Forschung: Superkondensator lädt in Sekunden, hält Tage

Wer hat nicht irgendwann schon über einen zur Unzeit leeren Smartphone-Akku geflucht und/oder die Akkulaufzeiten seines alten Handys zurückgewünscht? Und/oder sich über ewig lange Ladezeiten geärgert? Wer jetzt nicht "ich" sagt, lügt.

Dieser Traum könnte demnächst Wirklichkeit werden, wenn das Ergebnis einiger Forscher von der University of Central Florida in Orlando in real existierende Produkte umgesetzt werden kann. An der Studie waren Wissenschaftler aus den Bereichen Nanotechnologie, Materialforschung sowie Optik und Photonic beteiligt.

Neue Materialien und Materialstärken im Nanometerbereich waren notwendig, um die bisher für genug Ausdauer viel zu großen Superkondensatoren auch in mobilen Geräten als Stromspreicher anwenden zu können. Wie im Bild zu sehen, ist der neue "Akku" – eigentlich ist dieser Ausdruck falsch – sehr klein und auch noch flexibel.

Das neue Produkt hat einige Vorteile: Nicht nur, dass er sich extrem schnell aufladen lässt (eine typischer Eigenschaft von Kondensatoren), er hat auch noch eine wesentlich höhere Energiedichte, was in dem kleinen Format resultiert. Damit könnten dann die angesprochenen praktischen Eigenschaften realisiert werden: Aufladen (zur Strombegrenzung) in Sekunden, Ausdauer mehrere Tage.

Darüber hinaus soll er sich mehr als 30.000-mal aufladen lassen, ohne an Kapazität zu verlieren – weiter konnten es die Forscher bisher nicht treiben. Ein konventioneller Akku kann schon nach 300 bis 500 Ladezyklen um bis zu 30 Prozent nachgeben.

Bis der Superkondensator für Mobilgeräte zum Serienprodukt wird, kann es allerdings noch dauern. Wie lange, ist noch nicht absehbar.

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