HD-Videoschnitt
Adobe Premiere Pro 2.0
Zu Beginn des Tests wählten wir die zwei brandaktuellen und zugleich populären Schnittprogramme aus: Adobe Premiere Pro in der Version 2.0 und Pinnacle Studio Plus 10.5. Beide Firmen werben mit einwandfreiem HD-Video-Support. Jedenfalls gelingt die Aufnahme bzw. das Übertragen des MPEG-2-Datenstroms mit Premiere Pro 2.0 einwandfrei. Dazu präsentiert sich die Software optisch im neuen Gewand, wenn man die Vorgänger-Version 1.5 kennt. Besitzer von Dual-Core- oder Multiprozessor-Systemen mit Hyperthreading profitieren von der deutlich höheren Verarbeitungsgeschwindigkeit beim Schneiden und Encoding. Doch da sind wir auch schon beim Thema: Es liegt quasi auf der Hand, den fertig gestellten Videofilm im MPEG-2- oder WMV9-Format auszugeben.
Die erste Variante scheitert am passenden MPEG-2-Codec, da entsprechende Plug-ins wie beispielsweise der von Main Concept noch nicht für die Version 2.0 erhältlich sind. Da muss man wohl noch bis zur Cebit warten. Damit bleibt nur noch die Möglichkeit, das HD-Material an den Adobe Media Encoder (Windows Media Encoder) zu übergeben und ins WMV9-Format umzuwandeln. Doch das ist selbst in Anbetracht sehr potenter Hardware eine zeitraubende Angelegenheit: 1 Minute HD-Video benötigen durchschnittlich 20 Minuten beim Encoding! Mit der Anmerkung, dass wir alle qualitätsverbessernden Einstellungen aktiviert haben, die einen zusätzlichen Rechenaufwand erzeugen. Für Anwender mit schwächeren Systemen kann sich das Verhältnis in Richtung 60 Minuten ändern.
