Speicherchips unter der Lupe: Taktrate vs Zugriffszeit
Inhaltsverzeichnis
- 1. Mehrleistung ohne Aufwand
- 2. Speicher-Charakteristika
- 3. Test-Setup
- 4. Übertaktung: HTT, CPU- Multiplikator, Speicher-Teiler
- 5. Auswirkung der CPU-Taktrate auf Benchmark-Ergebnisse

Zu Beginn des Tests steht die Frage: Lieber zu Speichermodulen greifen, die mit schnellen Zugriffszeiten und durchschnittlicher Frequenz arbeiten, oder sich für langsame Zugriffe bei hohen Taktfrequenzen entscheiden?
Was den Bedarf an Speicher betrifft, so sind zwei Speichermodule mit jeweils 1 GB derzeit die beste Wahl für einen Highend-PC. Das Hauptargument für eine satte Bestückung besteht darin, ausreichend Speicher für die Anwendungen zu bieten und zu verhindern, dass Windows Daten in die Auslagerungsdatei der Festplatte schreibt.
Der Hintergrund: Kürzere Zugriffszyklen bedeuten einen schnelleren Betrieb. So läuft z. B. DDR-Speicher unter Geschwindigkeiten mit Taktzykluseinstellungen zwischen CL2-2-2-5 und CL3-4-4-7, während DDR2 von CL3-2-2-8 bis CL5-5-5-15 variiert. Letzteres verdoppelt im Endeffekt die Latenz im Vergleich zu schnellen DDR1-Timings, weshalb DDR2-Speicher mit deutlich höheren Taktfrequenzen betrieben werden muss, um DDR1 leistungsmäßig Paroli zu bieten.
Zur Analyse der Speicherperformance hat THG ein Athlon-64-System herangezogen, da der Speicher-Controller Bestandteil des Prozessors. Unsere Absicht ist es, Performanceunterschiede bei Änderung der folgenden Parameter aufzuzeigen:
CPU-Taktrate: von 1450 MHz bis 2610 MHz Speicher-Taktrate: von 200 MHz bis 290 MHz Speicherzugriff: von CL2.0-2-2-5 bis CL3.0-4-4-7Zudem wurde die Performance bei unterschiedlichen Taktfrequenzen und Timings untersucht.
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