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Fazit: Sony HDR-HC1 - Meilenstein bei HD-Videokameras

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Nach einigen Wochen Praxiseinsatz fällt unser Fazit klar aus: DV-Video war gestern, HD-Video bringt in allen Kriterien eine bessere Qualität, die auf den ersten Blick überzeugt. Es gibt deutlich mehr Details, ordentliche Schärfe und Kontrast - sogar die Farbdarstellung (trotz Farbraum-Kompression) kann überzeugen. Eingefleischte Videofilmer können mit den manuellen Einstellungen ihre eigene Atmosphäre kreieren. Sogar der elektronische Bildstabilisator (Steady Shot) funktioniert und zeigt seine Wirkung.

Damit ist die Sony HC1 gerade für Videofilmer zu empfehlen, die den Umstieg von DV- auf HD-Auflösung planen. Dennoch sollten Einsteiger eher mit einem DV-Modell ihre ersten Erfahrungen sammeln. Die Kamera bietet immerhin die vierfache Bildauflösung gegenüber dem Standard-PAL-DV - und das zu einem sehr günstigen Preis. Für knapp 1500 Euro kann der Interessent hochwertige HD-Videos erstellen - herkömmliche DV-Kameras kosten etwa die Hälfte, jedoch liegen in der Bilddarstellung Welten dazwischen. Unter diesem Aspekt ist heute die Anschaffung einer DV-Kamera herausgeworfenes Geld, denn die flächendeckende Ablösung durch HD-Video steht bevor. Die Sony HDR-HC1 zeichnet wahlweise im DV- oder HD-Video-Format (MPEG-2) auf, so dass "alte" DV-Cassetten weiterhin abgespielt werden können.

So verlockend die hohe Auflösung erscheint, umso mehr verlangt es beim Filmen nach einer ruhigen Hand. Optimale Aufnahmen gelingen nur mit einem stabilen Stativ. Dabei stellten wir fest, dass der wenig praktikable Zoom oftmals ruckartig verläuft. Das liegt an dem zu kleinen Zoom-Regler, der obendrein zu progressiv ausgelegt ist. Ebenso hätte Sony die Digitalkamera-Funktion samt eingebautem Blitz weglassen können, denn wer hochwertige Fotos braucht, greift zu einer Fotokamera a la Nikon D70s/D200 oder Canon 20D. Noch nicht ganz frei von Problemen ist die Schnittsoftware für HD-Video. Für Adobe Premiere Pro 2.0 gibt es noch keinen brauchbaren MPEG-2-Plug-in für die Videoausgabe. Konkurrent Pinnacle hatte mit Studio Plus 10 bis vor kurzem schlichtweg eine Katastrophe am Markt, die jetzt mit dem Update 10.5 scheinbar fehlerfrei geworden ist. Trotz alledem bleibt Studio Plus eine Schnittlösung, mit der sich einfach, logisch und schnell Videofilme erstellen lassen. Pfiffig: Wer mit Hintergrund-Maskierung arbeiten will, für den hat Pinnacle gleich eine hellgrüne Decke parat. Die gibt's für 99 Euro - samt der Software mit HD-Support. Adobe Premiere kostet mindestens 1040 Euro - ohne Decke versteht sich.

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