Asus setzt stärker auf Mediatek

Qualcomm bzw. der Auftragsfertiger TSMC kämpfen mit Schwierigkeiten bei der Fertigung des Snapdragon 835. Das Highend-SoC kann derzeit nicht in den gewünschten Mengen zur Verfügung gestellt werden. Zunächst werden Gerüchten zufolge ausschließlich Samsung und Xiaomi beliefert - letzterer angeblich sogar zu einem günstigeren Preis von 30 Dollar (normalerweise soll das SoC zwischen 45 und 55 Dollar kosten), um den Hersteller von Mediatek weg zu locken.

Andere Produzenten wie LG, HTC oder Sony greifen entweder auf den Vorgänger, den Snapdragon 821, zurück oder verschieben den Marktstart ihrer geplanten Geräte. Auch Asus hätte sich bei der Belieferung allem Anschein nach hinten anstellen müssen - und reagiert verärgert. Denn um sich in dem harten Wettbewerb als kleiner Hersteller behaupten zu können, muss man sich zumindest technisch mit den großen Konkurrenten messen können.

Nun scheint Asus auf Mediatek als SoC-Lieferant zurückgreifen zu wollen - was sich letztlich für beide Unternehmen auszahlen könnte: Asus könnte vor vielen Konkurrenten ein Smartphone mit einem 10-Nanometer-Prozessor anbieten, während der Chipentwickler einen wichtigen Kunden für das Helio-X30-SoC gewinnen könnte, das bisher auf nur begrenztes Interesse stößt. Allerdings wird das Mediatek-SoC ebenfalls in einer Strukturbreite von zehn Nanometern gefertigt und könnte damit ebenfalls in nur begrenzten Stückzahlen zur Verfügung stehen.

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