SteelSeries Siberia Raw, V3, V3 Prism und Elite Prism im Test: 4 Headsets von 50 - 200 Euro

SteelSeries Siberia V3

Verpackung und Lieferumfang

Der etwas höhere Einstiegspreis gegenüber dem Raw lässt schon etwas mehr Raum. Da das analoge V3 mit einem 3-poligen Klinkenstecker für mobile Endgeräte versehen ist, legt Steeseries noch einen Adapter für die Auftrennung in zwei Klinkenstecker (Mikrofon, Audioausgang) bei, damit das Ganze auch am PC problemlos läuft. Eine Tragetasche oder Hülle für unterwegs gibt es leider auch bei dieser schon recht teuren Variante nicht.

Ein netter Nebeneffekt ist die deutliche Kabelverlängerung beim Anschluss des PC-Adapters, während man für die Session unterwegs sowieso das kürzere Kabel bevorzugen wird.

Optik und Haptik

Das Siberia V3 nimmt die wichtigsten Konstruktions- und Designelemente der Vorgängerversion mit und auf, bietet aber das gefälligere Bild und die bessere Haptik und vermittelt insgesamt den stabileren und erwachseneren Eindruck.

Der einfarbige Materialmix aus Kunststoff und PU-Lederimitat ist recht gut gelungen, zumal man bewusst auf den ganzen Klavierlackfirlefanz verzichtet hat. Die Oberfläche ist matt und verhalten genug, damit Finger- und Gebrauchsspuren nicht zur optischen Umgestaltung führen. Anfassen ist also definitiv möglich.

Passform und Tragekomfort

Warum das Rad neu erfinden, wenn das alte perfekt rollt? Der Sitz der älteren Siberia V2 war nahezu perfekt und auch beim V3 gelingt die Kombination aus fest angebrachtem Bügel, dem über Zugbänder und Spannmechanismus sehr variablen, eigentlichen Headband, sowie den in allen Richtungen neig- und kippbaren Ohrmuschen perfekt.

Die geschäumten und mit Lederimitat bezogenen Pads schließen wesentlich dichter ab als die des Siberia Raw und der Langzeiterträglichkeitsfaktor ist um ein wesentliches höher, denn der Sitz des Headsets ist vor allem für große Köpfe immer noch legendär.

Mikrofon

Vom Pömpel zum echten Schwanenhals: Das Siberia V3 lässt keine Wünsche offen. Der herausziehbare und recht frei einstellbare Schwanenhals lässt sich ideal an die körperlichen Gegebenheiten anpassen, so dass das Einfangen der Sprache wesentlich besser gelingt. Mikrofon und Software-Unterstützung sind Klassendurchschnitt. Der Mute-Schalter ist seitlich als Schiebeschalter angebracht und mit etwas Eingewöhnung auch treffsicher zu finden.

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16 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • fffcmad
    Wieso schreibt der Hersteller, das die KH auf 10Hz runter gehen, wenn man ernsthaft gemessen schon bei 50 in das Tal rutscht?

    Ich verstehe es nicht...
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  • Ud_Lacio
    Ich habe das Gefühl, dass sich die Gamerkiddies massiv von den Versprechen täuschen bzw. umhauen lassen. Daher finde ich es super, dass Ihr diese Krawallbrüder unter die Lupe nehmt und aufzeigt, wie gut sie wirklich sind.

    Vielen Dank für die Lektüren der letzten Tage zum Thema Headsets ^^ weiter so. Bei jeder Frage von Leuten zum Thema "Welchen superduper Gamerheadset mit 7.1 soll ich nehmen?", werden diese Artikel mit angefügt :D
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  • Tesetilaro
    ich sage auch einfach nur danke!!!

    Wirklich schade finde ich, daß es bei Headsets praktisch keine Möglichkeit gibt, eine grobe Richtung zu ermitteln wie lange die Dinger voraussichtlich halten werden...
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  • FormatC
    Der Witz bei den Hz-Angaben: es steht nie eine Toleranzgrenze dabei! Bei -50 dB wirds schon noch eine klitzekleine Welle geben, die man aber nicht hören und spüren kann.
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  • ichebem
    Wünsche mir mal Kabellose Lösungen in euren Tests. Man hört darüber immer nur überteuert.. aber überteuert hin oder her, wie sieht die Leistung aus, ich würde gerne 100€ mehr investieren, nur wenn entsprechendes Headset dann kabellos ist...
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  • fffcmad
    Es gibt sicherlich brauchbare kabellose !Kopfhoerer!. Aber unter 200€ wird das nichts. Und selbst da ist man von den Wandlern im Kopfhoerer abhaengig. Headsets? No Go!
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  • X-Ray
    Welches Headset ist denn zu empfehlen? Gibt es ein Headset zu einem vernünftigen Preis das an euer Beyerdynamic herankommt?

    Habe derzeit ein Logitech G35 aber die Soundqualität ist nicht berauschend..

    Bin aber von meinen NuPro A-200 verdorben;-) dank eurem Test
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  • Tesetilaro
    ich hab mich schon vor etlicher zeit hier bedient - auch dank igors test:
    http://www.tomshardware.de/mionix-nash-20-headset-review,testberichte-241597-3.html

    und bin super zufrieden - sein Kritikpunkt -> schweißtreibend kann ich entkräften, sitze damit allerdings auch immer im keller - wo es praktisch nie über 22 °C hat *g*
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  • bluray
    Wenns kabellos sein soll, liefert das Vengeance 2100 passable Werte (nachdem ich den Equalizer bissl bemüht habe!)

    Aber für einen gemütlichen Langzeitzock ohne Ohrenschmerzen und schonend gedünstete Ohrmuscheln ist mein kabelgebundenes Beyerdynamic MMX300 erste Wahl. Wenn auch bissl arg teuer. Mit der extern Krachkarte kommt man auf einen Strassenpreis von 300 Tacken. :/
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  • teflon
    Bei euren Kopfhörertests hätte ich gerne noch eine (echte) Referenz aus dem Pro Audio Bereich. Ein Geheimtipp ist z.B. der Focal Spirit Professional.
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  • fffcmad
    Diese Dinger disqualifizieren sich selbst. Wer von High Fidelity labert und dann nicht mal direkt Spezifikationen raus haut, der steht auf einer Stufe mit Bose. Und auch da kauft man nicht! Nebenbei bemerkt: Wenn ich mir dann mal die Anleitung anschaue haut das Ding nicht vom Hocker...
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  • FormatC
    Ich finde den Focal klanglich z.B. sogar besser als den AKG K271 (MK II), denn er ist noch ein wenig neutraler und löst auch etwas besser auf. Beim Tragekomfort kackt er allerdungs deutlich ab, weil ich die Ohrmuscheln zu klein finde. Mir taten nach einer Stunde die Ohren weh. Der DT770 hat zu viele Höhenpräsenz, der Focal ist da wesentlich zurückhaltender.

    Ich plane allerdings demnächst mal die Messung des MMX300, sowie mal eine Kombi aus einem 50-Euro Beyerdynamic + Micro vs. 100-Euro-Headset.
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  • teflon
    Ich benutze den Focal nun seit einigen Monaten (professionell) und muss sagen, dass es kaum einen neutraleren Kopfhörer auf dem Markt gibt. Nach zwei Wochen Eintragezeit, kann ich nun auch mehrere Stunden am stück damit Arbeiten. Mir würde keine bessere klangliche(!) Referenz einfallen, die auch noch bezahlbar wäre.
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  • FormatC
    Focal baut ja ordentliche Lautsprecher ;)

    Aber das mit dem Sitz der Kopfhörer müssen sie noch üben. Ich habe Hutgröße 62, das geht mit den Focal leider gar nicht. Das wiederum können viele andere Firmen deutlich besser. Der Klang fast ist nahezu perfekt, aber der Sitz nur für kleinere Köpfe (vielleicht noch) passabel. Eintragezeit braucht man bei wirklich ergonomisch durchdachten Kopfhörern ja nun wirklich nicht, da hat man schlicht das falsche Produkt auf dem Kopf. bei diesen Preisen erwarte ich einfach, dass sich das Produkt mir anpasst und nicht umgekehrt ;)
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  • teflon
    Mann muss prioritäten setzen
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  • FormatC
    ...oder als Hersteller im Produktmanagement auch mal jemanden fragen, der sich mit Ergonomie auskennt. Das wird leider meist vergessen :)
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