Soft Machines Shasta: 50 Prozent bessere Energieeffizienz als alle anderen Prozessoren?

Es gibt noch nicht mal ein Produkt, und doch ist das Unternehmen in der Branche bekannt: Soft Machines aus Kalifornien - ein mit 175 Millionen US-Dollar und 250 Mitarbeitern ausgestattetes Startup - will Intel, AMD und ARM zeigen, wie energieeffiziente Prozessoren gebaut werden.

Soft Machines EffizienzvergleichSoft Machines Effizienzvergleich

Soft Machines präsentierte jetzt Simulationsergebnisse, in denen ihre Architektur gegen die aus Intels Skylake, Apples A9 und ARMs Cortex A72 gestellt wurde - wohlgemerkt in Simulationen. Normiert auf Strukturweiten, Cache-Größen und Taktfrequenzen soll Soft Machines bei gleichem Energieeinsatz bis zu 50 Prozent mehr Performance geboten haben.

Allerdings ist das noch der aktuelle - und damit theoretische - Stand. Erste greifbare Exemplare des kommenden Shasta-Prozessors - eine Dual-Core-CPU mit 2,0 Gigahertz Taktfrequenz und zwei virtuellen Rechenkernen - werden frühestens im Sommer erwartet.

Soft Machines RoadmapSoft Machines Roadmap

Sowohl die etablierten Hersteller als auch Soft Machines werden wohl bis dahin noch nachlegen. Ein Quad-Core-Modell Shasta+ ist ebenso in der Pipeline wie eine Octa-Core-Version namens Tahoe. Die Prozessoren sollen ohne Adaptionen mit Standard-Software zusammenarbeiten können, die für x86- und ARM-Umgebungen geschrieben wurden.

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3 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Roland_1
    :pfff:
    -2
  • DConan123
    Was soll diese Seite und Community hier mit einem solchen Kommentar?
    1
  • derGhostrider
    Die Fußnoten von deren eigener Grafik sind schon interessant...

    Aus meiner Sicht wurde da etwas viel "genormt" und "angepasst", damit sie Ergebnisse erhalten haben, die sie als Vergleichbar ansehen.
    z.B. wurden alle CPUs so genormt, als ob sie 2MB L2 Cache hätten.
    Was soll das heißen? Wurde die Rechenleistung bei Intel CPUs reduziert oder wurde der Stromverbrauch dementsprechend reduziert oder beides?

    Zwischen Simulation und Produktion liegen Welten.

    Beim letzten mal, als ich von denen las, war deren "virtuelle CPU" bereits im Gespräch. Ich bin ja mal gespannt, was da rauskommt.
    Dass eine CPU, die andere CPUs in irgendeiner Form "emuliert" schneller (pro Watt), also effizienter, sein soll als die nativen CPUs, halte ich für reichlich optimistisch.

    Wäre aber natürlich super, wenn aus dem Nichts etwas neues die CPU-Landschaft auf den Kopf stellen würde. So gibt's dann vielleicht auch wieder etwas Bewegung am Markt.

    Bisher klingt das für mich allerdings primär nach: "Kauft uns bitte auf, bevor uns das Geld ausgeht."
    Das ist ja durchaus das Ziel vieler Start-Ups: Etwas "Gutes" erfinden und dann von einem der großen am Markt geschluckt werden. Die Gründer werden damit reich und können sich dann zur Ruhe setzen. Ziel erfüllt.

    Mir wäre es lieber, wenn hier etwas dauerhaftes entsteht - daran glauben kann ich aber erst, wenn sich die CPUs in der Realität und nicht in der Simulation beweisen.
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