Preise für NAND-Flash sollen sich stabilisieren

In den letzten Monaten zogen die Speicherpreise deutlich an. Insbesondere der steigende Bedarf in Smartphones sorgte seit Mitte 2016 für einen regelrechten Boom in der Speicherindustrie. Allein im vergangenen Jahr soll die Branche nach Informationen von Reuters um 70 Prozent gewachsen sein. Allerdings gab es bereits im letzten Quartal 2017 bereits erste Anzeichen, dass sich der Markt beruhigt, denn die Preise für Highend-Flash-Speicherchips fielen um rund fünf Prozent.

Grund für die Entspannung ist der Ausbau der Fertigungskapazitäten durch die Speicherhersteller: Im vergangenen Jahr soll das Angebot um 34 Prozent gewachsen sein, in diesem Jahr wird mit einem Plus von 43 Prozent gerechnet.

Mit einem abrupten Preisverfall kann allerdings nicht gerechnet werden. Analysten gehen davon aus, dass sich die Preise im kommenden Jahr stabilisieren und um etwa zehn Prozent sinken könnte. Das Wachstum soll vor allem von Western Digital, Toshiba und Micron vorangetrieben, die dem Branchenprimus Samsung Marktanteile abnehmen wollen - die Koreaner halten aktuell einen Anteil von rund 40 Prozent am Gesamtmarkt.

Bei DRAM-Chips soll die Entspannung auf dem Markt noch auf sich warten lassen. Die Produktion wurde von den Herstellern zwar auch an dieser Stelle hochgefahren, allerdings stieg im gleichen Maß der Bedarf bei den Geräte-Produzenten, sodass die Situation auch in diesem Jahr noch angespannt bleiben soll. Es wird von einer Preissteigerung von neun Prozent ausgegangen. Die Investitionen der Speicherhersteller - die von 10 Milliarden Dollar 2016 auf 38 Milliarden für 2017 und 2018 gestiegen sind - sollen erst im nächsten Jahr zu einer spürbaren Entlastung führen. Es könnte dann zu einem Preisrückgang von 18 Prozent kommen.

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