Soft Machines Shasta: 50 Prozent bessere Energieeffizienz als alle anderen Prozessoren?

Es gibt noch nicht mal ein Produkt, und doch ist das Unternehmen in der Branche bekannt: Soft Machines aus Kalifornien - ein mit 175 Millionen US-Dollar und 250 Mitarbeitern ausgestattetes Startup - will Intel, AMD und ARM zeigen, wie energieeffiziente Prozessoren gebaut werden.

Soft Machines EffizienzvergleichSoft Machines Effizienzvergleich

Soft Machines präsentierte jetzt Simulationsergebnisse, in denen ihre Architektur gegen die aus Intels Skylake, Apples A9 und ARMs Cortex A72 gestellt wurde - wohlgemerkt in Simulationen. Normiert auf Strukturweiten, Cache-Größen und Taktfrequenzen soll Soft Machines bei gleichem Energieeinsatz bis zu 50 Prozent mehr Performance geboten haben.

Allerdings ist das noch der aktuelle - und damit theoretische - Stand. Erste greifbare Exemplare des kommenden Shasta-Prozessors - eine Dual-Core-CPU mit 2,0 Gigahertz Taktfrequenz und zwei virtuellen Rechenkernen - werden frühestens im Sommer erwartet.

Soft Machines RoadmapSoft Machines Roadmap

Sowohl die etablierten Hersteller als auch Soft Machines werden wohl bis dahin noch nachlegen. Ein Quad-Core-Modell Shasta+ ist ebenso in der Pipeline wie eine Octa-Core-Version namens Tahoe. Die Prozessoren sollen ohne Adaptionen mit Standard-Software zusammenarbeiten können, die für x86- und ARM-Umgebungen geschrieben wurden.