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Upgrade-Beratung: SSDs machen alte Systeme wieder flink!

Upgrade-Beratung: SSDs machen alte Systeme wieder flink!
Von , Achim Roos

SSDs sind aus High-End-PCs nicht mehr wegzudenken. Unsere Tests aber auch, dass Solid-State-Laufwerke selbst älteren PCs wieder auf die Beine helfen können. Wir prüfen, welchen Einfluss SSDs auf Systeme anno 2005, 2006 und 2008 haben.

Die Wachablösung bei den SSDs ist in vollem Gange, denn die Hersteller wechseln bei ihren Solid-State-Laufwerken gerade von SATA-Anschlüssen mit bis zu 3 Gb/s auf die neuere Variante mit 6 Gb/s und erhöhen dadurch den Durchsatz von 250+ MB/s auf mehr als 500 MB/s. Darauf haben in erster Linie Enthusiasten gewartet. Wie wir feststellen konnten, muss man aber keinen High-End-Boliden unterm Schreibtisch haben, um von SSDs zu profitieren. Auch Systeme, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben, erfahren durch die schnellen Laufwerke eine wahre Frischzellenkur, Im heutigen Artikel zeigen wir, welche Auswirkungen der Austausch einer bestehenden Festplatte durch ein Solid-State-Laufwerk auf das System hat. Wir haben einige Systeme zusammen gestellt, die gut typische Rechner der Jahre 2005, 2006, 2008 und 2010 widerspiegeln, und diese mit einer SSD aufgerüstet.

Wer sich nicht als Enthusiast sieht und keine besonderenAnforderungen an die Performance hat, dem bietet der normale Rechner mehr als genug Performance, auch wenn das die großen Hersteller nicht gerne hören werden. Anwender, die ihren Computer hauptsächlich zum Browsen im Internet, für soziale Netzwerke, zur Wiedergabe von Multimedia-Inhalten, die Kommunikation mit Freunden und Bekannten und für typische Office-Aufgaben benutzen, sollten selbst mit einem fünf Jahre alten Core 2 Duo weiterhin gut über die Runden kommen. Sicher, für bestimmte Aufgaben und Anwendungen wie Gaming oder Content Creation braucht man speziell zugeschnittene Lösunge. Der typische Windows-Rechner kommt aber mit den üblichen Anwendungen gut zurecht.

Wer sich für ein Hardware-Upgrade entscheidet, der stellt sich vor allem die Frage nach den passenden Komponenten. Soll man den Prozessor ersetzen? Wie sinnvoll ist mehr RAM? Welche Auswirkungen hat eine schnellere Festplatte? Wird das System durch eine leistungsstarke Grafikkarte noch besser? Es gibt zweifellos zahlreiche Möglichkeiten, sein Geld zu investieren. Dabei vernachlässigen Anwender oftmals vor allem eine Option: Die Aufrüstung auf ein SSD-Laufwerk.

Wer mit dem Gedanken spielt, ein Solid-State-Laufwerk in ein älteres System zu installieren, sollte einige Dinge beachten. Für diesen Artikel haben wir davon abgesehen, genauer auf entsprechende SSD-Modelle, Speicherkapazitäten und Preise einzugehen. Dass Preis und Kapazität in einem direkten Verhältnis zu einander stehen, dürfte bekannt sein. Auch fallen die Unterschiede zwischen verschiedenen modernen SSDs geringer aus als im Vergleich zur Festplatte, die sie ersetzen. Mit anderen Worten: Hauptsache SSD.

Wir möchten an dieser Stelle allerdings auf die Bedeutung von Unterstützung für Serial ATA mit AHCI hinweisen, denn diese Kombination ist Voraussetzung für die Unterstützung des TRIM-Befehls. Dieser wird als eine Art „Aufräum-Befehl“ durch das Betriebssystem gegeben, was auch Garbage Collection heißt, und wird von Windows Vista mir SP2 und Windows 7 unterstützt. Jede SSD kann auch ohne TRIM verwendet werden, wodurch das Risiko abnehmender Performance bei intensiver Nutzung jedoch zunimmt. Für die Installation einer SSD sollte man zudem ausreichend Rechenleistung und genügend RAM an Bord haben. Mit anderen Worten: Eine anständige Doppelkern-CPU und mindestens 2 GB Arbeitsspeicher sollten es schon sein. Ansonsten macht eine SSD-Aufrüstung keinen Sinn und man sollte eher ein komplett neues System in Betracht ziehen.

12 Kommentare anzeigen.
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  • jo-82 , 11. Juli 2011 09:48
    Hab letztes Jahr einen alten 2Ghz P4 mit ner 40er Intel G2 und nem IDE-SATA Adapter flott gemacht (neuer Controller war mir zu teuer). OS blieb XP. Läuft astrein, kaum zu glauben was man aus einem P4 noch machen kann.
  • Anonymous , 11. Juli 2011 10:03
    Guter Test, auch alte Systeme kann man ausbauen und etwas flotter bekommen was auch in den meisten Fällen gut funktioniert.

    @jo-82
    Wie hoch ist die Datenübertragung bei dem System geworden, ca. Wert HD-> ssD?
  • a97584 , 11. Juli 2011 13:44
    Was soll die Aussage mit der geringeren Leistungsaufnahme? Wer kauft sich denn eine so große SSD, dass er auf die alte Festplatte verzichten kann?
    Die angesprochenen 6-8 Watt spart man also nicht. Eher kommen noch ein paar Watt drauf...
  • Hape43 , 11. Juli 2011 14:34
    Meiner Meinung nach macht eine SSD in Notebooks noch mehr Sinn, denn die normalen 2,5" Festplatten rödeln noch viel langsamer als die in einem PC, somit ist der Geschwindigkeitsgewinn auch umso größer. Und der Akku wird ebenfalls geschont.
  • alterSack66 , 11. Juli 2011 21:43
    "Die Zeit, die zum Booten von Windows oder zum Starten beliebter Anwendungen notwendig ist, nimmt durch die Installation einer SSD deutlich ab" Gibts sonst noch einen Grund meinen alten P4 ne SSD für mindestens 100 Euro zu spendieren? Ein paar Anwendungstests hätten nicht geschadet.
  • sasfan , 11. Juli 2011 22:00
    Samsung.....Samsung.....Samsung.....

    Werbung als Artikel verpackt.
  • ass@guest , 11. Juli 2011 22:49
    Warum sollte man nicht eine SATA 600 kaufen, diese kosten doch nicht mehr, als die 300er.
    Kann eine 600er nicht an alten Systemen betrieben werden?
  • jake_b , 12. Juli 2011 04:01
    Moin allerseits,

    habs tatsächlich gewagt in mein altes ASUS Z53J ne Kingston SSD 128 GB einzubauen. Meine 160er HDD hat teils böse gerödelt. Sicherlich wäre mal eine Neuinstallation hilfreich gewesen, aber bis dann wieder alles so ist wie man es gewohnt ist.
    Bei Amazon.com gabs glücklicherweise noch eine mail-in-rebate Aktion, so dass die Platte von 220 um 60 Dollar günstiger geworden ist.
    Auch das Klonen mit dem beigefügten Kit war easy. Davor hatte ich etwas Bedenken, weil auf meiner HDD ne versteckte Partition für WinXP etc ist.
    Jetzt ist der Kaltstart sogar schneller als das Aufwachen aus dem Ruhezustand. Zwar ist das alles nicht so flink wie auf meinem Desktop mit nur ner 60er SSD (dafür aber 12 GB RAM), aber der Krach ist weg (höre nur noch den Lüfter) und es ist spürbar schneller. Insbesondere wenn Programme in einem AUgenblick geöffnet sind und nicht erst nach 3 sek. - auch wenns nicht die Welt ist.

    Habt Spass!
    Jake_B
  • mario84 , 12. Juli 2011 12:42
    Mahlzeit,

    also m.M. nach ist die SSD das Gerät was in den letzten Jahren den größten spürbaren Geschwindikkeitszuwacht verursacht hat.
    Das lästige Laden eines Levels in einem Spiel, öffnen von Dokumenten, und natürlich Systemstart.
    Ich hatte vor der SSD ein Raptor-Raid und das hat mich schon um gehauen.

    Bei Intel gabs doch immer diese Aufkleber "My SSD rocks". Endlich hällt so ein Aufkleber auch was er verspricht.

    mfg mario
  • Blackmarket , 12. Juli 2011 23:31
    "SSDs sind aus High-End-PCs nicht mehr wegzudenken. Unsere Tests aber auch, dass Solid-State-Laufwerke selbst älteren PCs wieder auf die Beine helfen können."
    Da fehlt was
  • smg72523889 , 13. Juli 2011 08:32
    mein betagter athlonII x3 hat letzte woche auch ne ssd spendiert bekommen - mann geht der jetzt ab... und jetzt reicht er wieder für die nächsten 1 1/2 Jahre :-D
  • checkmate , 14. Juli 2011 14:54
    Ging mir genau so. Mein 65nm Athlon X2 2600MHz von 2006 mit XP rennt nun auch wieder recht flott. Internet, Office und andere Kleinigkeiten klappen wieder super. Aktuelle Spiele provitieren davon eher weniger, NfS Shift läuft z. B. mehr schlecht als recht. Aber der Unterschied zu den alten Maxtor-HDDs 320GB SATA 150 ist schon imposant. Das zugemüllte XP startet einfach nur flott. SSD rules!