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Ruggedized-Festplatten im Härtetest

Ruggedized-Festplatten im Härtetest
Von , Achim Roos

Mobile Festplatten mit Ruggedized-Etikett sind besonders widerstandsfähig gegen unsanfte Behandlung und widrige Umwelteinflüsse. Sechs dieser 2,5-Zoll-Boliden haben wir im Testlabor gegeneinander antreten lassen.

In wessen Rechner bereits eine SSD statt einer Festplatte werkelt, dürfte sich kaum die Ära der rotierenden Massenspeicher zurückwünschen. Sieht man vom höheren Preis pro GB ab, bringen die Flashspeicher eine Menge Vorteile mit sich und schneiden etwa hinsichtlich Datendurchsatz und I/O-Performance durchwegs besser ab. Daher bekommen sie zu Recht den Vorzug vor Festplatten, wenn es darum geht, einen möglichst schnellen Rechner aufzusetzen, egal ob unter einem Windows-, Mac- oder Linux-OS. Durch ihre Architektur kommen die Flashlaufwerke zudem ohne mechanisch bewegte Bauteile aus, arbeiten somit geräuschlos und sind obendrein deutlich robuster als Festplatten.

Wer eine SSD beim Einbau in den Rechner versehentlich auf den Boden fallen lässt, macht anschließend einfach weiter wie gehabt, denn er kann sich sicher sein, dass das Laufwerk abgesehen von ein paar Kratzern wohl keinen Schaden genommen hat. Passiert das gleiche mit einer Festplatte, treten deren Schreib-/Leseköpfe und Platter in allzu engen Kontakt miteinander und machen das Laufwerk damit sehr wahrscheinlich zu einem Fall für den Reparaturdienst. Trotz ihres gegenüber SSDs fragileren Innenlebens sind Festplatten aber weder als interne noch mobile Speichermedien abgemeldet. Zum einen vertragen sie im ausgeschalteten Zustand durchaus den ein oder anderen Schubser, ohne das sofort mit einem Defekt zu quittieren. Zum anderen sind sie nach wie vor ungeschlagen, wenn möglichst viel Speicherplatz zum kleinen Preis benötigt wird.

Mobile Festplatten für extreme Umweltbedinungen

Sozusagen das Beste aus beiden Welten, dem SSD- und dem Festplatten-Lager, versuchen Ruggedized-Festplatten zu verbinden. Diese mobilen Laufwerke gelten als ganz besonders widerstandsfähig gegen widrige äußere Einflüsse, weshalb ihnen passenderweise das "Outdoor"-Etikett anhaftet. Dabei geht es jedoch nicht um Designs in Lagerfeuer-Optik, sondern um handfeste Ansprüche an die Robustheit der Geräte: Eine als ruggedized deklarierte Festplatte soll nicht nur einen Sturz vom Tisch auf den Fußboden problemlos verkraften, sondern Daten auch bei Wind und Wetter sicher speichern sowie sie vor Schmutz und Feuchtigkeit schützen. So ein Laufwerk begleitet dann beispielsweise den Archäologen auf der verregneten Ausgrabungsstätte, speichert Urlaubsfotos direkt am Strand und muss auch dann noch funktionieren, nachdem es Kinder es als Frisbee-Ersatz verwendet haben. Um diesen Ansprüchen zu genügen, legen die Hersteller bei ihren Produkten teilweise Militär- oder Industriestandards zugrunde.

Dem knallharten Image der Ruggedized-Festplatten zum Trotz arbeiten in ihrem Inneren nicht zwangsläufig speziell dafür gefertigte Laufwerke, sondern meistens Standardmodelle, die auch in herkömmlichen Notebooks oder Rechnern zum Einsatz kommen. Den Unterschied machen die Gehäuse aus, die integrierte Stoßdämpfer verwenden, besonders verwindungssteif sind und im Idealfall auch den USB-Anschluss mittels Gummidichtung hermetisch vor der Außenwelt verschließen.

Getestet: 6 Ruggedized-Festplatten im 2,5-Zoll-Format

Sechs Ruggedized-Festplatten im 2,5-Zoll-Formfaktor sind im Testlabor vorstellig geworden: ADATA Superior SH14, Iomega eGo BlackBelt Portable, LaCie Rugged Mini, PQI H560, Transcend StoreJet 25H3P und WD My Passport Essential SE / WD Nomad. Wie es sich für einen solchen Test gehört, haben wir den Laufwerken mit den üblichen und erprobten Festplattenbenchmarks auf den Zahn gefühlt, sie allerdings auch auf Outdoor-Kompatibilität geprüft und sie dafür zum Beispiel aus der vom jeweiligen Hersteller angegebenen Maximalhöhe fallen lassen und falls unterstützt auch im Labor-Regen stehen lassen. Zu unserer eigenen Planungssicherheit geschah das aber erst, nachdem alle anderen Benchmarks abgeschlossen waren und wir uns die mitgelieferte Software angeschaut hatten – schließlich sollte der Test pünktlich fertig werden und nicht auf halber Strecke hängenbleiben, weil eine Festplatte wider Erwarten ihren Betrieb einstellt.

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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

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  • Michael_Lege@guest , 15. Dezember 2011 11:02
    Da wurde wohl eine Festplatte übersehen :-)

    http://www.youtube.com/watch?v=GgXpZJoH2Mw&feature=colike