Softbank will ARM für 23 Milliarden Pfund übernehmen

Großbritannien will sich aus der Europäischen Union lösen - und wird mit ersten Konsequenzen für die heimische Wirtschaft konfrontiert: Weil das britische Pfunds erheblich an Wert verloren hat, werden Übernahmen von ausländischen Investoren günstiger. Diese Möglichkeiten will der japanische Telekommunikationskonzern Softbank nutzen, denn die heimische Währung Yen hat gegenüber dem Pfund 30 Prozent an Wert gewonnen.

So konnte ein entsprechend lukratives Übernahmeangebot gemacht werden: Die Japaner bieten pro Aktie einen Aufschlag von 43 Prozent und würden für jeden einzelnen Anteilsschein 17 Pfund zahlen, die Übernahme hätte damit einen Gesamtwert von 23 Milliarden Pfund, was rund 27,5 Milliarden Euro entspricht.

Nach Aussagen von Softbank soll die Position ARMs als Entwickler von Chip-Architekturen gestärkt werden: Aktuell dominieren Prozessoren mit ARM-Befehlssatz den Markt für Smartphones und Tablets - Intel hat sich zuletzt aus dem Geschäft mit Chips für Smartphones zuletzt in diesem Jahr zurückgezogen.

Der japanische Provider hofft, mit dem Kauf von ARM vor allem sein Geschäft im Bereich des Internets der Dinge stärken zu können. Hier versuchen die Chip-Hersteller aktuell ihre Claims abzustecken. Mit den günstigen Chips hat die ARM-Architektur keine schlechten, Chancen auch an dieser Stelle großen Anklang zu finden.

Die Briten sollen auch nach einer Softbank-Übernahme als unabhängiges Unternehmen agieren, das seinen Sitz in Cambridge behält.

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1 Kommentar
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  • bluray
    Ja grossartig. Da sind die Japaner aber mal grossartig mit dem Einkaufswagen unterwegs. Bei Blackberry klopfen sie auch schon an. Fängt jetzt der grosse Sommerschlussverkauf an?
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