Lumines: Der Überraschungshit des PSP-Starts

Hersteller: Ubisoft
Anzahl von Spielern: 1 bis 2
Merkwürdigerweise ist das beste verfügbare Spiel bei Markteinführung der PSP ein Titel, der am wenigsten von der Leistungsfähigkeit des Geräts abhängt. Lumines ist eine Mischung aus Puzzle und Denksportaufgabe, in Anlehnung an Tetris, welches man wahrscheinlich auf jeder beliebigen tragbaren Konsole spielen kann. Es gibt weder revolutionäre 3D-Grafiken noch Spezialeffekte, nur schickes 2D. Diese Schlichtheit wird durch das süchtig machende Spielprinzip mehr als aufgewogen. Vom ersten Augenblick an erweist sich Lumines als einer der bislang besseren Abkömmlinge von Tetris (wenn nicht sogar als bester). Ein echter Juwel im PSP-Katalog.

Die erste Überraschung bei Lumines sind die vielen verschiedenen Spielmodi: Solo, 2 Spieler, gegen den Computer und Puzzle - einige davon bieten auch noch Variationen. Im Solo-Modus ist es z.B. möglich, in den klassischen Modi Challenge, Single Skin oder Time Attack zu spielen, was einen schon einige Zeit beschäftigt halten dürfte! In allen Varianten muss man mit herab fallenden Würfeln zurechtkommen, von denen jeder aus vier zweifarbigen Blöcken besteht. Diese muss man wie bei Tetris auf bestimmte Weise anordnen, nur dass es vor allem auf die Farben ankommt und das Spielfeld breiter und nicht so hoch ist. Das Ziel besteht darin, Quadrate oder Rechtecke aus mindestens vier Elementen zusammenzufügen, um diese verschwinden zu lassen, den Gesamtaufbau niedriger zu machen und Punkte zu erzielen.
Die Ergonomie des Spiels ist perfekt: Das Pad auf der linken Seite bewegt die Einzelteile seitlich und beschleunigt das Herabfallen, und die Knöpfe auf der rechten Seite drehen die Teile. Das zu platzierende Teil erscheint oben in der Mitte des Bildschirms, während die nächsten drei Teile links aufscheinen. Das Prinzip ist einfach, aber wenn das Spiel erst einmal läuft, ist es schnell wie verhext: Alles bewegt sich irrsinnig schnell, und die Blöcke werden auf der Stelle zu einem Wirrwarr, wenn man die Farben nicht richtig sortiert. Anfangs gerät man in Panik, aber mit ein wenig Übung gelangt man an einen Punkt, wo man erstaunliche Kombinationen zusammenstellen kann. Natürlich steigt der Schwierigkeitsgrad von einem Level zum nächsten und auch Hintergrund und Blockfarben ändern sich, so dass der Druck auf den Spieler nicht nachlässt. Noch schlimmer ist mit einem Gegenspieler, mit zwei Spielern oder gegen die Konsole: Die Breite des Bildschirms schrumpft, wenn der Gegner Punkte macht, was ziemlich unangenehm ist!

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