Sechs weitere Solid State Drives einschließlich der neuen 470-Serie von Samsung haben den Weg in unser Testlabor gefunden. In diesem Artikel vergleichen wir insgesamt 24 SSDs.
Der SSD-Markt befindet sich seiterhin in heftiger Bewegung und bietet mittlerweile Produkte in einer Preisspanne zwischen 100 Euro und fast 1000 Euro. SSDs in dieser Preiskategorie findet man eine Speicherkapazität zwischen 30 GB und 256 GB. Moderne Laufwerke sind dabei deutlich schneller als jegliche herkömmliche Festplatte und verbessern, wenn als Systemlaufwerk eingesetzt, Reaktionsfreudigkeit und Performance des Systems so deutlich, dass sich kaum ein ernsthafter Anwender der Versuchung entziehen kann.
Gleichzeitig nehmen SSDs weniger Leistung auf als konventionelle Festplatten und sind mechanisch robuster. In diesem Artikel haben wir sieben weitere SSD-Produkte getestet und im Benchmark-Abschnitt insgesamt 24 Laufwerke miteinander verglichen, da es deutliche Unterschiede zwischen den Testkandidaten gibt. Heute neu: AData Nobility N002, Corsair Force F160, Kingston SSDNow V und SSDNow V+, Patriot Inferno und die nagelneue 470-Serie von Samsung.
Der SSD-Markt – Ein Überblick
Viele SSD-Anbieter verwenden die erhältlichen, populären Controller und Architekturen bzw. kaufen fertige Laufwerke und etikettieren diese um. Die Zahl der SSD-Anbieter nimmt stetig zu, da immer mehr Unternehmen sich am wachsenden Markt und dem potenziellen Profiten beteiligen.
Der Großteil der Silizium-Architektur kommt von Indilinx, Intel, JMicron, Marvel, Samsung, Sandforce und Toshiba. Auch Seagate und Western Digital haben mittlerweile Lösungen im Angebot, allerdings spielen diese für die SSD-Welt noch keine entscheidende Rolle. Einige Hersteller von NAND-Flash-Speicher einschließlich Hynix, Intel, Micron, Samsung und Toshiba, aber nur zwei SSD-Hersteller können tatsächlich den gesamten Herstellungsprozess einschließlich Controller-Design, NAND-Flash und Fertigung kontollieren. Das Hauptaugenmerk richtet sich hier auf die Tatsache, dass sie das können; das ist nicht unbedingt immer der Fall.
Controller Sind Wichtig
SSD-Anbieter haben einen gewissen Spielraum für Verbesserungen, so z.B. seitens der Firmware und der Art und Weise, wie verfügbare Flash-Speicher-Kanäle ausgestattet werden. Deshalb ist lediglich eine allgemeine Bewertung möglich, wie die Performance eines SSD-Laufwerks mit dem einen oder anderen Controller aussehen sollte. Allerdings bietet lediglich ein umfassender Produkttest ein entsprechendes Gesamtbild.
Die Leiterplatine der Corsair F160-SSD. Sie basiert auf dem SF-1200-Controller von Sandforce und Intel NAND-Flash-Speicher.
Dabei spielt es eine wichtige Rolle, sich ein wenig auf Controller zu konzentrieren, da in diesem Bereich am meisten Innovation stattfindet. Alle SSD-Anbieter verwenden gleichartige Flash-Speicher. In den letzten Jahren haben die Taktraten zugenommen, aber MLC NAND-Flash-Speicher bringt auch weiterhin zwei Bits pro Zelle unter. Es sind allerdings die Controller, die für die Optimierung von Performance und eine schnellere Interface-Bandbreite verantwortlich sind. Zukünftige Produkte werden aufgrund einer höheren Speicherdichte und größeren Kapazitäten in der Lage sein, mehr als zwei Bits pro Zelle zu speichern. Im Augenblick ist der neue Toggle-Modus DDR NAND-Flash-Speicher von Samsung eine der interessantesten Neuerungen – bei dieser Technologie wird Double-Data-Rate-Technologie auf NAND Flash-Speicher angewandt. Damit kann sich der Durchsatz theoretisch verdoppeln; die Technologie ist mittlerweile auch auf der 470-Serie erhältlich, die wie im heutigen Artikel testen.
- Neue SSDs im Test – kann Samsungs 470-Serie überzeugen?
- Benchmarking-Probleme und Trends
- AData Nobility N002 (Indilinx, 128 GB)
- Corsair Force F160 (180 GB, Sandforce)
- Kingston SSDNow V (128 GB, Toshiba)
- Kingston SSDNow V+ (128 GB, Toshiba)
- Patriot Inferno (120 GB, Sandforce)
- Samsung 470-Serie bzw. PM810 (256 GB)
- Vergleichstabelle und Testkonfiguration
- Ergebnisse: Zugriffszeit und I/O-Performance
- Ergebnisse: h2benchw-Durchsatz und IOMeter-Streaming
- Ergebnisse: CrystalDiskMark Sequential Reads/Writes
- Ergebnisse: 4 KB Random Reads/Writes
- Ergebnisse: 512 KB Random Reads/Writes
- Ergebnisse: PCMark Vantage Storage
- Ergebnisse: Leistungsaufnahme
- Ergebnisse: Effizienz
- Fazit & Empfehlungen

Unter 100 Euro ist echt eine Ansage!
..zwischen 75 Euro...!!! Die 40GB Intel G2
Edit: Danke für den neuerlichen SSD-Test!
Bei den für mich relevanten Einsatzszenarien (Starten von WIN und Anwenungen) ist die Intel G2, selbst die kleine 40GB immer noch die 1. wahl. Trotz ihres mittlerweile hohen Alters. P/L völlig überzeugend. Warum die intel in den Empfehlungen nicht auftauchen, kann ich nicht nachvollziehen.
Die Intel ist beim Schreiben ne Schnecke. Selbst die grossen Modelle machen bei 100MB/Sek schluss. Das kann eine 7200er HD in vielen Fällen auch oder noch mehr...
Eine Sandforce z.B. ist da deutlich ausgewogener, hat die Stärken der Intel, schreibt doppelt so schnell und ist günstiger.
Auch die Pauschalaussage:
ist zwiespältig, liefert Kingston doch eine sehr Sparsame (Modell V+) und eine total Strom hungrige (Modell V) SSD.
Mein Fazit: Wer nicht auf Stromverbrauch achten muss greift zur Crucial C300, fürs Notebook würde ich eine Vertex 2 oder Intel G2 nehmen (Evtl. auf G3 warten). Samsungs mittelmäßige SSD ist mit 470€ definitiv zu teuer, wenn ich für 430€ die C300 bekomme...
Als Käufer wirds allerdings schwieriger. Ich persönlich kann mein Arbeitsumfeld nicht so genau auf die Tests abbilden, da müsste ich wirklich selber testen, was aber weder finanziell noch zeitlich tragbar ist. Dennoch kann man schon viel mit den Ergebnissen anfangen.
Vielleicht werden die Hersteller durch diese Tests ja munter, und verbessern Ihre Firmware, damit z.B. die Samsung nicht so arg abfällt in den beiden Tests. Ist ja noch recht neu das Teil, mal abwarten.
Wo ich immer mehr Bauchschmerzen bekomme, ist die Tatsache, das diverse Hersteller von Flash für neue MLC Typen die Schreibzyklen deutlich von bis zu 10000 auf nun bis zu 1000 Zyklen gesenkt haben. Das mag man zwar durch ausgeklügelte Algorithmen etwas ausgleichen können, aber so arg wohl ist mir dabei nicht. Homeuser dürften da wohl in der Regel keine Probleme bekommen, weil ja der Schreibanteil eher gering ist, aber für ne Arbeitsworkstation mit hohem Schreibaufkommen bin ich da eher skeptisch, ob die wirklich paar Jahre durchhalten...
Meiner Meinung nach wünschenswert wäre eine Verringerung der Schnittstellenprotokolle. Ich kenn mich zwar nicht mit den Protokollen aus, aber warum nicht einfach nur noch PCIe 3.0 bsw. mit 2 Konnektor-Arten. (groß für Einsteckkarten zur Fixierung dieser und klein für interne und externe Laufwerke) Weniger Schnittstellenwandler würde zu weniger Aufwand und mehr Platz auf den Mobos führen...
Samsung RuleZ!!
ich habe jedenfalls heute eine X25MG2 80GB bestellt, man sehe sich doch nur mal die Werte im PC-Mark Vantage an - Das worauf es mir bei einer SSD ankommt (schneller Boot, schneller lLaunch der wichtigsten Programme, Gamingdurchsatz und vor allem PERFORMANCE USED ) ist bei der Intel immer noch besser als bei der 470..
(wenn dann sollte natürlich auch nur ne kleine SSD rein, dh eine, die im Verhältnis zu Netbook wenig kostet)
Danke.
Jake_b