Effektive Datenrettung
Um gelöschte Bilddateien wiederherzustellen, setzt der Anwender Software wie Digital Image Recovery (home.arcor.de/christian_grau/dir/) und PC Inspector Smart Recovery (www.pcinspector.de/smart_media_recovery/welcome.htm) ein. Beide Programme sind als Demo-Versionen erhältlich. Das Gleiche leistet die Software Pixo Rescue, die Anbieter Pixomedia seinen Lesegeräten beilegt. Allen Utilitys genügt es, wenn diese physikalischen Zugriff auf die zu lesende Speicherkarte haben. Das Medium kann dabei in der Kamera sitzen, die als Wechseldatenträger in das System eingebunden ist. Es genügt aber auch, wenn die Speicherkarte in einem Lesegerät steckt.
Digital Image Recovery und PC Inspector Smart Recovery verwenden die gleiche Methode zur Datenrettung: Die Programme lesen den gesamten Speicher der Flash-Karten aus und suchen nach charakteristischen Datei-Headern von Bilddateien. So beginnt beispielsweise ein JPEG-Bild mit den drei Bytes FF, D8 und FF, denen kurz darauf die Zeichenkette Exif oder Jfif folgt.
Im Idealfall sind nach einem Programmdurchlauf sämtliche verloren gegangenen Bilder wiederhergestellt. In der Praxis liegen jedoch häufig Fotos nicht mehr im Originalzustand vor. Dann sind die Bildinformationen nur noch teilweise vorhanden oder mit Inhalten anderer Fotos vermengt. Der Grund: Durch häufiges Löschen und Wiederbeschreiben der Flash-Medien liegen die Bilder fragmentiert, also nicht mehr sequenziell gespeichert, auf dem Datenträger vor. Erkennen die Bildrettungsprogramme einen JPEG-Dateiheader, stellen diese das Bild wieder her - unabhängig davon, ob die Datei ab dieser Startposition vollständig vorliegt. Um Fragmentierung vorzubeugen, empfiehlt es sich, keine einzelnen Bilddateien auf den Flash-Karten zu löschen. Das Medium sollte zudem vor jedem Einsatz komplett formatiert werden. Wenn es anschließend zu Datenverlusten kommt, rekonstruieren Digital Image Recovery und PC Inspector Smart Recovery mit großer Wahrscheinlichkeit alle Bilddateien.