erkennung von Malware und dem Schutz der Privatsphäre bestehen soll. Smart Protect soll dabei auffälliges Verhalten von Apps analysieren. Sollte etwa eine sich als harmlose Foto-App tarnende Schadsoftware ohne Benutzereingaben Daten über das Internet versenden, so soll der Nutzer gewarnt werden. Zudem gibt Qualcomm an, dass die Technik sogar in der Lage sein soll, Anwendungen zu identifizieren, die bereits von Angreifern attackiert wurden.

Aufgrund der tiefen hard- und softwareseitigen Integration der Funktion soll die Verhaltensanalyse entsprechend energiesparend ablaufen, Qualcomm kündigte an, eine API für OEMs und Entwickler für Sicherheitssoftware bereitzustellen, die tatsächliche Tiefe der Integration liegt letztlich an den Entwicklern von Schutzsoftware. Avast, Lookout und AVG haben angekündigt, die Technologie unterstützen zu wollen. Durch die Hardwareintegration dürfte die Technologie insbesondere gegen Zero-Day-Exploits wirksam werden, gegen welche signaturbasierte Antivirensoftware faktisch wirkungslos ist.

Die ersten Smartphones mit dem Snapdragon 820 sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

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