Microsoft will Surface-Convertible mit ARM-SoC

Microsoft hatte vor einigen Wochen verkündet, dass Windows 10 künftig auch ARM-SoCs unterstützen soll. Mit einer Emulation soll dafür gesorgt werden, dass auch x86-Anwendungen auf entsprechenden (Mobil-)Rechnern genutzt werden können, um das geringe Softwareangebot für ARM-Chips unter Windows 10 aufzuwerten. Zunächst soll jedoch lediglich Qualcomms Snapdragon 835 unterstützt werden.

Das Interesse der Hersteller an einer solchen Kombination ist derzeit allerdings eher gering, was vermutlich auch daran liegt, dass noch unklar ist, welche Anwendungen tatsächlich zur Verfügung stehen. Vermutlich ist ihnen auch das Debakel rund um Windows RT noch im Gedächtnis geblieben. Lediglich Lenovo scheint die Entwicklung eines entsprechenden 2in1-Systems ins Auge zu fassen.

Nun scheinen die Redmonder mit eigenem Beispiel vorangehen zu wollen. Allem Anschein nach soll gegen Jahresende ein neues Notebook der Surface-Serie vorgestellt werden, bei dem Microsoft und der Chipentwickler ARM zusammenarbeiten. Beide Hersteller wollen mit diesem Schritt Intel stärker unter Druck setzen, denn bisher sind es zumeist Intel-Chips, die in Convertibles, Notebooks und Tablets genutzt werden, die mit einem Microsoft-Betriebssystem ausgeliefert werden.

Während die Redmonder hoffen sich aus der Intel-Umklammerung zu lösen und mit den ARM-Chips - ähnlich wie Google bei Chrome OS - noch günstigere Windows-Notebooks anbieten zu können, will der britische Chipentwickler erreichen, dass seine Prozessoren nicht länger nur auf den Einsatz in Smartphones und Tablets begrenzt bleiben.

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