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Benchmarks: IOmeter-Streaming, CrystalDiskMark

SSDs im RAID: unbegrenzte I/O-Leistung?
Von , Achim Roos

IOMeter-Ergebnisse

Bei der sequenziellen Leserate kommen Geschwindigkeits-Enthusiasten auf ihre Kosten. Im voll ausgebauten Zustand liefert das RAID-System einen maximalen Datendurchsatz von 1000 MB/s beim Lesen und erreicht 1122 MB/s beim Schreiben. Wichtiger ist jedoch die wiederum deutliche Skalierung: In jeder Ausbaustufe steigt die Leistung des Systems um etwa den gleichen Wert an, ohne dabei an Linearität einzubüßen.

CrystalDiskMark-Ergebnisse

Der CrystalDiskMark bestätigt die Ergebnisse der IOmeter-Durchläufe sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben:

Alle 32 Kommentare anzeigen.
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  • lrlr , 24. Januar 2011 10:09
    >Der Leistungszuwachs im Testsystem ist nahezu linear,

    die Chance dass das Ding flöten geht, übrigens auch, ... hätte man u.U: auch kurz erwähnen können..
  • Anonymous , 24. Januar 2011 10:20
    Würde ich auch sagen, das Risiko von Datenverlust ist sehr hoch!
    Wie sieht es denn mit Trim oder Garbage Collection aus ist das jetzt richtig gelöst? :sarcastic: 
  • smg72523889 , 24. Januar 2011 11:14
    funktioniert Trim im RAID überhaupt schon?
    Garbage Collection is ja nicht OS-abhängig so viel ich weiß
    und sollte auch bei RAID funktionieren ... aber TRIM???

    @THG -> bitte erläutern ...
  • Headyman , 24. Januar 2011 11:24
    Da steht zwar drinnen, das die SSDs TRIM beherrschen, aber nicht, ob das auch im RAID funktioniert, falls ja,wäre das ein dicker Boni, andernfalls etwas bedenklich.
    Der Test ist sinnvoll, aber nutzlos in Bezug auf reale Anwendungen (RAID 5).
    Bitte unbedingt nochmal mit Raid 5 durchspielen.

    Ansonsten zeigt der Test, das aktuelle Controller und SSDs wirklich sehr gut skalieren können, und keine versteckten Flaschenhälse bei IO existieren, hervorragend, das sah vor nicht allzu langer Zeit ja noch ganz anders aus... .
  • smg72523889 , 24. Januar 2011 11:30
    also, hab jetzt die lsi-dokus durchforstet, aber die lassen kein einziges mal das Wort Trim oder ähnliche Umschreibungen fallen...

    hab erst vor kurzem einen test gelesen (wo war das?) da haben die verglichen trim an und aus nur mit gc, da hat die ssd mit der zeit ca. 1/3 eingebüßt, aber wenn ich mir für unsere vSphere ssds ins raid hänge, brauch ich konkrete aussagen und zahlen, sonst wirds nix.....
  • lrlr , 24. Januar 2011 11:53
    für echt betrieb..
    anstelle dieses (auch nicht billigen) raid-murks..

    OCZ RevoDrive 480GB oder sowas ähnliches..

    wobei das ja nur Sinn macht, wenn sich oft und viel ändert..
    wo sich dann schon wieder die frage stellt, wie man das gesichert bekommt (und mit Sicherung meine ich jetzt keine Spiegelung, sondern irgendwas mit zumindest ein paar Versionsständen..)
  • fffcmad , 24. Januar 2011 13:07
    Sagt mal, sehe ich das richtig? SInd da Akkus in der SSD? Konnte leider keinen Untertitel zu dem Bild sehen und den gesamten Artikel nur ueberfliegen...
  • amd64 , 24. Januar 2011 16:15
    Ohoh, wenn bei THG Serverhardware testet wird, kommen solche Fazits dabei raus.

    "Erweitert man das System um ein weiteres Laufwerk, steigt damit nicht nur die verfügbare Kapazität – auch die Performance erhöht sich, und zwar in gleichem Maße."

    Bingo, herzlichen Glückwunsch zu dieser Erkenntnis!

    Nebenbei hat der Controller keine 24SATA und 4SAS Anschlüsse sondern "Twenty-four internal + four external 6Gb/s SATA+SAS ports", ein kleiner aber feiner Unterschied. Genau wie der Preis, der Controller kostet um die 1000,- Euro, dafür kann man auch einiges erwarten.

    Gezeigt wurde auch nur, dass der Controller "nur" bis 50k io ops skaliert und das auch nur im raid0. Jedem Admin gehen da die Fingernägel hoch, denn ein raid0 ist nur als lese cache wirklich zu gebrauchen (auch mit "SSD Guard" Marketinggeschwurbel). Interessanter wäre gewesen, mit mehr SSDs zu testen und unterschiedliche Raidmodi zu testen. Wenigstens aber raid10.

    Ich hoffe ihr könnt den Controller behalten und nutzt ihn immer fleißig für Zweittests von SSD, die sonst nur am onboard Chipsatz getestet werden
  • fffcmad , 24. Januar 2011 16:57
    Zitat :
    Ohoh, wenn bei THG Serverhardware testet wird, kommen solche Fazits dabei raus.

    "Erweitert man das System um ein weiteres Laufwerk, steigt damit nicht nur die verfügbare Kapazität – auch die Performance erhöht sich, und zwar in gleichem Maße."

    Bingo, herzlichen Glückwunsch zu dieser Erkenntnis!

    Nebenbei hat der Controller keine 24SATA und 4SAS Anschlüsse sondern "Twenty-four internal + four external 6Gb/s SATA+SAS ports", ein kleiner aber feiner Unterschied. Genau wie der Preis, der Controller kostet um die 1000,- Euro, dafür kann man auch einiges erwarten.

    Gezeigt wurde auch nur, dass der Controller "nur" bis 50k io ops skaliert und das auch nur im raid0. Jedem Admin gehen da die Fingernägel hoch, denn ein raid0 ist nur als lese cache wirklich zu gebrauchen (auch mit "SSD Guard" Marketinggeschwurbel). Interessanter wäre gewesen, mit mehr SSDs zu testen und unterschiedliche Raidmodi zu testen. Wenigstens aber raid10.

    Ich hoffe ihr könnt den Controller behalten und nutzt ihn immer fleißig für Zweittests von SSD, die sonst nur am onboard Chipsatz getestet werden


    Du bist ja ein ganz Schlauer. Glueckwunsch!

    RAID0 ist nicht nur als Lesecache zu gebrauchen. Ein guter Admin schiebt regelmaeßig ein Backup. Das Risiko eines Ausfalls ist trotz RAID0 und meheren SSDs sehr gering. Wenn der Controller ueber eine BBU verfuegt, steigt die Ausfallrate mit Sicherheit nicht merklich ueber Die einer Einzelnden Platte oder ein RAID5 etc an. SSDs in ein RAID5 oder 6 zu packen waere eher hahnebuechen, da man hier die Leistung der sehr teuren SSDs verpulvern wuerde. Das macht man mit traegen SAS-Platten. SSDs sind fuer die Performanz entscheidend. Das hoechste der Gefuehle duerfte RAID10 darstellen, das duerfte einigen faehigen Admins schon zu teuer sein, besonders da man hier fuer die richtig schnellen Controler braucht.
  • derGhostrider , 24. Januar 2011 17:21
    @fffcmad:
    Zitat :
    Wenn der Controller ueber eine BBU verfuegt, steigt die Ausfallrate mit Sicherheit nicht merklich ueber Die einer Einzelnden Platte oder ein RAID5 etc an. SSDs in ein RAID5 oder 6 zu packen waere eher hahnebuechen, da man hier die Leistung der sehr teuren SSDs verpulvern wuerde.

    Entschuldige, aber das ist doch Quatsch!
    Du brauchst nur einen wackeligen an einem Kabel zu haben oder eine SSD, die doch mal frühzeitig stirbt und das war es dann.
    Nein, RAID-5 oder RAID-10 haben ihre Berechtigung überall dort, wo produktiv mit den Daten gearbeitet wird.

    Es gab auch mal Zeiten, da waren 7,2k oder 10k SCSI-Platten teurer als die heutigen SSDs. Und TROTZDEM wurden sie im RAID verwendet. Einfach aus dem Grund, daß ein Ausfall wesentlich teurer wäre als eine popelige zusätzliche Platte.

    Gleiches wird heute im gleichen Maße für SSDs gelten. Ein RAID-0 wird nicht durch eine BBU urplötzlich sicher. Eine BBU schützt nur davor, daß die Daten im Cache des Controllers bei einem Stromausfall nicht verloren gehen. Mehr nicht. Die Datensicherheit eines RAID-0 wird damit definitiv nicht erhöht.

    Und wieso RAID-10 billiger oder kosteneffizienter sein sollte als RAID-5 oder RAID-6 ist mir auch überhaupt nicht klar. Die Geschwindigkeit der SSDs wird da keines Wegs reduziert. Es ist nur eine Frage, wie schnell der Controller die XOR-Berechnungen durchführen kann. Ist er schnell genug, dann ist ein RAID-5 lesend fast genau so schnell wie ein RAID-0 und lesend fast so schnell wie ein RAID-0 mit n-1 Platten.
    Also vor allem lesend sind RAID-5 und -6 sehr schnell unterwegs, dafür muß nicht einmal der Controller unglaublich leistungsfähig sein.


    Im Test fehlen auf jeden Fall die Vergleiche zum RAID-5, ebentuell auch zum RAID-10. Es gibt eben Szenarien, bei denen diese auf jeden Fall bevorzugt würden. So wie es schon immer der Fall war.

    SSDs können, genau wie Festplatten auch, auf Grund von elektronischen Defekten ausfallen. Bei vielen Festplatten mögen zwar die mechanischen Defekte überwiegen, aber es gibt eben auch die anderen, die ganze Festplattenbaureihen in der Vergangenheit ausgelöscht haben. (Fujitsu MPG3409AH-xx -> Ein anderes Flammschutzmittel ließ die Controllerchips irgendwann einfach sterben)
    Soetwas kann auch bei jeder SSD passieren. SSDs sind nicht unverwüstlich, sie sind nur nicht mehr so anfällig für mechanische Defekte. Das war's dann aber auch.
  • fffcmad , 24. Januar 2011 17:39
    Nein, Sicher wird mit RAID so oder so gar nichts, aber eine BBU rettet normalerweise ueber die meisten im realem betrieb auftretenden Fehler weg. (Abstuerze/ Stromausfall) Verkabelung ist bei einem professionellem RAID normalerweise unproblematisch, da die Platten in einen Wechselrahmen kommen. Wackler sind da nahezu ausgeschlossen, besonders wenn man die richtigen Kabel verwendet.

    RAID5 etc. sind langsam. Es waere eine reine Verschwendug/ Geldverbrennung, das großartig fuer SSDs einzusetzen. (beis SCSI/ SAS HDDs sieht das je nach Anwendungsfall anders aus, da sie normalerweise nicht so schnell sind, um einen vernuenftigen Controller trotz RAID5/6 an die Leistungsgrenzen zu bringen) Bei SSDs kloppst du da aber eine Kerbe in die Preis/ Leistungskurve, weil der Controller kotzt. Der Controller, der SSDs im RAID5 oder 6 vernuenftig befeuern kann, liegt weit jenseits der 1000€ Marke. Hier ist man mit herkoemmlichen Platten bezueglich Verfuegbarkeit (Nicht Sicherheit) besser aufgehoben.

    Das ein RAID0 schneller stirbt als ein RAID5 oder 6 ist auch nicht ganz korrekt. Bei RAID5 und 6 gibts viel mehr Fallstricke, die das RAID toeten koennen. Bei RAID 0 ist dann halt bei Ausfall einer SSD das logische Laufwerk hinueber. (Verfuegbarkeit wird ja nicht gesteigert) Wer jedoch so eine Laufwerkskonfiguration nutzt, hat sich auch einen Notnagel zurechtgelegt. SSDs sind je nach Hersteller zuverlaessiger als normale Festplatten. (Man schaue sich mal die Ruecklaeuferquoete der Intel-SSDs an) RAID10 schont den Controller, da er keine XOR-Berechnungen durchfuehren muss. Ich schaetze mal das die LSI-Firmware fuer SSDs den verbauten Controller einfach zu Hoechstleistungen bringt, in dem meoglichst viele Features, die dem Controller Rechenkraft kosten, deaktiviert werden. Das ist auch etwas, was ich mache, wenn ich merke das die verbauten Platten den Controller (Egal welcher RAID-Modi) an die Leistungsgrenze bringen.
  • derGhostrider , 24. Januar 2011 18:00
    "RAID5 etc. sind langsam."
    Das klingt wie ein Argument aus der Computer-Jungsteinzeit (Mylex 960...).

    Belege das mal bitte mit irgendwelchen Daten der heutigen Controller.

    Und was sind schon 1000€ bei einem System, bei dem ein RAID aus SSDs nötig ist?
    Wenn bereits einzelne Netzwerkkomponenten fünfstellige Summen kosten, ebenso SANs oder Bandroboter, dann ist auch das einfach nur "kein Problem".
    Kleine Server brauchen soetwas eh nicht.

    Es widerstrebt mit grundsätzlich Deiner Argumentation zu folgen. Ein RAID-5 ist nicht anfälliger als ein RAID-0. Das Gegenteil ist der Fall, ansonsten hätten sich RAID-5 Setups niemals durchgesetzt.
    Und da mir auch schon defekte externe Plattenexpander (einzelne Einschübe nach Jahren einfach mal defekt) untergekommen sind und bei mir auch mal eine Backplane defekt war, muß ich einfach anmerken, daß RAID-0 nur und ausschließlich in absoluten Ausnahmefällen eine brauchbare Möglichkeit darstellt. Für mich wäre es im Allgemeinen aber auf jeden Fall inakzeptabel.

    Das hat nichts mit "Geldverbrennen" zu tun, wenn die Verfügbarkeit dadurch gesichert wird.
  • -Iwan- , 24. Januar 2011 18:08
    Raid0 (welches ja gar kein RAID ist) hat in einem Produktivsystem einfach nichts verloren. Geht eine Platte hops, war es das erstmal und die Ausfallzeit eines solchen Systems ist definitiv teurer wie ein ordentliches RAID-System.
    Backup schön und gut, aber wenn es kein permanentes 1:1 ist, kommt zur Ausfallzeit auch noch die Zeit der Datenwiederherstellung hinzu, ggfs. fehlen dann auch noch Daten, die neu erfasst werden müssen und und und...
    Aber einige wissen es ja eh immer besser und denen könnte man das auch vorrechnen, aber stur bleibt halt stur.
  • fffcmad , 24. Januar 2011 18:15
    Wenn du die Verfuegbarkeit steigern willst und die Performanz, wirds halt sehr teuer. Aber in dem Fall muss das in Kauf genommen werden. Im Schnitt ist es guenstiger, SSDs fuer schnelle Zugriffe und ein HDD-RAID fuer den normalen Bedarf fuer Verfuegbarkeit zu nehmen.

    Und RAID5 und 6 ist langsam. Einfach logisch. Das hat sich bis heute nicht geaendert. Einmal dadurch Bedingt, wie so ein RAID arbeitet und zweitens dadurch, das die Leistung der XOR-Engine begrenzt ist. Versuche doch mal, mit einem Hardware-RAID der 300 - 500€ Klasse so ein Setup mit 4 SSDs und RAID6 aufzustellen. Das macht keinen Spass... Hier musst du ordentlich die Kasse klingeln lassen. Und bei 4 SSDs und einem 1000€ Controller macht das keinen Sinn. Wenn, dann richtig! Die naechste Generation SSDs wird den hier genannten Controller mit Sicherheit schon ohne RAID5/ 6 toeten.

    RAID 5 hat sich nie "richtig" durchgesetzt. Eine Festplatte faellt aus und der Admin kommt ins Schwitzen... Nenene. RAID6 wenn schon. RAID5 hat nur eine breite Basis gefunden, besonders bei Privatanwendern, da man gegenueber einem RAID1 Platz spart. An Sonsten hat RAID5 keinen nennenswerten Vorteil gegenueber RAID 1.

    Uebrigends will ich nicht sagen, das RAID0 und RAID 5 bezueglich Verfuegbarkeit gleichauf sind. Bei RAID0 sitzt du bei einem Fehler mit hoher Wahrscheinlichkeit gleich auf dem Trockenem. Bei einem RAID 5 bist du in einem fehlerfall aber auch nciht weit von entfernt. Anwendungs und Hardwarefehler fuehren auch bei den RAID-Modis mit erhoehter Verfuegbarkeit gerne zum Totalverlust der Daten. Da spreche ich aus eigener Erfahrung und das duerften alle, die mit RAID zu tun haben, auch selbst schon erlebt haben. Ich mache die Ausfallwahrscheinlichkeit nicht nur an der MTBF der Hardware fest...
  • fffcmad , 24. Januar 2011 18:16
    Zitat :
    Raid0 (welches ja gar kein RAID ist) hat in einem Produktivsystem einfach nichts verloren. Geht eine Platte hops, war es das erstmal und die Ausfallzeit eines solchen Systems ist definitiv teurer wie ein ordentliches RAID-System.
    Backup schön und gut, aber wenn es kein permanentes 1:1 ist, kommt zur Ausfallzeit auch noch die Zeit der Datenwiederherstellung hinzu, ggfs. fehlen dann auch noch Daten, die neu erfasst werden müssen und und und...
    Aber einige wissen es ja eh immer besser und denen könnte man das auch vorrechnen, aber stur bleibt halt stur.


    Du darfst mich nicht falsch verstehen. Wenn ein RAID0 fuer den Anwendungsfall nichts taugt >> Andere Loesung.
  • derGhostrider , 24. Januar 2011 19:16
    fffcmadUnd RAID5 und 6 ist langsam. Einfach logisch.

    Belege es oder verkneif Dir diese Behauptung. Also bei Festplatten (ja, keine SSDs), ist diese Behauptung seit mindestens 8 Jahren schlichtweg falsch. Nein, eigentlich noch länger, denn ICP Vortex hatte bereits vorher extrem schnelle RAID-Controller im Programm, die damals kaum fassbare 300MB/s schafften.


    Zitat :
    RAID 5 hat sich nie "richtig" durchgesetzt.

    Jetzt wird es lächerlich. Diese Aussage ist totaler Käse.

    Zitat :
    Anwendungs und Hardwarefehler fuehren auch bei den RAID-Modis mit erhoehter Verfuegbarkeit gerne zum Totalverlust der Daten. Da spreche ich aus eigener Erfahrung und das duerften alle, die mit RAID zu tun haben, auch selbst schon erlebt haben. Ich mache die Ausfallwahrscheinlichkeit nicht nur an der MTBF der Hardware fest...

    Anwendungsfehler die Daten vernichten (ungewolltes Löschen, fehlerhafte Daten auf dem Datenspeicher schreiben lassen) sind auf jedem RAID-System, unabhängig vom Modus, gleichermaßen schädlich und daher irrelevant. Es ist halt kein Fehler des Raid-Systems, sondern der Anwendung, die die Daten schreibt.
    Es gibt aber keinen "Anwendungsfehler", der ein Hardware-RAID-5 zerstört, jedoch ein RAID-10 oder sonstigen Modus unangetastet lassen würde.
    Bei einem Soft-RAID sieht das unter Umständen anders aus, aber davon redet hier keiner.

    Und Hardwarefehler, die ein RAID-5 vernichten, andere RAID-Modi jedoch nicht, sind selten.
    Was soll das denn auch schon sein? Zwei-Festplatten-zur-gleichen-Zeit-Kaputt?
    Damit kann auch ein beliebiges RAID-10 jeder Zeit sterben. Ein RAID-6 jedoch z.B. "noch" nicht.

    Controller-Defekt? Wenn es die Platten zerstört, dann trifft es bei jedem RAID-Modus zu. Ansonsten wird der Controller ausgewechselt - fertig.

    Deine Argumentation mögest Du bitte belegen und nicht nur behaupten. Es klingt so, als wenn Du die Beiträge aus dem Forum von Soft-RAID-5 Usern als Beispiele herangezogen hättest und es auf anständige Hardware-Raid-Controller anwenden würdest. Das funktioniert aber nicht.
    Wenn ich meine beruflichen, privaten und die Erfahrungen anderer aus Foren verbinde, dann gibt es nur ein Fazit:
    Ein einmal ordentlich eingerichtetes RAID-5/6, welches auch *getestet* einen Degraded-Zustand fehlerfrei beheben kann, macht keine Probleme mehr.

    Bei einem Ausfall kommt auch kein Admin ins Schwitzen, da die Hot-Spare sofort eingebunden wird und der Rebuild automatisch anläuft. Da geht man nur runter, tauscht die defekte Platte aus und trinkt sich anschließend einen Kaffee. Das ist "Routine". Festplatten sind halt Verschleißteile.
    Bei wichtigen Servern läuft dann halt ein RAID-6, oder gibt redundante Server oder Speichersubsysteme mit dem identischen Datenbestand.
    Sind Daten wichtig, dann sind auch doppelte Kosten kein Problem. Sind Daten das nicht wert, dann reicht weniger Aufwand. Aber es wird fast immer RAID-5 + Hot Spare eingesetzt, oder eben etwas vergleichbares / angemesseneres.
  • -Iwan- , 24. Januar 2011 19:42
    Zitat :
    Uebrigends will ich nicht sagen, das RAID0 und RAID 5 bezueglich Verfuegbarkeit gleichauf sind.

    Raid0 bietet gar keine Verfügbarkeit - du meintest sicherleich Raid1 ;) 

    mal ganz einfach ausgedrückt (und ohne Backupsysteme):
    Raid 0 = 1 Platte fällt aus -> alle Daten weg
    Raid 1&5 = max. 1 Platte fällt aus -> neue HDD rein, Rebuild, fertig
    Raid 6 = max. 2 Platten fallen aus -> neue HDDs rein, Rebuild, fertig
    entweder will man Geschwindigkeit oder Verfügbarkeit oder halt einen Kompromiss aus beidem
  • fffcmad , 24. Januar 2011 20:01
    ICP Vortex? Habe selbst welche! RAID5 oder RAID6 SCSI U320 mit 3 Ports 300Mbyte/s? Niemals! Das solltest !du! mir mal beweisen. Die Teile knicken schon bei etwa 185MByte/s ohne Parity ein. (Mit Abschalten von features knackt man die 200MByte/s) Die letzen moderneren ICPs/ Adaptecs kamen da gerade mal an deine Werte ran. Und das ist noch keine 6 Jahre her. Ich hab den ganzen Schrank voll mit den Dingern. Und ich habe ein wesentlich dickeres Monstrum hier, einen HP 6402. (Eigentlich ein 6404, brauche jedoch nur zwei Ports und habe dann den vollen 512Mbyte Cache) Der macht bei etwa 280MByte/s zu. (Je nach Blockgroeße etc geht er schon frueher in die Kniee) Das sind die Limits des Cache bei dem Controller. Der hat ungefaehr die Performanz einer aktuellen durchschnitts-SSD vorzuweisen. Mehr geht nicht. Gegen diesen Controller sind die ICPs aus dem selben Zeitraum -performanztechnisch- ein Lacher. (Wennn wir bei Erweiterungskarten bleiben)

    Und dann gucke mal selbst, was passiert, wenn du verschiedene RAID-Modis und verschiedene Stripe-Sizes nimmst (Ne, ich habe keinen Bock noch mal meine SCSI-RAIDs zusammen zu basteln und zu benchen, zudem haben in Zwischen zwei meiner 6 SCSI-Platten ihr leben ausgehaucht) RAID5 und RAID6 koennen nicht schnell sein. Schon beim Schreiben ist es ausgeschlossen. Je mehr Platten, desto schlimmer. Man muss schon ordentlich klotzen damit die Performanz hinnehmbar ist.

    Anwenderfehler passieren sehr schnell. Und die, die direkt auf Dateissystemebene fuer Datenverlust sorgen, habe ich nicht gemeint. Ich meinte die, die bei Fehlerfall des Controllers etc auftreten.

    Das eine Platte sofort ausfaellt, ist eine Seltenheit. Im Normalfall wird sie wie jede normale Platte auch anfangen, Schreib-Lesefehler zu produzieren. Und du missinterpretierst meine Aussage. Ich habe nur gesagt, das RAID5 in Sachen Verfuegbarkeit nicht viel bringt. In fast allen Faellen ist mir das RAID5 weggestorben, da mehrere Platten zickten (Hardwarefehler (BIOS des Controllers, Firmware der Platte)) oder Treiberfehler, der das logische Volume zum Teufel jagte. Einen Treiberfehler hatten wir z.B. vor einem halben Jahr auf einem Intel-Modular Server, hier aber ein RAID6. Da nuetzten die zwei Spares auch nichts mehr, denn schwupps war mal das ganze RAID tot.

    Ein RAID5 im Produktivbetrieb ist, wenn man auf Verfuegbarkeit wert legt, einfach ein Witz. Ein Kompromiss. Bei RAID6 muss man zwar mit einer noch mieseren Schreibperformanz und verminderten Leseperformanz leben, hier hat man aber den Vorteil, das zwei Platten gleichzeitig sterben koennen.
  • fffcmad , 24. Januar 2011 20:03
    Zitat :
    Zitat :
    Uebrigends will ich nicht sagen, das RAID0 und RAID 5 bezueglich Verfuegbarkeit gleichauf sind.

    Raid0 bietet gar keine Verfügbarkeit - du meintest sicherleich Raid1 ;) 

    mal ganz einfach ausgedrückt (und ohne Backupsysteme):
    Raid 0 = 1 Platte fällt aus -> alle Daten weg
    Raid 1&5 = max. 1 Platte fällt aus -> neue HDD rein, Rebuild, fertig
    Raid 6 = max. 2 Platten fallen aus -> neue HDDs rein, Rebuild, fertig
    entweder will man Geschwindigkeit oder Verfügbarkeit oder halt einen Kompromiss aus beidem



    Nein, ich habe es so gemeint wie ich es gesagt habe. Natuerlich bietet RAID0 eine Verfuegbarkeit. Aber nicht in dem Sinne, das bei Ausfall einer Platte alles weiter laeuft :) 
  • aarfy , 25. Januar 2011 13:30
    Also muss ich mich auch noch mal einmischen, Raid0 im produktiven Einsatz ist doch nicht wirklich ernst gemeint? Wenn da die Bank jemanden schickt um die Investitionssicherheit zu prüfen gehst du stempeln, ausser du hast ein komplettes Fallbacksystem irgendwo in der Ecke stehen, das dürfte aber WESENTLICH teurer kommen wie eine klassische Raid5 oder Raid50 Konfiguration.

    Üblich sind fast überall im Produktiveinsatz Raid 5 und wenn die Performance nicht ausreicht Raid50 oder 05 -> wenn die Ausfallsicherheit noch etwas gesteigert werden soll noch eine oder zwei Rebuild-Laufwerke dazu (Raid5+1) – wenn das Sicherheitstechnisch immer noch nicht reicht Raid6+2 -> da wird’s dann aber schon langsam etwas teurer und die Performance bricht im Vergleich deutlich ein.

    Von wegen R5 hat sich nicht durchgesetzt? Ich kenne kaum jemanden der etwas anderes im produktiven Einsatz hat.

    Btw. 1000€ für einen ordentlichen Controller ist absolut nicht ungewöhnlich – und teilweise schon bei einer kleinen bis mittleren IT Infrastruktur Gang und Gäbe (Stichwort Investitionssicherheit und Abschreibungen).
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