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Praxistest: Ruggedized-USB-Sticks

Praxistest: Ruggedized-USB-Sticks
Von , Achim Roos

Normale USB-Sticks sind bereits recht widerstandsfähig, doch ihre Ruggedized-Varianten vertragen noch wesentlich mehr. Den härtesten unter ihnen machen weder Wasserbäder, extreme Temperaturen noch Stürze aus großer Höhe etwas aus.

Ruggedized-Geräte sind besonders widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse wie Stöße, Stürze, Staub, Flüssigkeiten oder extreme Temperaturen. Typische Vertreter dieser ultrastabilen Spezies sind Notebooks, Tablet-PCs und externe Festplatten, aber auch Mobiltelefone und USB-Sticks. Letztere verfügen bereits ab Werk über einen gewissen Ruggedized-Bonus, zumindest was die Erschütterungsfestigkeit betrifft. Lässt man Schiebemechanismen oder abnehmbare Verschlusskappen außen vor, besitzen USB-Sticks keine beweglichen Bauteile. Kombiniert mit ihrer geringen Masse nehmen die Datenstifte daher einen unfreiwilligen Fall vom Tisch nur in den seltensten Fällen übel und lassen sich höchstens einen Kratzer oder einen Sprung im Gehäuse abringen.

Will man bei den Speicherstiften trotzdem ganz auf Nummer sicher gehen, was die Daten betrifft, führt kein Weg an Ruggedized-Modellen vorbei. Genauso wie Ruggedized-Festplatten erhalten die Ruggedized-Datenstifte ihre Nehmerfähigkeiten durch besonders robuste Gehäuse. Je nach Herstellerangabe sind die Sticks dann resistent gegen Staub, Wasser oder Erschütterungen und lassen sich selbst von einem LKW überfahren, ohne dabei Schaden zu nehmen. Zugegeben, den Tom’s Hardware-Truck haben wir in der Garage stehen gelassen, alle USB-Sticks jedoch gründlich auf ihre Nehmerfähigkeiten getestet. Mit dabei sind folgende Produkte: Corsair Flash Voyager GT, LaCie XtremKey, PQI i812 und Transcend JetFlash V70.

Gegenüber Standardmodellen steht bei den vier Ruggedized USB-Sticks die Sicherheit an erster Stelle. Das klingt angesichts der Geräteklasse selbstverständlich, heißt aber, dass man in Sachen Speicherkapazität und Schnittstellentempo nicht die höchsten Ansprüche stellen sollte. Bei gleichem Preis bieten die Testkandidaten deshalb tendenziell weniger Kapazität als gewöhnliche USB-Sticks und ein USB-3.0-Interface ist eher Ausnahme als Regel. Lediglich Corsair und LaCie bieten bis zu 64 GB Speicherplatz, wobei nur ersterer auch über eine USB-3.0-Schnittstelle verfügt. PQI und Transcend speichern maximal 32 GB Daten.

Einen optischen Unterschied zu USB-Standardmodellen kann man übrigens nur beim LaCie XtremKey erkennen, dort aber gleich auf den ersten Blick: Mit seinem Metallgehäuse und der verschraubbaren Verschlusskappe wirkt der Ruggedized-USB-Stick sehr robust und geradezu unverwüstlich.

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  • Anonymous , 31. Oktober 2011 10:22
    Mit USB Sticks wird man in letzter Zeit ja förmlich zugeschüttet und jeder möchte die Nr. 1 sein. Eine Übersicht ist dann schon hilfreich. Der ultimative Highlight Speed Stick kommt warscheinlich erst noch, mal abwarten.
  • fragger , 31. Oktober 2011 11:22
    Also nen Corsair Flash Voyager hatte ich (in USB 2)... der hat nicht lange gehalten. Aufgrund seiner Länge wirken recht große Kräfte auf den Stecker, auch wenn man ihn in der Hosentasche hat und sich normal bewegt... Nach 'nem halben Jahr hatte der Stecker nen Wackelkontakt... -> dev0!
    Und einen von der Art des LaCie (Metallgehäuse, verschraubbar) hat ein ähnliches Schicksal ereignet... Der Stick war am Ende sehr Schwer und hat so auch nicht so viele Steckzyklen überlebt... -> dev0!

    Die besten (langlebigsten) USB Sticks, die ich bisher im Einsatz habe sind auch gleichzeitig die einfachsten / billigsten ohne viel schickschnack...
  • n4pst3r , 31. Oktober 2011 12:23
    DeLock Nano 8GB: Mitgewaschen, Seit letztem Jahr im Autoradio. Das Auto steht draußen bei uns hat zwischen -20°C im Winter und +30°C im Sommer (Wenn die Karre in der Sonne steht hats drinnen sicher 50 oder mehr. Das teil geht immer noch, für was also so n überteuerten scheiss?
  • versis@guest , 1. November 2011 11:01
    Kann die Probleme mit dem Gummi-Corsair bestätigen. Bei einem älteren USB-2-Modell ist auch, trotz pfleglicher Behandlung, durch das flexible Gehäuse der angelötete Stecker von der Platine gebrochen, zumindest einige Pins. Da ist jeder Billig-Stick mit Metallbügel im Vorteil.
  • Schugy , 20. November 2011 14:30
    Bei 2GB kleinen Dateien benötigt der schnellste Stick (sogar nur USB2) über 20 min., der USB3-Stick, der die Daten in 20 Sekunden lesen kann, braucht zum Schreiben bald 40 Minuten! Ein Vergleich mit ruggedized SSDs mit eSATA, USB3 oder GbE wäre da mal interessant. Danke an THG für die aufschlussreichen Zahlen.
  • Schugy , 20. November 2011 14:35
    Falsches Diagramm erwischt, meine natürlich unter 2 Min zum Lesen.