[UPDATE] Vergleichstest interne SSDs, Stand November 2016

Trotz unterschiedlicher Formfaktoren und Leistungsklassen ist internen SSDs eines gemein: Dank minimaler Zugriffszeiten und maximaler Datendurchsatzraten sind sie die schnellsten aktuell verfügbaren Speicherlösungen. Wir testen gängige Modelle.

UPDATE: 18. November 2016

Mit dem heutigen Update des erstmals am 9. Juni publizierten Artikels  gibt es einen neuen und starken Konkurrenten im Kampf um den SSD-Thron: OCZ bietet mit der RD400(A) eine ausgesprochen attraktive SSD für Leistungshungrige an. Sie ist mit 256, 512 sowie 1024 Gigabyte Speicherkapazität verfügbar, unterstützt NVMe, kommuniziert über vier PCI-Express-Lanes und soll viel Leistung zu einem fairen Preis bieten.

Der Clou: Das Laufwerk kann wahlweise im M.2-Steckplatz (RD400) genutzt oder im Bundle mit einer PCI-Express-Steckkarte (RD400A) eingesetzt werden. Auf der Steckkarte wird die SSD sogar mit einem zusätzlichen Wärmeleitpad ausgestattet, um eine kontinuierlichere Langzeit-Performance ohne temperaturbedingte Schwankungen gewährleisten zu können.

Weitere interessante Artikel zum Thema SSDs, Massenspeicher & Storage

>>>   Kaufberatung: Alles Wissenswerte rund um SSDs
>>>   Portable/mobile SSDs im Vergleichstest
>>>   SSDs - News & Artikel auf THDE
>>>   THDE-Foren zu Massenspeichern
>>>   Best of HDDs: 54 Consumer und Business Festplatten im Test
>>>   Spezial-Festplatten: Western Digital Red, Green und Purple im Test
>>>   UHS-II-Speicherkarten im Test: SD-Karten mit SSD-Tempo

Sehr interessant ist auch der Umfang von OCZs Garantie mit der Möglichkeit zum Vorabtausch im Problemfall – mehr dazu auf der Produktseite weiter hinten.

Im Bereich der 2,5-Zoll-SSDs testen wir außerdem Plextors M7V als solide Mittelklasse-SSD: Nicht billig, dafür aber eben auch nicht so langsam wie die Modelle, die einfach nur wenig kosten (und langsamer als manche mechanische Festplatte sind). Zusätzlich gibt es bei Plextor diverse Tools, um die SSD zu beschleunigen oder aber auch Daten vor anderen Nutzern auf ein und demselben System verstecken zu können.

Schließlich haben wir einen Großteil von Samsungs beliebter und günstiger Baureihe SSD 850 Evo hinzugenommen und vergleichen zudem die bisherige Version mit 32-Layer-3D-NAND-Flash mit der aktualisierten SSD-Fassung mit dem neuen 48-Layer-3D-NAND-Flash, die außerdem auf LPDDR3- statt LPDDR2-Cache setzt. Die Unterschiede sind zwar gering, aber messbar.

SSDs: Systemturbo auf Flash-Speicher-Basis

Seit wir uns im Jahr 2007 erstmals dem Thema SSDs widmeten, hat sich einiges getan und die kleinen Speicherlaufwerke haben den Festplattenmarkt in ihren verschiedenen Bauformen ordentlich durcheinandergewirbelt.

Handelte es sich anfangs noch um sündhaft teure und oftmals leider auch wenig langzeitbeständige 2,5-Zoll-Laufwerke mit einer aus heutiger Sicht lächerlichen kleinen - und oft langsamen - maximalen Speicherausstattung von 32 GByte, hat sich diesbezüglich in den letzten Jahren einiges getan.

Lautlos waren SSDs schon immer, zu Beginn allerdings teilweise langsamer als die Konkurrenz in Form der mechanischen Festplatten. Gerade im Hinblick auf die Leistung sind wir mittlerweile in einer Leistungsklasse angelangt, die für die mechanische Konkurrenz nicht zu erreichen ist.

Crucial BX100Crucial BX100OCZ Trion 100OCZ Trion 100

Heutige SSDs gibt es bereits zu einem Preis von um 20 Cent pro Gigabyte, lediglich die größeren Versionen mit bis zu vier Terabyte Speicherplatz sind immer noch sehr teuer: Die preislich für Normalanwender attraktivsten Modelle werden nach wie vor im 2,5-Zoll-Format gefertigt und über einen SATA-III-Controller (6 GBit/s) angebunden – genau so, wie man es seit gefühlten Ewigkeiten von mechanischen Festplatten im 3,5- und 2,5-Zoll-Format kennt.

Eine schnelle SSD ist heute kein Luxus mehr: Schon zu Preisen um die 50 Euro gibt es Modelle der 250-GByte-Klasse, für den doppelten Preis die doppelte Speicherausstattung - und vor allem die Preise der größeren Modelle werden noch weiter fallen.

OCZ Trion 150OCZ Trion 150Patriot BlastPatriot Blast

Heute starten wir unseren Roundups mit einer ersten Handvoll 2,5-Zoll-SSDs aus dem Einsteiger- und Mittelklasse-Bereich. Dies ist aber nur die erste, kleine Basis, die in den kommenden Wochen und Monaten kontinuierlich und regelmäßig erweitert werden wird.

So befinden sich bereits nahezu sämtliche Modelle aus Samsungs SSD-750- bzw. SSD-850-Familie (Evo sowie Pro), Toshibas Q300-SSDs und auch erste, per PCI-Express angebundene High-End-Modelle im Testlabor und haben teilweise sogar schon unseren Benchmark-Parcours hinter sich. Wieder andere Modelle sind im Zulauf - ihr könnt euch also auf ständige Updates mit aktuellen Modellen freuen.

Toshiba Q300Toshiba Q300

Für den Start dieses kontinuierlich erweiterten Roundups fiel unsere Wahl zunächst auf einen Mix aus aktuellen und älteren, aber immer noch erhältlichen SSDs der Einstiegs- und Mittelklasse. Die heutigen Kontrahenten: Crucial BX100, Patriot Blast, Toshiba Q300, OCZ Trion 100 und OCZ Trion 150.

Als Begleitartikel zum Roundup arbeiten wird derzeit auch im SSD-Bereich an einem "So testen wir"-Artikel, in dem wir das Testverfahren näher erläutern, begründen und erklären werden. Eine ausführliche Kaufberatung zum Thema, in der alle für eione Kaufentscheidung relevanten Punkte besprochen werden, wird es auch geben.

Technische Daten: SATA-SSDs

Technische Daten: m.2-SSDs

Loading...

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
20 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • stefan00166
    Bitte könnt ihr vielleicht mal eine Festplatte dazunehmen 1 normale und ein 2 mal ne schnelle raid 0 verbund.
  • ShieTar
    1 Festplatte als Referenzgröße wäre sicher nicht verkehrt, aber 2 Platten im Raid kann man sich dann selbst ausrechnen. Doppelte sequentielle Datenrate, und bestenfalls die gleiche IOPS.
  • besterino
    Ich bin mal auf die angekündigten erläuternden Teile gespannt. Ich habe vor allem noch nicht verstanden, wie sich diese Cache-Systeme auswirken, vor allem je nach Anwendungsszenario. Also mal dumm als Beispiel: wenn ich möglichst schnell ein Renderfilmchen mit 500GB aus dem RAM auf die SSD schreiben möchte, ist das wahrscheinlich eine andere Last, als wenn die SSD gleichzeitig 3 VMs als primärer Datenspeicher (OS-Heimat + ggf. auch noch pagefiles/swap) dient. Daher würde mich halt insbesondere interessieren, wie viel "nackte" Geschwindigkeit bei einer SSD ohne Cache und sonstige Performance-Blender...äh, sorry, "Optimierungsmechanismen"... übrig bleibt.
  • ShieTar
    Nackt im Sinne von nichtmal Windows Caches? Ich habs mit meiner 840 Pro mal messen wollen, da verlierst du 80% der Performance. Realitätsnah ist das aber nicht.

    Um die verschiedenen Anwendungszwecke einzuschätzen gibts in den detaillierten SSD-Tests ja nicht nur sequentielle und Random-Tests, sondern auch Mixed-Read/Write Tests.
  • besterino
    Nein, nicht auf OS-Ebene sondern im Prinzip "nur" auf SSD-Ebene. Wenn ich zum Beispiel bei so einer billigen Transcend SSD große Files 20GB+ kopiere, sieht das erst ganz hübsch aus, bricht dann aber eben extrem ein. Dabei sind das ja sogar billige "sequentielle" read/write Anforderungen und sollten also nicht an etwaige IOPS-Grenzen stoßen. Naja, bin in dem Bereich sicherlich kein Guru, daher bin ich auf die Erläuterungen / Hintergründe dazu eben mal gespannt ob ich nach der Lektüre schlauer bin. =)
  • derGhostrider
    EINE Datei zu schreiben trifft nie IOPS-Begrenzungen, da es exakt eine Input Operation ist.

    Kannst Du mir verraten, was Du von einem nicht realistischen Test erwartest?
    Ich sehe den Vorteil einfach nicht ALLE Caches (inkl in SSD integriertem Cache, nehme ich doch mal an) zu umgehen, da Di soetwas NIEMALS im Betrieb antreffen wirst.

    Das erinnert, man entschuldige den Vergleich, an eine solche Forderung:
    "Wie schnell ist ein Bugatti Veyron, wenn man die Reifen abmontiert?"

    Die Frage mag zu beantworten sein, ist aber auch dann nicht hilfreich für jemanden, der das komplette Fahrzeug // die SSD im normalen Einsatz verwenden möchte.
  • besterino
    Du verstehst es nicht oder willst es nicht verstehen. Diese tollen Performance-Angaben stimmen hinten und vorne nicht, je nach Einsatzzweck. Ich hab auch nirgends gesagt, dass ich alle Caches "umgehen" will. Es geht darum herauszufinden, was übrig bleibt in Szenarien, in denen der Cache und sonstige Tweaks an ihre Grenzen stoßen verdammichnocheinsnocheinmal. Ist das so schwer nachzuvollziehen?

    Von den tollen 500+ lesen/schreiben bleiben in _meinen_ Anwendungsszenarien gerne mal magere 150 oder weniger übrig. Daher: will mal verstehen, warum. So. Genug rumdilletiert von mir, ich warte jetzt einfach mal auf die Artikel und lese mich in der Wartezeit mal woanders noch ein.
  • Headyman
    Also der AS SSD Benchmark gibt doch schon mal ein gutes Bild, wo man typ. steht, das ist ja einem Anwendungsszenario nachempfunden, da sieht man aben nicht MAX-IO und MAX-Transfers...

    Na ja, und wenn die Caches absaufen, dann wirds halt langsamer, wie stark das hängt vom Anwendungsfall ab...

    Na ja und das Lesen eines Files besteht für ein OS eben nicht nur aus einem IO, da wird protokolliert, geloggt, gescannt und zig Sachen noch aussenrum erledigt, da kann nicht ein OS-neutraler Maximalwert mehr rauskommen.

    Im Übrigen bestehen heutezutage viele Performancezuwächse dem Einsatz von Caches und Optimierungen.
    Ohne derartige Booster, wäre es arg traurig...
    Schalte mal bei deiner CPU alle Caches aus oder eliminiere alle Tricks beim RAM, das ist zwar nicht mehr 70er Jahre, aber allzuviel mehr auch nicht (taktbereinigt).
  • fffcmad
    Korrekt. Ohne Caches waere man beim RAM Zugriff weit ueber 70ns, eher ueber der 100ns. Viele normale PC System liegen ja gerade mal zwischen 80 - 60ns Speicherzugriff mit Cache. Nur gut getunte System oder welche mit Triple/ Quad Channel kommen in Regionen unter 50ns.
  • Michalito
    Die Crucial MX 300 kommt noch? Kam ja in der US Schwester nicht gut weg.... Und Samsungs EVO Linie sollte zumindest mit der neuen Revision auch hier rein, oder finde ich die nur nicht, als Test..
  • Michalito
    € Und die Sandisk Ultra II.. Die verkauft sich z.Z. wie bescheuert.
  • Myrkvidr
    MX300 kommt noch - ich hab gerade alle 850 Evo und die neuen Evo v3 da und so gut wie durchgemessen. Sandisk Ultra II frage ich gern beim Hersteller an. Es kommen auch noch ein paar zusätzliche Benchmarks (Mixed Workloads), ich musste den Test nur erstmal irgendwie online bringen, bevor ich weitermachen kann ;)
  • Michalito
    Anonymous sagte:
    MX300 kommt noch - ich hab gerade alle 850 Evo und die neuen Evo v3 da und so gut wie durchgemessen. Sandisk Ultra II frage ich gern beim Hersteller an. Es kommen auch noch ein paar zusätzliche Benchmarks (Mixed Workloads), ich musste den Test nur erstmal irgendwie online bringen, bevor ich weitermachen kann ;)


    Ja, super :D Die 1 TB Evo kommt die Woche bei mir an. Mehr praxisbezogene Benches bitte..
  • derGhostrider
    Schickes Update!

    Da juckt es schonwieder in den Fingern die 960er 1TB zu kaufen. Allerdings bräuchte ich dazu dann auch gleich noch so eine PCIe-Karte, wie bei der OCZ.
    OCZ, auch wenn da nun Fujitsu draufsteht, ist irgendwie nicht meins. Vor allem, wenn ich den Graphen mit der hüpfenden Transferrate sehe.

    -------------

    Wenn die SSDs so einfach überhitzen, wie wäre es denn dann mal diese Kühlung zu testen (Amazon-Link):
    https://www.amazon.de/dp/B01H0BC8FG/ref=wl_it_dp_o_pC_nS_ttl?_encoding=UTF8&colid=2415T1TTOF6XW&coliid=I1L4H9U4S5903I

    kryoM.2 PCIe 3.0 x4 Adapter für M.2 NGFF PCIe SSD, M-Key mit Passivkühler

    Mir wäre es wohl lieber, wenn die SSD um 90° gedreht eingesteckt würde, aber der Kühler sieht vertrauenserweckend aus.
    Und 30 Euro für stabile(re) Leistung, sofern es funktionieren sollte, würde ich auch sofort ausgeben.
  • Myrkvidr
    Ahh, danke für den Gedankenanstoß zum KryoM.2, hatte ich gar nicht auf dem Schirm! Sieht aber ordentlich aus, zumal sich der Kühlkörper selbst verschrauben lässt.

    Und für die ganz Wahnsinnigen dann noch ein Zusatzdurchlauf mit 90er-Jahre-Mainboard-Chipsatzlüfter auf dem kleinen Kühlkörper ;)
  • derGhostrider
    Mir hat es auch gefallen, dass der Kühler nicht nur zum Aufkleben gedacht ist. Das erweckt den Eindruck, dass man es mehrfach verwenden kann.

    Deine zusätzliche Idee mit aktiver Kühlung wäre natürlich sehr edel. Zwar mehr Aufwand, aber dann wüsste man wohl hinterher, was theoretisch geht und ob das alles überhaupt etwas bringt. Nicht, dass es nur "Eyecandy" ist, letztendlich aber nichts an der Leistung verändert!
  • Myrkvidr
    Das wird in jedem Fall etwas bringen.
    Nimm mal beispielsweise die OCZ RD400A, die ja "nur" über das zusätzliche Wärmeleitpad auf die PCIe-Add-in-KArte verfügt. Das steht noch nicht im Test, (wird noch nachgepflegt), weil ich nicht mehr dazu gekommen bin, alle Logs auszuwerten.

    Die RD400A bleibt mit Pad bei 71-72°C (21 °C Raum), der Controller bringt dadurch auch nach 30 Minuten immer noch volle Leistung. Dementsprechend dürfte ein kleiner Passivkühlkörper nochmal mehr Luft nach oben bieten.
  • derGhostrider
    na dann: Bestellen & ausprobieren! :)
    Mich interessiert am meisten die Sausung 960er. Wenn man die so bei andauernder Belastung nochmal etwas beschleunigen könnte, wäre das schon ganz nett.
  • McHunter
    Mich würde mal interessieren warum die SanDisk SSDs "SSD Plus", "Ultra II" und "Extreme Pro" nicht im Test auftauchen, zumal es sie in den Größen 120GB, 240GB, 248GB und 960 GB gibt...
  • Myrkvidr
    Weil ein SSD-Test unglaublich viel Benchmark-Zeit frisst, ich zu viele Ressorts zu bedienen habe und mein Arbeitstag oft epische Zeitspannen umfasst ;)
    Alle genannten SanDisk Modelle sind aber vorhanden und auch fast komplett in fast allen Größenklassen durchgebencht. Sobald ich Fotos vom Innenleben, Texte und Chartsgrafiken fertig habe, kommt das Update. Spätestens Ende Februar/Anfang März.