Fazit: NVIDIA knapp vor VIA
In 15 der 20 Benchmarks konnte sich der nForce2 400 gegenüber dem Widersacher KT600 von VIA durchsetzen - allerdings in vielen Disziplinen nur so knapp, dass man gar nicht von einem deutlichen Vorsprung sprechen kann. Damit gilt der von uns zuvor erörterte Sachverhalt im Low-Budget-Segment: Wenn Serial ATA für Sie von Bedeutung ist, kann die Entscheidung nur zu einem üppig ausgestatteten nForce2-Board (teurer) oder einem Board mit VIA KT600 gehen, denn dieser Chipsatz bietet Serial-ATA-Support ab Werk. Sollten die zwei möglichen Netzwerkcontroller des nForce2-Chipsatzes dagegen Ihre Priorität haben, fahren Sie mit NVIDIA am besten.
Erschreckender war jedoch die Erkenntnis, dass der Performancerückstand der beiden Single-Channel-Plattformen zum nForce2 Ultra 400 mit Dual-Channel DDR400 erheblich geringer ist, als man dies erwarten würde. Tests mit dem nForce2, 166 MHz FSB-Takt und nur einem DIMM hatten noch vor einem Jahr gezeigt, dass der Zweikanal-Betrieb deutliche Vorteile bringt.
Nun haben wir jedoch einen mit 200 MHz Systemtakt betriebenen Athlon XP 3200+ auf Basis des Barton-Cores verwendet. Ganz offensichtlich ist die Erhöhung des FSB-Taktes wichtiger als reine Speicherbandbreite. Die meisten Benchmarks bescheinigen dem nForce2 400 (Single-Channel) eindeutig nur wenig Rückstand.
Für preisbewusste Anwender bedeutet dies: nForce2 400 im Single-Channel-Betrieb reicht in vielen Anwendungsfällen locker aus. Nur wenn höchste Performance gefragt ist lohnt sich die Investition in nForce2 Ultra 400 und ein Pärchen teuren Markenspeicher - auch wenn der Preisunterschied nach einem aufmerksamen Preisvergleich nicht zu hoch sein dürfte.
In aller Regel dürften die Platinen mit VIAs KT600-Chipsatz noch ein Stück weit günstiger zu haben sein als Boards mit NVIDIA-Produkten. Wenn Sie mit ein paar wenigen Punkten Rückstand zu nForce2 leben können, ist der VIA-Chipsatz das Schnäppchen für ein vorweihnachtliches Rechner-Upgrade.
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