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Asus F2A85-V Pro

Unterbau für Trinity: Sechs Motherboards mit Sockel FM2 im Vergleichstest
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Wie das ASRock-Board verfügt auch das Asus F2A85-V Pro über einen ASM1042-Chip von ASMedia, der zwei zusätzliche USB 3.0-Ports an der rückwärtigen I/O-Blende bereitstellt. Wenn eine zweite Grafikkarte eingesteckt ist, werden vom ersten Slot mithilfe von PCIe-2.0-Switches acht Lanes abgezweigt und an den zweiten Slot aufgeschaltet, was aus einer x16-x0-Konfiguration eine x8-x8-Konfiguration macht. Der dritte Slot erhält die verbleibenden vier PCIe 2.0-Lanes der APU.

Obwohl das Board-Layout auf den ersten Blick an das Layout des ASRock-Boards erinnert, stellen wir bei genauerer Untersuchung fest, dass die achtpolige CPU-Stromversorgungsbuchse und der Audioheader besser platziert sind. Als wir das Board detailliert betrachten, finden wir auch kleine Taster für drei Features, die nur Asus-Boards aufweisen: MemOK, USB BIOS Flashback und Asus DirectKey.

Mit dem MemOK-Taster kann man das Board trotz verkorkstem RAM-Timing booten, um dann im UEFI-Menü die entsprechenden Änderungen vornehmen zu können. Per USB BIOS Flashback kann man ein Firmwareupdate von einem USB-Stick durchführen, ohne auf demselben erst umständlich ein DOS installieren zu müssen. Mithilfe des DirectKey-Tasters kann man unter Umgehung des normalen Bootvorganges sofort ins UEFI-Menü wechseln.

Asus ist aber besonders auf das Feature namens Fan Xpert 2 stolz, das es erlaubt, die Geschwindigkeit aller Lüfter zu überwachen und auch individuell einzustellen, und zwar entweder temperaturabhängig oder fix voreingestellt.

Mittels USB BIOS Flashback kann man möglicherweise sogar mit einer neuen CPU ein dazu kompatibles BIOS auf einem alten Motherboard installieren, denn die langatmigen Systemtests, während derer eine neue, dem BIOS unbekannte CPU oft Probleme verursacht, werden dabei umgangen. Oft muss man sich ja, zum Beispiel auf eBay, eine alte, zum installierten BIOS kompatible CPU kaufen, nur um ein BIOS-Update überhaupt durchführen zu können. Derzeit sind aber sowohl Motherboard und APU brandneu und das BIOS Flashback-Feature erspart einem derzeit lediglich das Installieren von DOS auf einem USB-Speicherstick, was nicht völlig trivial ist.

Die Funktion des Asus DirectKey-Tasters kann im BIOS zwischen einem einfachen Ein/Aus-Knopf und erweiterter Funktion umgeschaltet werden. Ist letztere aktiviert, bewirkt ein Drücken des DirectKey-Tasters beim ausgeschalteten System, dass sich das System einschaltet und direkt ins UEFI-Menü geht. Das ist insofern praktisch, da die Zeitspanne, die man hat, um die DEL-Taste zu drücken, anscheinend mit jeder Motherboardgeneration kürzer wird.

Den AMD-Fans wird ein Hang zum Geldsparen nachgesagt, aber vielleicht sollte man beim Erwerb eines PC-Gehäuses nicht übertrieben sparsam sein. Denn ein gutes Gehäuse kann durchaus mehrere Generationen an PC-Hardware überstehen, aber bei einem alten oder billigen Gehäuse gibt es oft nicht genügend Platz, SATA-Kabel in den nach vorne gerichteten SATA-Ports moderner Motherboards zu installieren. Wie das ASRock-Board zählt auch das Asus F2A85-V Pro zu diesen modernen Designs – sechs seiner sieben internen SATA-Ports zeigen zur Gehäusevorderseite, damit die SATA-Kabel nicht langen Slotkarten in die Quere kommen.

Das F2A85-V Pro weist sieben interne und einen externen SATA-Ports auf, aber wie beim ASRock-Board liegen nur vier SATA-Kabel in der Schachtel. Als Draufgabe liegen aber zwei seiner Verlängerungskabel bei.

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  • Gaensebluemchen , 11. Dezember 2012 07:48
    Das 'wie wenn man' ist bizarr. Mindestens.
    Was mich wirklich interessiert: wurde denn ASUS' Fan Xpert 2 auch mal getestet? Ich finde es prinzipiell sehr schade, dass kaum mal auf die Funktionalität der Lüftersteuerung eingegangen wird, sei es nun hier oder woanders. Und ASUS hat vier PWM-Gehäuselüfteranschlüsse auf dem Board verbaut, aber oft genug höre bzw lese ich im Forum von ärgerlichen Usern, dass die Steuerung die ja noch viel weiter verbreiteten Lüfter mit 3poligen Anschlüssen nicht handlen kann. Im Gegensatz zu zB Gigabyte. Das wäre hier wegen des speziellen Features noch interessannter zu erfahren gewesen, von wegen berechtigtem Stolz und so.
    Natürlich soll das auch eine Anregung sein, die Lüftersteuerung der Boards ab jetzt immer unter die Lupe zu nehmen :) 
  • sert , 11. Dezember 2012 15:28
    die klingonen mit ihren boards holen kräftig auf :) 
  • klomax , 11. Dezember 2012 17:42
    Da meine Präferenzen immer in Richtung des Sound-Codecs gehen, wäre der Klingone eine gute Wahl.

    Dazu einen Athlon II X4 750K + HD 7850 1GB. - Würde mir persönlich reichen.
  • dfx , 11. Dezember 2012 21:31
    Hey,

    also mich hätten ja die anderen Chipsätze eher interessiert. Ich bin eigentlich nicht gewillt für ein Mainboard den Preis oder gar noch mehr zu zahlen, den ich für die APU bezahle. Wäre nett, wenn da jemand vielleicht einen Link hätte, aber vermutlich braucht es das nicht, denn es lässt sich wohl auch zu Recht annehmen, dass sich A75, A85X in Sachen Performance nichts nehmen. Im ersten verlinkten Artikel bin ich ja der Unterschiede fündig geworden. Was war es noch, Raid 5, zwei weitere SATAIII-Anschüsse (8) und eine 'Fähigkeit', die für Leute, die nicht gewillt sind zwei dedizierte Grafikkarten dazu zu stecken, sowieso nichts bringt. So halte ich mich doch vom A85X eher fern, wenn ich ein Käufer bin, wie es von Euch auf der Eingangsseite beschrieben wird.
    Soweit die Mutmaßungen zum A75-Chipsatz und noch zur Info, Übertakten käme für mich auch kaum in Frage, obwohl ich mich dazu noch auslassen könnten, wie einfach es doch ist und wie hoch der Zugewinn an Leistung wäre. Aber ich wollte mich noch etwas tiefer bohren, d.h. nochmal 10 EUR den Preis drücken, womit wir vom A75 auf den A55-Chipsatz kämen. Sagen wir, es keult mich nicht, wenn ich noch ältere SATA(II)-Laufwerke habe, ob denn da nun SATAIII-Anschlüsse sind, oder nicht. Außerdem verfügen meine externen Gerätschaften, sei es die Digitalkamera, der MP3-Player oder eine externe Festplatte auch nicht über USB3-Anschlüsse und Anschaffungen in der Richtung sind auch nicht geplant.
    Wer würde jetzt sagen, ich sollte mir trotzdem eher ein Board mit mindestens A75-Chipsatz holen? Oder besser gefragt, wer liefert mir die vermeintlich fehlenden Argumente?
  • xvYCC , 12. Dezember 2012 13:40
    Nun ja zumindest zum USB3 kann ich sagen: Der 32GB Stick den ich mir kürzlich angeschafft habe, hat dazu geführt, dass meine alte externe 2,5er über Ebay von dannen zog. Ansonsten kann ich nur sagen, SSDs sind auch für Ottonormal-User mehr als lohnenswert - und ich würde nicht wissentlich 10€ sparen und auf die volle Performance verzichten. Dann lieber doch Hardware aus zweiter Hand kaufen. ;) 
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