Sonys Everspan: 100 Jahre Sicherheit im Data Center

Eine einzelne der beidseitig beschreibbaren Speichermedien soll eine Speicherkapazität von anfangs 300 Gigabyte und damit ein Mehrfaches aktueller Blu-Rays bieten.

Weitere Generationen der Disks sollen mit 500 respektive 1000 Gigabyte aufwarten. Ein Grund für die lange Haltbarkeit liegt im vollautomatischen, zwischen 60 und 90 Sekunden dauernden Wechsel zwischen den Speichermedien - Menschen sollen faktisch niemals mit den Disks in Kontakt kommen.

Darüber hinaus lassen sich in den geschlossenen Systemen etwa durch Luftfilterung noch bessere Bedingungen schaffen.

Demonstration von Everspan

Das System besteht dabei aus einem Basismodul, einem Robotik-Modul und bis zu 14 Expansionseinheiten, durch welche sich der Speicherplatz dem aktuellen Bedarf anpassen lassen soll.

Ein Gesamtsystem kann aus bis zu 64 einzelnen Laufwerken bestehen, bis zu 181 Petabyte speichern und Sony zufolge mit durchschnittlich 280 MByte/s schreiben und halb so schnell schreiben.

Für größere Anwendungen lassen sich bis zu vier Systeme direkt verbinden, die Leistungsaufnahme wird mit 50 Watt je Petabyte (oder 20 Petabyte je Kilowatt) beziffert.

Sony zufolge wird das Everspan-System bereits in verschiedenen Organisationen und Unternehmen evaluiert, darunter im Los Alamos National Laboratory. Für Endnutzer könnte das Speichersystem langfristige Backups bieten, ähnlich wie bei Amazon Glacier: Die Daten sind dort erst nach einer gewissen Vorlaufzeit verfügbar. Eine S3-Integration bringt Everspan passenderweise gleich mit. 

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