Endlich hat ECS auf unsere Beschwerden reagiert und das Wort ‘Golden’ nunmehr auch in die Produktbezeichnung aufgenommen – bislang wurde die Golden-Variante nur durch die goldfarbene Verpackung signalisiert, was bei textbasierten Online-Suchen wenig hilfreich ist. Jetzt, wo das A85F2-A Golden wirklich so heißt, wird es bald sehr einfach sein, dieses Board auch bei Onlinehändlern zu finden – derzeit scheint es aber noch nicht im Suchindex von Geizhals.de zu sein.
Trotz der Bezeichnung ‘Golden’, die das Board als ein Flaggschiff-Board von ECS identifiziert, scheinen dem vorliegenden ECS-Board aber einige Features zu fehlen. Zum Beispiel geht uns suchten wir die bisher implementierte Port 80-Diagnoseanzeige vergeblich, die auf anderen High-End-Boards von ECS durchaus zu finden ist, und auch der dritte PCIe-Slot mit vier Lanes, der auf den Motherboards der meisten Mitbewerber zu finden ist, glänzt hier durch Abwesenheit. Wie ASRock und Asus spendiert aber auch ECS einen USB-3.0-Controllerchip und wie die oben vorgestellten Motherboards verfügt auch das ECS-Board über eine breite Palette von Videoausgängen. Auch das ECS-Board weist sieben interne und einen externen SATA-Port auf.
Das ECS-Board verfügt wie das ASRock-Board über einen CLR_CMOS-Taster auf dem I/O-Panel und eine zu dicht an der CPU platzierte CPU-Stromversorgungsbuchse. Allerdings weist das ECS-Board keine auf dem Motherboard montierten Taster auf, deren Nutzen aber ohnehin beschränkt ist.
Es ist durchaus möglich, dass ECS nach einer Kosten-Nutzenabwägung entschieden hat, selten nachgefragte Features zu streichen. Denn wer wird auf der preiswerten AMD-FM2-Plattform schon drei Grafikkarten oder zwei Grafikkarten und einen RAID-Controller installieren? Wer verwendet schon auf dem Motherboard aufgelötete Taster, wenn das Board einmal in einem Gehäuse montiert ist? Jedenfalls nehmen wir zur Kenntnis, dass die Bezeichnung ‘Golden’ bei ECS nur relativ zu Billigboards (und nicht als Garant für ein Maximum an Features) Verwendung findet und gehen aber davon aus, dass dieses Flaggschiff-Board von ECS dann im Handel weniger kostet als z.B. das Extreme6-Board von ASRock, das über deutlich mehr Features verfügt.

Wir waren bass erstaunt, dass ECS dem Board ganze sieben SATA-Kabel beilegt. Offenbar will ECS doch ein wenig Eindruck schinden und weiß, dass drei zusätzliche SATA-Kabel nur einen bis maximal zwei Euro Zusatzkosten verursachen, aber beim Kunden das Gefühl auslösen, ein gut ausgestattetes Board gekauft zu haben.
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Was mich wirklich interessiert: wurde denn ASUS' Fan Xpert 2 auch mal getestet? Ich finde es prinzipiell sehr schade, dass kaum mal auf die Funktionalität der Lüftersteuerung eingegangen wird, sei es nun hier oder woanders. Und ASUS hat vier PWM-Gehäuselüfteranschlüsse auf dem Board verbaut, aber oft genug höre bzw lese ich im Forum von ärgerlichen Usern, dass die Steuerung die ja noch viel weiter verbreiteten Lüfter mit 3poligen Anschlüssen nicht handlen kann. Im Gegensatz zu zB Gigabyte. Das wäre hier wegen des speziellen Features noch interessannter zu erfahren gewesen, von wegen berechtigtem Stolz und so.
Natürlich soll das auch eine Anregung sein, die Lüftersteuerung der Boards ab jetzt immer unter die Lupe zu nehmen
Dazu einen Athlon II X4 750K + HD 7850 1GB. - Würde mir persönlich reichen.
also mich hätten ja die anderen Chipsätze eher interessiert. Ich bin eigentlich nicht gewillt für ein Mainboard den Preis oder gar noch mehr zu zahlen, den ich für die APU bezahle. Wäre nett, wenn da jemand vielleicht einen Link hätte, aber vermutlich braucht es das nicht, denn es lässt sich wohl auch zu Recht annehmen, dass sich A75, A85X in Sachen Performance nichts nehmen. Im ersten verlinkten Artikel bin ich ja der Unterschiede fündig geworden. Was war es noch, Raid 5, zwei weitere SATAIII-Anschüsse (8) und eine 'Fähigkeit', die für Leute, die nicht gewillt sind zwei dedizierte Grafikkarten dazu zu stecken, sowieso nichts bringt. So halte ich mich doch vom A85X eher fern, wenn ich ein Käufer bin, wie es von Euch auf der Eingangsseite beschrieben wird.
Soweit die Mutmaßungen zum A75-Chipsatz und noch zur Info, Übertakten käme für mich auch kaum in Frage, obwohl ich mich dazu noch auslassen könnten, wie einfach es doch ist und wie hoch der Zugewinn an Leistung wäre. Aber ich wollte mich noch etwas tiefer bohren, d.h. nochmal 10 EUR den Preis drücken, womit wir vom A75 auf den A55-Chipsatz kämen. Sagen wir, es keult mich nicht, wenn ich noch ältere SATA(II)-Laufwerke habe, ob denn da nun SATAIII-Anschlüsse sind, oder nicht. Außerdem verfügen meine externen Gerätschaften, sei es die Digitalkamera, der MP3-Player oder eine externe Festplatte auch nicht über USB3-Anschlüsse und Anschaffungen in der Richtung sind auch nicht geplant.
Wer würde jetzt sagen, ich sollte mir trotzdem eher ein Board mit mindestens A75-Chipsatz holen? Oder besser gefragt, wer liefert mir die vermeintlich fehlenden Argumente?