Analyse: Die Bedeutung von RAM für SSDs

Kleines Hardware-Upgrade, sehr große Wirkung: Mehr RAM entlastet die SSD und erhöht ihre Lebensdauer. Auf unserem Testsystem gehen die Schreibvorgänge teilweise um mehr als 60 Prozent zurück.

Will man einen langsamen Rechner mittels Hardware-Tuning beschleunigen, drängen sich zwei Möglichkeiten geradezu auf, denn sie sind einerseits mit relativ wenig Aufwand und Kosten zu bewerkstelligen und bringen andererseits eine spürbare Verbesserung: die Boot-Festplatte durch eine SSD ersetzen und dem bestehenden RAM noch mehr RAM zur Seite stellen. Vor allem der Laufwerkstausch kann müden PCs Beine machen. Allerdings hat auch der RAM-Ausbau viel Muntermach-Potenzial, denn je mehr Hauptspeicher dem OS zur Verfügung steht, desto mehr I/Os kann das Betriebssystem dort durchführen und muss weniger häufig auf die Festplatte oder die SSD zurückgreifen.

Wie sieht es aber aus, wenn bereits eine SSD im Rechner steckt – braucht es dann noch zusätzliches RAM, oder kann man nicht einfach darauf verzichten, weil das Laufwerk ohnehin schon schnell genug ist? Und wie verhält es sich generell mit den Schreibmengen in Abhängigkeit vom Speicherausbau?  Diesen Fragen sind wir im Detail nachgegangen und haben dazu ein SSD-Testsystem mit unterschiedlichen RAM-Bestückungen ausgesetzt und anschließend diverse Anwendungs-Benchmarks darauf durchgeführt.

Das Ergebnis ist sehr interessant, denn es zeigt, dass man eigentlich gar nicht genug RAM in seinem PC haben kann, sofern eine SSD darin werkelt: Das Flashlaufwerk lebt länger und arbeitet schneller.

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26 Kommentare
    Dein Kommentar
  • okasten
    Mich hätte vor allem interessiert, wiewiel 16 GB im Vergleich zu 8 GB bringen, Schade! Ansonsten interessanter Artikel, Danke!
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  • robberlin
    Gute Sache ALLERDINGS kann man immer noch die Auslagerungsdatei auf einen geringen Wert manuell einstellen (bei mir habe ich nur 1024 Megabyte als feste Größe eingestellt. So wird zwingend der RAM benutzt. Sonalge es keine Fehlermeldung gbt, dass zu wenig physikalischer Speicher zur Verfügung steht gibt es keinen Grund für einen RAM Ausbau falls ich richtig liege.
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  • 7664stefan
    Schliesse mich mal okasten an. Ergänzt doch bitte noch die Ergebnisse für 8GB. :)
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  • fffcmad
    robberlinGute Sache ALLERDINGS kann man immer noch die Auslagerungsdatei auf einen geringen Wert manuell einstellen (bei mir habe ich nur 1024 Megabyte als feste Größe eingestellt. So wird zwingend der RAM benutzt. Sonalge es keine Fehlermeldung gbt, dass zu wenig physikalischer Speicher zur Verfügung steht gibt es keinen Grund für einen RAM Ausbau falls ich richtig liege.


    Ob du nun 1024MB oder 2048MB oder mehr angibst, das duerfte den Kohl wohl kaum fett machen, was Lese und Schreibzugriffe angeht. Eine große Auslagerungsdatei ist auch bei einer SSD sinnvoll und erhoeht die Systemleistung. Zudem wird Windows die Swap-Datei eh vergroeßern, wenn Bedarf besteht. Eine zu kleine Auslagerungsdatei koennte sogar dafuer sorgen, das mehr Aktivitaet auf dem Datentraeger statt findet, als dir lieb ist.
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  • Pootch
    Hallo.

    Also ich hab 8GB Ram in meine PC, für meine Bedürfnisse voll ausreichend.
    Und ich habe die Auslagerungsdatei komplett deaktiviert.. wozu auch? Win7 Speicherverwaltung ist gut genug.
    Probleme ergeben sich dadurch keine!
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  • Tux86
    Hi ich sehe die Ram Menge als überbewertet 8 GB reichen doch völlig aus. Von den 8GB noch 2GB als RamDisk für die Auslagerungsdatei und somit 0 Zugriffe auf die SSD. Korregiert mich falls ich mich irre.
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  • jean luc bizarre
    Sehr interessanter Artikel.
    Was mir aber noch fehlt (auch wenn das hier kein RAM- oder SSD-Benchmark sein soll) ist der Geschwindigkeitsunterschied.
    Ihr habt es ja im Fazit schon erwähnt aber wenn ihr noch die Zeit, die für die Bewältigung der Aufgaben nötig war, adden würdet, dann wäre das Spitze.
    Das RAM viel schneller ist als die Auslagerungsdatei auf einer HDD ist klar, aber wie sieht das (nur für dieses Testsystem) mit RAM vs SSD aus?
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  • pescA
    Eine Frage zum Filezilla Test:

    Ihr habt 148MB runter geladen und davon wurden nur 132,7MB auf die SSD geschrieben. Was ist mit dem Rest? Hängt der noch irgendo im RAM und wird erst beim Runterfahren auf die Platte geschrieben oder was?
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  • mm2knet
    Ich finde den vergleich 4vs 16GB total lückenhaft. 8GB sollte mindestens noch getestet werden. 12, 24 und 32Gb finde ich auch noch sinnvoll!

    Und ne Ramdisk für Auslagerungsdatei ist totaler Quark. Ich meine: Warum soll man Daten, die aus dem Arbeitsspeicher ausgelagert werden sollen in ne Auslagerungsdatei geschrieben werden, die im Arbeitsspeicher liegt!? Dann bitte einfach deaktivieren, so spart man sich ne Menge sinnlose IO.

    Ich habe in meiner Workstation 32GB und damit lässt es sich schon wesentlich besser arbeiten als vorher mit 8GB - allerdings verbrauchen heutzutage auch viele Programme sinnlos Arbeitsspeicher. Wenn ich zwischendurch einfache Tools habe, die nicht mehr als 1-2MB Speicher belegen, dann frage ich mich immer, warum vergleichbare Produkte so viel mehr verbrauchen (müssen). Man kann ja auch ansprechende Programme mit Windows GUI ohne Skins oder so machen ;)
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  • Hody
    Die Frage ist ob es einen Unterscheid von 16 zu 32 GB überhaupt noch gibt?
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  • Berserkus
    Tux86Hi ich sehe die Ram Menge als überbewertet 8 GB reichen doch völlig aus. Von den 8GB noch 2GB als RamDisk für die Auslagerungsdatei und somit 0 Zugriffe auf die SSD. Korregiert mich falls ich mich irre.


    So ein Unfug, nur weil du noch keine Probleme hattest heist das nicht das du nie welche bekommen wirst!
    Eins ist jedenfalls Sicher, Windows und die Speicherverwaltung brauchen die Auslagerungsdatei und selbst wen du die abgestellt hast wird eben, je nach Programm einige stürzen auch mit Fehlermeldungen einfach mal so ab, die irgendwo anders die Daten auf der HD geschrieben.
    Nicht umsonst empfiehlt jeder mit Ahnung das es nicht sinnvoll ist die Auslagerungsdatei komplett zu deaktivieren, MS warnt sogar davor.
    Die wird eh nur dann benutzt wen zu wenig Hauptspeicher im System ist oder Programme diese explizit fordern (in dem Fall wird auch eine erstellt auch wen du das deaktiviert hast, nur ist diese dann Grundsätzlich auf c: oder das Prog stürzt einfach ab).

    Also, höhr nicht auf die ganzen möchtegern Klugscheisser und aktivier die einfach wieder.
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  • Berserkus
    HodyDie Frage ist ob es einen Unterscheid von 16 zu 32 GB überhaupt noch gibt?


    Es gibt schon so gut wie keinen Unterschied mehr zwischen 8 und 16GB, da gibts mehr als genügend Test im Web zu finden. Hier sind allenfalls noch Messbare Unterschiede zu finden die aber fast immer noch im Rahmen der Messtoleranz liegen, nur mit einem minimalen Vorteil zu 16GB.

    16GB und mehr sind nur dann sinnvoll wen man Profisoftware benutzt, Videoschnitt, Bildbearbeitung, CAD und Rendering usw. Aber auf gar keinen Fall mehr bei Office und Gamingsystemen.
    Bei Gamingsystemen wird sich das nur dann ändern können wen auch alle Games komplett in 64bit programiert werden, vorher können alle Games nicht mehr als ca.3GB Sinnvoll nutzen.
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  • Bratkartoffel
    Bei mir stellt die SSD Magican Software von Samsung die Auslagerungsdatei bei max. Haltbarkeit automatisch auf 100mb - 1024mb ein!Überhaupt ist das Tool total super ,mit nur einem Mausklick wird alles optimiert wie man es braucht!
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  • Andy Q
    Hallo!
    Ich schone meine SSD, in dem ich meinen PC 32GB Arbeitsspeicher spendiert habe.
    Das allein genügt aber nicht. Mit dem Tool Supercache und entsprechenden Einstellungen
    (20GB Nutzung/ lazy-write option) spielt sich jetzt alles im Ram ab.
    Natürlich im Rahmen der 20GB!
    Die Lese und Schreibgeschwindigkeiten liegen dann so bei 2000Mb/s.
    USV sollte man sich auch zulegen.
    Eine ähnliche Richtung geht AsRock mit dem Tool XFast RAM.
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  • scl
    @Berserkus:

    Bitte nicht andere als möchtegern Klugscheisser beleidigen und selber Sachen behaupten, die keiner Logik entsprechen.

    1. Microsoft empfiehlt natürlich, die SWAP Datei zu belassen. Da hast du recht. Aber der Grund ist nicht, dass es nicht funktioniert, diese auszuschalten(sodass es stabil läuft), sondern der, dass es bei einigen Systemen zu Problemen kommen könnte (Vielfalt der Systeme). Das möchte Microsoft natürlich nicht, da es sonst auf sein Produkt zurück fällt und ggf. schlechte Qualität suggeriert.

    Wenn aber jemand z.B. 16 GB RAM hat, dann kann man die locker komplett ausschalten. Das erhöht die Geschwindigkeit um einiges. Solang jedes Programm funktioniert, spricht kein Grund dagegen. Das könnte man auch bei 4GB machen, sofern man nur Programme benutzt die auch insgesamt im System nur z.B. 3 GB benutzen.
    Also deine These ist einfach nur eine Behauptung. Ich habe z.B. ein Embedded System aufgebaut, welches ausschließlich im RAM arbeitet, da ich dem System nicht mehr Flash Speicher, wegen Platzmangel, geben konnte. Der Speicherplatz für spezielle Daten (Log Files und User Daten) war dann auch eine SD Karte. Hat für seine Zwecke wunderbar funktioniert. Natürlich hätte ich kein Photoshop drauf laufen lassen können.

    2. Die Swap Datei kann man sehr wohl komplett deaktivieren. Es wird auch nirgendwo eine Datei geschrieben. Also völliger Quatsch, was du da schreibst. Es kann natürlich sein, dass er z.B. bei der Home Version das nicht so ganz zulässt-das habe ich nicht getestet, aber über die Registry bzw. im Startup kann man die definitiv deaktivieren. Bei der Pro oder Enterprise geht das aber auch ohne viel "rumdrehen".

    3. Deine Behauptung, dass es so gut wie kein Unterschied zwischen 8 und 16 GB gibt ist auch nicht richtig. Es macht sogar ein Unterschied, ob man 16 oder 32 GB RAM hat. Es kommt nur auf die Anwendung an.
    Ein Beispiel ist Videobearbeitung. Mittlerweile bearbeiten viele Leute ihre Filme, die sie mit ihrer DigiCam aufgenommen haben. Bei einem Film kommen schnell mal 16 GB und noch mehr zusammen.
    Genau bei solchen Anwendungen hat man einem enormen Geschwindigkeitszuwachs. Und wenn man noch nebenbei andere Sachen machen möchte, dann sollte es auch noch etwas mehr sein...
    Beachte mal bei den sogenannten Tests im Web, was da eigentlich überhaupt gemacht wurde.
    Welche Anwendungen usw.

    Wenn man einfach nur ein normales Spiel spielt, dann wird es wohl kein Unterschied geben zwischen 16 und 32GB. Das muss man aber differenzieren.

    Fazit: Es widerspricht jeder Administrativer Logik des Systems, warum das nicht funktionieren soll.

    Und jetzt hoffe ich nicht, dass du jetzt noch sagst, dass du Systemadmin bist...

    Grüße
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  • scl
    @ Berserkus

    Zusatz: Ich habe gesehen, dass du bereits das mit der Videosoftware geschrieben hast. Das habe ich übersehen. Somit kann man mein oben genanntes Beispiel weglassen.

    Dann habe ich ein anderes Beispiel: Battlefield 3
    8GByte sind da zu wenig. Wenn man im Hintergrund ein Mail Programm, und während des Spiels noch Skype an hat und aus dem Spiel geht und wieder rein möchte, dann gibt es danach Mikrorukler (ist kein High End System)
    Nachdem ich den Speicher auf 16 GB erhöht habe, habe ich das Problem nicht mehr.

    PS: Um ein Video zu bearbeiten muss man kein Profi sein oder Profi Software benötigen.
    Bei meiner Canon Video Kamera ist das alles schon dabei gewesen und ich bin, weiß Gott, kein Video Profi.
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  • Manuel Masiero
    Anonymous sagte:
    Mich hätte vor allem interessiert, wiewiel 16 GB im Vergleich zu 8 GB bringen, Schade! Ansonsten interessanter Artikel, Danke!


    Guter Einwand. Warum kein Test mit 8 GB? Uns ging es in erster Linie darum, exemplarisch zu zeigen, dass viel RAM generell Sinn bei SSDs macht. Deshalb haben wir bei der RAM-Bestückung mit 4 GB und 16 GB sozusagen zu den "Extremen" auf beiden Seiten gegriffen, um den Unterschied möglichst deutlich zeigen zu können.
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  • Manuel Masiero
    Anonymous sagte:
    Eine Frage zum Filezilla Test: Ihr habt 148MB runter geladen und davon wurden nur 132,7MB auf die SSD geschrieben. Was ist mit dem Rest? Hängt der noch irgendo im RAM und wird erst beim Runterfahren auf die Platte geschrieben oder was?


    Da hat sich beim benchmarken doch glatt der Fehlerteufel eingeschlichen. So passt das jedenfalls nicht. Der Benchmark hat sich daher aus dem Test verabschiedet. An den grundsätzlichen Ergebnissen ändert sich dadurch aber nichts, zumal die drei anderen Benchmarks stimmen (wir haben nochmal ganz genau hingeschaut :-)).
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  • 7664stefan
    Anonymous sagte:
    Anonymous sagte:
    Mich hätte vor allem interessiert, wiewiel 16 GB im Vergleich zu 8 GB bringen, Schade! Ansonsten interessanter Artikel, Danke!
    Guter Einwand. Warum kein Test mit 8 GB? Uns ging es in erster Linie darum, exemplarisch zu zeigen, dass viel RAM generell Sinn bei SSDs macht. Deshalb haben wir bei der RAM-Bestückung mit 4 GB und 16 GB sozusagen zu den "Extremen" auf beiden Seiten gegriffen, um den Unterschied möglichst deutlich zeigen zu können.


    Manuel, dann wäre es klasse, wenn ihr bitte die Werte mit 8GB noch nachreichen könntet. Das wäre sicher für viele User hier im Forum - insbesondere die Gamerfraktion - interessant. Wichtig auch für sinnvolle Vorschläge im Unterforum 'PC im Eigenbau...'. Vielleicht stellt sich heraus, dass alle aktuellen Systeme zum Wohl der SSDs mit 16GB bestückt werden sollten, oder aber das weiterhin 8GB ausreichend sind.
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  • robberlin
    Anonymous sagte:
    Ob du nun 1024MB oder 2048MB oder mehr angibst, das duerfte den Kohl wohl kaum fett machen, was Lese und Schreibzugriffe angeht. Eine große Auslagerungsdatei ist auch bei einer SSD sinnvoll und erhoeht die Systemleistung. Zudem wird Windows die Swap-Datei eh vergroeßern, wenn Bedarf besteht. Eine zu kleine Auslagerungsdatei koennte sogar dafuer sorgen, das mehr Aktivitaet auf dem Datentraeger statt findet, als dir lieb ist.
    Naja Moment, ich denke je mehr RAM desto schonender für die SSD - nun ist es aber so: wenn Du viel RAM hast und eine große Auslagerungsdatei, dann wird die trotzdem die ganze Zeit verwendet und die Auslagerungsdatei liegt ja wiederum auf der SSD. Also nicht SSD schonend Wenn man nun die Auslagerungsdatei manuell so klein wie möglich belässt, dann wird das System gezwungen den RAM zu nutzen wenn es das nicht von selbst tut. Also finde ich macht es den Kohl schon sehr deutlich fett, ob meine Auslagerungsdate ca. 36GB groß ist wenn ich meine 32GB RAM einbaue oder ob sie nur 1024MB-2048MB groß ist.
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